Mit Prof. Dr. Yvonne Anders gewinnt das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation eine exzellente Wissenschaftlerin für eine zentrale Leitungsposition: Die Bildungsforscherin ist neue Direktorin an dem Institut, was mit der Leitung einer der fünf Abteilungen und einem Sitz im Vorstand verbunden ist. Zugleich wird sie in Kooperation mit dem DIPF auf die Professur für „Psychologie mit dem Schwerpunkt Bildung und Entwicklung“ an der Goethe-Universität Frankfurt berufen.
„Unsere Forschung wird sich weiterhin auf die individuelle kindliche Entwicklung konzentrieren, allerdings die Rolle der Bildungskontexte wie Familie, Kita und Schule stärker beleuchten“, erläutert Yvonne Anders die Ausrichtung ihrer Abteilung am DIPF, die in „Entwicklung in Bildungskontexten“ (EnBi) umbenannt wird. Das Interesse gelte dabei Kindern in den ersten zehn Lebensjahren, einen besonderen Fokus lege sie selbst auf das Alter bis sechs Jahre, so die Forscherin. Schwerpunkte bilden Fragen von Bildungsqualität, Diversität und Chancengerechtigkeit, die professionellen Kompetenzen frühpädagogischer Fachkräfte, der Übergang von der Kita zur Grundschule und die Digitalisierung. Von quantitativen Ansätzen ausgehend wird die Abteilung weiterhin verschiedene Methoden kombinieren. Neben einem hohen theoretischen Anspruch soll der Transfer von Wissen sowie der Austausch zwischen der Forschung auf der einen und Praxis, Politik und Öffentlichkeit auf der anderen Seite eine zentrale Rolle spielen – etwa durch Praxismaterialien, Weiterbildungen, Elternangebote, digitale Programme und bildungspolitische Beratung.
Am DIPF und an der Goethe-Universität Frankfurt ist man hocherfreut über die Neubesetzung:
„Mit Yvonne Anders gewinnt das DIPF eine herausragende Wissenschaftlerin, die mit ihrer Forschung maßgebliche Impulse für das Verständnis kindlicher Entwicklung setzt. Ihre Perspektive auf frühkindliche Bildungsprozesse und deren gesellschaftliche Bedeutung ist ein zentraler Baustein, um die strategische Weiterentwicklung des DIPF voranzutreiben und neue Wege für eine chancengerechte Bildung von Anfang an zu eröffnen“, unterstreicht Prof. Dr. Kai Maaz, Geschäftsführender Direktor des DIPF.
„Ich gratuliere Yvonne Anders herzlich zu ihrer Berufung! Als Direktorin am DIPF und gemeinsam berufene Professorin an der Goethe-Universität wird sie entscheidend dazu beitragen, die langjährige und erfolgreiche Kooperation beider Institutionen auf dem Gebiet der Bildungsforschung weiter zu vertiefen“, so Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität.
Werdegang von Yvonne Anders:
Yvonne Anders kommt von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, wo sie als Professorin für „Frühkindliche Bildung und Erziehung“ tätig war und auch die wissenschaftliche Ko-Leitung der Säule „Lernumwelten“ des Nationalen Bildungspanels (NEPS) innehatte. Dort verantwortete sie zudem zahlreiche wissenschaftliche Projekte im Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der fachlichen Arbeit von Kitas. Ihrer neuen Aufgabe blickt die Wissenschaftlerin mit großer Vorfreude entgegen: „National wie international ist das DIPF für seinen interdisziplinären und gleichermaßen grundlagen- wie anwendungsorientierten Blick auf Bildung bekannt. Mit innovativer Forschung möchte ich dazu beitragen, diesen umfassenden Ansatz weiter voranzubringen.“ Vor ihrer Tätigkeit in Bamberg war Anders Professorin für „Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Frühkindliche Bildung und Erziehung“ an der Freien Universität Berlin. Die promovierte Psychologin habilitierte in den Fächern „Pädagogische Psychologie“ und „Empirische Bildungsforschung“. Sie ist unter anderem Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der KMK und der Expertenkommission der Bundesregierung zu Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt.
Forschungsvorhaben am DIPF:
Professorin Anders gehört zum Leitungskreis des wissenschaftlichen Konsortiums der Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE) und verantwortet zudem ein BRISE-Teilprojekt zur Interaktionsqualität in Familie und Kita. Diese Aktivitäten setzt sie in ihrer neuen Funktion fort und stärkt damit den bereits laufenden Beitrag des DIPF zu der Initiative. Auch die führende Beteiligung von Yvonne Anders an der Evaluation des Landesprogramms „Sprachfit“ in Baden-Württemberg erfolgt nun vom DIPF aus. Als Direktorin an dem Leibniz-Institut folgt die Forscherin auf Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, der diese Funktion rund 18 Jahre ausgefüllt und dabei Meilensteine der Institutsentwicklung vorangetrieben hat. Dazu gehörte die Gründung des Forschungszentrums „IDeA“ (Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk), das Entwicklungs- und Lernprozesse bei Kindern mit Bildungsrisiken untersucht. Die Koordination und die Labore von IDeA bleiben als Servicestrukturen unter der neuen Führung eine maßgebliche Aufgabe der DIPF-Abteilung. Marcus Hasselhorn übergibt außerdem seinen Platz im „Scientific Board“ des IDeA-Zentrums an Yvonne Anders. Weitere große Projekte der Abteilung, etwa die Beteiligung am Forschungszentrum DYNAMIC, das neue Wege der Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen mithilfe dynamischer Netzwerkmodelle untersucht, werden ebenso fortgeführt.
Pressekontakt:
• Philip Stirm, DIPF, +49 (0)69 24708-123, p.stirm@dipf.de
• Dr. Dirk Frank, Goethe-Universität, +49 (069 798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Über das DIPF:
Das DIPF ist das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit Standorten in Frankfurt am Main und in Berlin. Es will dazu beitragen, Herausforderungen in der Bildung und für das Erforschen von Bildung zu bewältigen. Dafür unterstützt das Institut Schulen, Kindertagesstätten, Hochschulen, Wissenschaft, Verwaltung und Politik mit Forschung, digitaler Infrastruktur und Wissenstransfer. Übergreifendes Ziel all dieser Aktivitäten und Angebote ist eine qualitätsvolle, verantwortliche, international anschlussfähige und Gerechtigkeit fördernde Bildung, die zudem bestmöglich erforscht werden kann. http://www.dipf.de
Über die Goethe-Universität Frankfurt:
Die Goethe-Universität ist eine weltoffene Werkstatt der Zukunft mitten in Europa. Sie entstand 1914 als Gründung Frankfurter Bürger und knüpft seit 2008 als Stiftungsuniversität wieder an diese Tradition an: als autonome Bürger*innen-Universität eingebettet in die Stadtgesellschaft und mit einem hohen Maß an gesellschaftlicher Teilhabe und Förderung. Die Goethe-Universität gehört mit mehr als 40.000 Studierenden zu den größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands und zu den größten Arbeitgebern in Frankfurt.
Die Goethe-Universität ist eine international aufgestellte Volluniversität, die sich durch exzellente Forschungsschwerpunkte in sechs interdisziplinären, fachbereichsübergreifenden Profilbereichen ebenso auszeichnet wie durch die Vielfalt ihrer Fächer in Geistes-, Sozial-, Gesellschafts-, Natur- und Lebenswissenschaften und Medizin. Mit der TU Darmstadt und der Universität Mainz bildet sie das Bündnis Rhein-Main-Universitäten (RMU). Sie gehört den „German U15“ an, dem Zusammenschluss der 15 forschungsstärksten medizinführenden Universitäten Deutschlands, und bildet zusammen mit 15 außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet das Wissenschaftsnetzwerk „Frankfurt Alliance“. http://www.goethe-universitaet.de
Prof. Dr. Yvonne Anders, +49 (0)69 24708-450, y.anders@dipf.de
Prof. Dr. Yvonne Anders (DIPF)
Quelle: Kay Herschelmann
Copyright: Kay Herschelmann
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Pädagogik / Bildung, Psychologie
überregional
Personalia
Deutsch

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