Blickfang oder Schandfleck? Brücke oder Mauer? Passage oder Schlaglochpiste? Am Donnerstag, 29.01., rückt das h_da Dialog-Forum die gebaute Umwelt in den Fokus – und deren Auswirkungen auf die Menschen. „Demokratie bauen: Wie Design und Infrastruktur Menschen verbinden können“ ist der Abend am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt (h_da) auf der Mathildenhöhe überschrieben. Dabei diskutieren Forschende der h_da mit Michael Kolmer, Planungsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, und dem Publikum.
Ab 18 Uhr erleben interessierte Bürgerinnen und Bürger Kurzvorträge und eine prominent besetzte Diskussionsrunde. Der Abend widmet sich unter anderem den Fragen: Was sagt die Qualität der Infrastruktur über den Zustand der Demokratie aus? Wann wirkt gebaute Umwelt inklusiv und beteiligungsfördernd, wann ausgrenzend? Wie lässt sich das stadtplanerisch beeinflussen?
Fehlt uns im Alltag auch meist die Zeit, uns unsere gebaute Umwelt bewusst zu machen, ist sie doch allgegenwärtig – und erreicht zumindest unser Unterbewusstsein. Beispiele können sein: der Zustand von Straßen, Brücken und öffentlichen Bauwerken, das Vorankommen von Bauprojekten, die Gestaltung von Parks und Spielplätzen oder das Vorhandensein von Schwimmbädern und Bibliotheken. Wie wirkt sich all das auf uns aus? Wie beeinflusst das unsere Meinung über den Zustand der Demokratie und unser Vertrauen in sie? Und: Befeuert vernachlässigte Infrastruktur tatsächlich politischen Extremismus in der Bevölkerung?
An der Suche nach Antworten beteiligen sich Prof. Dr. Gesa Foken (Verantwortung im Design), Prof. Dr. Mario Rund (Soziale Arbeit im Gemeinwesen) und Dr. Eszter Tóth (Kinderfreundliche und ko-kreative Stadtentwicklung) von der h_da. Als Gast wird Michael Kolmer, Planungsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, einen Impulsvortrag beisteuern und mitdiskutieren. Simon Vogt, bekannt unter anderem vom Talk-Format „arte saloon“, moderiert den Abend.
Die Einbindung des Publikums ist erneut fester Bestandteil des h_da Dialog-Forums. Im zweiten Teil der Diskussionsrunde können die Gäste ihre Fragen einbringen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch die Sparkasse Darmstadt und die Controlware Stiftung (Dietzenbach). Der Abend endet beim Get-together mit Getränken und Brezeln um etwa 20 Uhr. Weitere Informationen sowie den Anmeldelink gibt es unter https://h-da.de/hochschule/dialog-forum/.
Das 2020 vom Servicezentrum Forschung und Transfer (SFT) der Hochschule Darmstadt gestartete h_da Dialog-Forum führt Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung mit Wissenschaft und Gesellschaft zusammen. Seit Dezember 2025 und bis April 2026 widmen sich drei h_da Dialog-Foren dem Leitmotiv „Demokratie gestalten“. Anlass ist die Auszeichnung von Frankfurt und Rhein-Main als „World Design Capital“ 2026, die unter dem Motto „Design for Democracy“ steht. Schauplatz ist jeweils das Foyer des Fachbereichs Gestaltung auf der Mathildenhöhe (Olbrichweg 10), wo die h_da Industrie- und Kommunikationsdesignerinnen und -designer ausbildet. Die erste der drei Veranstaltungen der Reihe, „Demokratie im Netz: Zwischen Desinformation und Technophobie“, besuchten am 4.12. 2025 rund 60 Gäste.
Hochschule Darmstadt (h_da)
Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.000 Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.
Website h_da: https://h-da.de
Website EUT+: https://www.univ-tech.eu
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Bauwesen / Architektur, Gesellschaft, Kunst / Design
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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