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13.01.2026 11:37

Hochschulen in Rheinland-Pfalz erhalten Promotionsrecht für forschungsstarke Fachrichtungen

Dipl.-Kfm. Wolfgang Knerr Hochschulkommunikation
Hochschule Kaiserslautern

    Besonders forschungsstarke Fachrichtungen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Rheinland-Pfalz erhalten künftig das Promotionsrecht in drei hochschulübergreifenden Promotionsclustern. Auch die Hochschule Kaiserslautern (HSKL) gehört zu diesem Kreis, koordiniert dabei das Promotionscluster Medical & Environmental Life Sciences und ist an weiteren Promotionsclustern beteiligt.

    Hochschulen in Rheinland-Pfalz erhalten Promotionsrecht für forschungsstarke Fachrichtungen

    Die Hochschulen in Rheinland-Pfalz erreichen einen bedeutenden Meilenstein: Mit der Entscheidung und Bekanntgabe des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) erhalten besonders forschungsstarke Fachrichtungen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Rheinland-Pfalz künftig das Promotionsrecht in drei hochschulübergreifenden Promotionsclustern. Die Hochschule Kaiserslautern (HSKL) koordiniert dabei das Promotionscluster Medical & Environmental Life Sciences, an dem sich aktuell die Hochschulen Kaiserslautern, Bingen, Koblenz und Trier beteiligen.

    Mit dem Promotionsrecht können qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre Promotion künftig direkt an den HAWen absolvieren. Die HSKL bringt dafür langjährige Erfahrung in der Betreuung kooperativer Promotionen mit: Aktuell begleitet sie rund 45 Promovierende, davon 16 in den thematischen Schwerpunkten des neuen Promotionsclusters. Zur Sicherung der hohen Qualität wurden umfassende Unterstützungs- und Qualifizierungsstrukturen aufgebaut.

    Die forschungsstarke Ausrichtung der Hochschule zeigt sich insbesondere in den vier etablierten Forschungsschwerpunkten. Am Standort Zweibrücken steht der Schwerpunkt „Integrierte Miniaturisierte Systeme“ (IMS) im Fokus. Hier werden unter anderem innovative Bio- und Sensorsysteme entwickelt, die beispielsweise in der medizinischen Diagnostik, der Wirkstoffforschung oder im Gesundheitsmonitoring eingesetzt werden können. Moderne Forschungsinfrastrukturen wie Reinraum sowie biomedizinische, chemische und analytische Labore ermöglichen die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschenden aus Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Technik.

    An den Standorten Pirmasens und Kaiserslautern bündelt der Forschungsschwerpunkt „Sustainable Materials, Products and Processes“ (STAMP) die Aktivitäten in den Bereichen Biotechnologie und angewandte Pharmazie. Ziel ist es, nachhaltige Materialien, Produkte und Prozesse zu.

    Ein weiteres Beispiel für die enge Verzahnung von Forschung und Praxis ist der Weincampus Neustadt, der gemeinsam mit Partnerhochschulen und regionalen Einrichtungen aufgebaut wurde. Hier wird an nachhaltigen Fermentationstechnologien, moderner Diagnostik und digitalen Lösungen für die Weinproduktion geforscht – mit dem Ziel, Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

    Die Leistungsfähigkeit der HSKL wird durch zahlreiche erfolgreich eingeworbene Drittmittelprojekte unterstrichen, die unter anderem von Bundesministerien, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union und Stiftungen gefördert werden. Aktuelle Projekte befassen sich beispielsweise mit neuartigen Biosensoren, Immuntherapien, dem schnellen Nachweis von Viren sowie dem Einsatz künstlicher Intelligenz in den Lebenswissenschaften. Auch Zukunftsthemen wie Demenzforschung oder nachhaltige Mikrosensorik stehen im Fokus.

    Neben dem Promotionscluster „Medical & Environmental Life Sciences“ starten in Rheinland-Pfalz zwei weitere hochschulübergreifende Promotionscluster mit Promotionsrecht: „Angewandte Informatik“ (koordiniert durch die Hochschule Trier) sowie „Nachhaltige Technik und Naturwissenschaften“ (koordiniert durch die Hochschule Koblenz), an denen die Hochschule Kaiserslautern ebenfalls mit Professorinnen und Professoren aktiv beteiligt ist. Die Beurteilung der Promotionscluster erfolgte durch eine unabhängige Expertenkommission unter Vorsitz von Prof. Dr. Christian Facchi (Wissenschaftsrat). Bewertet wurden unter anderem das Forschungsprofil, die organisatorischen Strukturen, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit sowie die Betreuungserfahrung in der Promotion. Die Entscheidung wurde vom MWG am 12.01.2026 in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

    Mit dem Promotionsrecht und der aktiven Beteiligung an mehreren Promotionsclustern stärkt die Hochschule Kaiserslautern ihre Rolle als leistungsfähiger Forschungsstandort und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in Medizin, Umwelt- und Lebenswissenschaften sowie nachhaltiger Technologieentwicklung und damit zur Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Rheinland-Pfalz.

    Zur offiziellen Pressemitteilung des Ministeriums: https://mwg.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/wissenschaft-drei-promotion...


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Peter Starke, Vizepräsident für Forschung +++ 0631-3724-2389 +++ Peter.Starke@hs-kl.de
    Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer +++ Tel: 0631-3724-5418 +++ KarlHerbert.Schaefer@hs-kl.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

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