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13.01.2026 14:32

MHH realisiert 2025 mehr Organspenden

Inka Burow Stabsstelle Kommunikation
Medizinische Hochschule Hannover

    Ein interprofessionelles Team erreicht 2025 dank qualitätsgesicherter Prozesse ein bundesweit führendes Ergebnis.

    Im Jahr 2025 konnte an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bei 15 Verstorbenen der dokumentierte oder mutmaßliche Wunsch nach einer Organspende umgesetzt werden. Dieses Ergebnis übertrifft die langjährige Durchschnittszahl deutlich. Vergleichbare Spenderzahlen hatte die MHH zuletzt vor über zehn Jahren erreicht. Die MHH zählt damit bei Organspenden zu den zehn führenden Universitätskliniken Deutschlands. „Dieses Ergebnis ist dem interprofessionellen Team der Transplantationsbeauftragten und den Mitarbeitenden auf den Intensivstationen und im Operationsbereich zu verdanken“, sagt MHH-Vizepräsident Professor Frank Lammert, zuständig für das Ressort Krankenversorgung und verantwortlich für die Organspende-Beratung in der MHH. „Mit ihrer fachlichen Kompetenz und Empathie ermöglichen sie die Organspenden – im Klinikalltag eine besondere Herausforderung. 2026 konnte das Team bereits zwei weitere Organspenden durchführen.“

    Steigende Spenderzahlen sind ein wichtiges Signal, aber kein Selbstzweck

    Trotz positiver Einstellung der Bevölkerung bleibt die deutsche Spenderquote im internationalen Vergleich niedrig. Im Falle eines Hirntodes müssen Angehörige oft allein entscheiden, weil die Haltung der Verstorbenen zur Organspende unbekannt ist. „Organspende beginnt mit Zuhören“, erklärt Dr. Frank Logemann, MHH-Transplantationsbeauftragter. „Entscheidend für die Qualität unserer Arbeit ist, den Willen der potenziellen Spender und Spenderinnen unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Kriterien umzusetzen. Im Mittelpunkt steht, die Angehörigen zu beraten und vor zusätzlichem Trauma zu schützen. Sie müssen den Verlust eines nahestehenden Menschen verarbeiten und trotzdem eine Entscheidung für oder gegen Organspende treffen.“

    Wille im Organspenderegister festhalten

    In Deutschland kann man frei entscheiden, ob man Organe spendet. Der Gesetzgeber hat Maßnahmen eingeführt, um die Bevölkerung umfassend zu informieren, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese im Organspende-Register oder auf einem -Ausweis festzuhalten. „Besonders zuverlässig ist das 2025 eingeführte Organspende-Register, in dem Bürgerinnen und Bürger ihren Willen hinterlegen können“, sagt Dr. Logemann. In dem Register kann festgelegt werden, ob man Organe spenden möchte, ob Angehörige entscheiden sollen und gegebenenfalls welche Organe oder Gewebe entnommen werden dürfen.

    Die Intensivstationen in Deutschland prüfen im Falle eines irreversiblen Hirnfunktionsausfalls, ob ein Eintrag im Register vorliegt – und nur dann wird geprüft. „Wir empfehlen allen Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich, ihren Willen im Organspende-Register zu hinterlegen. Alles, was dafür benötigt wird, ist ein Smartphone oder Computer, eine aktivierte eID des Personalausweises oder die App der Krankenkasse“, erklärt Dr. Logemann. „Mit dem Eintrag entlasten Sie auch Ihre Angehörigen vor einer möglicherweise schwierigen Situation.“

    Deutschlandweite Organspende

    Laut der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) gab es 2025 bundesweit 985 Organspenden, im Vorjahr waren es 953 Spenden. Mehr als 8.000 Menschen stehen derzeit in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten von ihnen warten auf eine Spenderniere. Mit den Organen eines Organspenderin oder eines
    -spenders kann im Durchschnitt drei Menschen auf der Warteliste durch eine Transplantation geholfen werden.

    SERVICE

    Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Frank Logemann, Logemann.Frank@mh-hannover.de.


    Bilder

    Ein ausgefüllter Organspende-Ausweis rettet Leben.
    Ein ausgefüllter Organspende-Ausweis rettet Leben.

    Copyright: Karin Kaiser/MHH.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


     

    Ein ausgefüllter Organspende-Ausweis rettet Leben.


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