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08.01.2026 12:03

Neue Allianz für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung in Mitteldeutschland

Heike Hamann Wissenschaftskommunikation
Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE

    Neue Kooperation in den Bereichen Dual-Use und Sicherheitsinfrastruktur: Das Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie (MISI) und das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE arbeiten ab sofort auf dem Gebiet der Verteidigungs- und Sicherheitsforschung eng zusammen. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten Generalmajor a. D. Markus Kurczyk, Vorsitzender des MISI, und Prof. Dr. Christoph Igel, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer FKIE.

    "Mit der Kooperation schaffen wir eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und konkreten industriellen Bedarfen", sagte Kurczyk. "Gerade bei Dual-Use-Technologien und kritischen Infrastrukturen braucht es verlässliche Partnerschaften. Ziel ist es, Forschung schnell in anwendbare Lösungen zu überführen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken." Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Möglichkeiten der Wissenschaft und die Bedarfe der mitteldeutschen Industrie zu ermitteln und zusammenzuführen.

    Der Schwerpunkt liegt auf Dual-Use-Technologien wie Drohnensystemen, Notstromlösungen und mobiler Medizintechnik. Hinzu kommen Bereiche kritischer Infrastruktur, u. a. Kommunikationsnetze, Straßen-, Schienen- und Logistiksysteme oder Versorgung. Geplant sind außerdem der Aufbau von Informations- und Innovationsnetzwerken aus Industrie, Forschung und Politik in der Region. "Wir bringen unsere Expertise in der angewandten Sicherheits- und Verteidigungsforschung gezielt in die Zusammenarbeit ein", erklärte Igel. "Im Verbund mit Industrie und weiteren Akteuren können wir Technologien entwickeln, die sowohl sicherheitsrelevant als auch zivil nutzbar sind – insbesondere dort, wo es um den Schutz und die Resilienz kritischer Infrastrukturen geht." Fraunhofer FKIE und MISI wollen dazu gemeinsame Austausch-, Analyse- und Feedbackformate für Wissenschaft und Wirtschaft schaffen.

    Fraunhofer FKIE: Führend in Verteidigungsforschung

    Mit rund 650 Mitarbeitenden zählt das Fraunhofer FKIE mit Hauptsitz in Wachtberg und weiteren Standorten in Bonn, Aachen und Leipzig zu den führenden Instituten für Verteidigungsforschung in Deutschland. Thematisch richtet sich sein Fokus auf die Gebiete "Software Defined Defence" und "Landbasierte Operationen", und hier insbesondere auf Kommunikationssysteme, Informationstechnik für Führungssysteme (C2), Cyber Analysis & Defense sowie Mensch-Maschine-Systeme und Systemergonomie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Transformation der Industrie hin zu Verteidigung und Sicherheit.

    "Das Fraunhofer FKIE ist Verteidigerinstitut durch und durch", so Igel anlässlich der Unterzeichnung. "Mehr als 60 Jahre nationale und internationale Forschung, Technologie und Innovation an der Seite der Bundeswehr und gemeinsam mit der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sind unsere DNA." Insofern ergänze sich die Forschungsarbeit des Fraunhofer FKIE komplementär mit dem Auftrag des Mitteldeutschen Instituts für Sicherheitsindustrie aus Leipzig.

    MISI: Plattform für Marktzugang und Vernetzung

    Das im September 2025 gegründete MISI versteht sich als Markt- und Netzwerkplattform für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft. Es bündelt Angebot und Nachfrage – Unternehmen und Forschung einerseits sowie Beschaffer, Betreiber, Behörden andererseits – und ebnet Wege in Märkte und Projekte. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und Mitteldeutschland stärker in deutsche und europäische Verteidigungsprozesse einzubinden.

    "Ohne industrielle Stärke und ohne Forschung gibt es keine Verteidigungsfähigkeit – und ohne regionale Wertschöpfung keine Akzeptanz", so General Kurczyk. "Gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Institut für Sicherheitsindustrie wird das Fraunhofer FKIE von Leipzig aus einen wichtigen Beitrag zur Transformation von Industrie und Wirtschaft leisten", erklärte Igel. "Gerade weil sich die Kompetenzen und Fähigkeiten von MISI und FKIE so hervorragend ergänzen, ist dies eine einzigartige Chance für Mittel- und Ostdeutschland. Und wir wollen diese ab sofort gemeinsam nutzen."


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Christoph Igel
    Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE
    Technologiemanagement & Stellv. Institutsleiter
    christoph.igel@fkie.fraunhofer.de


    Originalpublikation:

    https://www.fkie.fraunhofer.de/de/newsroom/Presseinformationen/kooperation-misi-...


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


     

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