idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
30.09.2004 10:00

Gemeinsam im Kampf gegen Prostatakrebs

Bettina-Cathrin Wahlers Pressestelle der DGU
Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

    Konferenz des Deutschen Prostatakarzinom-Konsortiums auf dem Petersberg

    Bonn. Rund 30.000 Männer in Deutschland erkranken jährlich an Prostatakarzinom.
    Damit ist diese Krebsart mit Abstand die häufigste bei Männern. Die Heilungschancen sind zwar überwiegend gut,
    aber das variiert je nach der Art des Karzinoms. Wie es zu dazu kommt, dass bei einem Mann das Karzinom sich nur langsam ausbreitet und kaum Beschwerden verursacht, während andere Patienten mit Karzinomen in der Vorsteherdrüse rasch aggressive Metastasen entwickeln, ist noch ungeklärt.
    Und auch die Ursachenforschung wirft noch Fragen über Fragen auf.
    Möglicherweise spielt eine genetische Veranlagung eine Rolle bei der Entstehung des Prostatakarzinoms. Kleine Strukturabweichungen in Genen, die für den Hormonstoffwechsel sowie die Reparatur der körpereigenen DNS verantwortlich sind, erhöhen nach derzeitigem Wissensstand das Krebsrisiko.
    Doch das allein sind nur Teilantworten im Rätsel um das Prostatakarzinom.
    Um Antworten auf all die noch offenen Fragen gemeinsam näher zu kommen und so Therapie und Heilungschancen für die Patienten zu verbessern, haben sich eine Reihe von Wissenschaftlern aus Universitätskliniken und Instituten, die im Bereich der Urologie, Pathologie, klinischen Chemie und Genetik arbeiten sowie aus Grundlagenforschungseinrichtungen (Deutsches Krebsforschungszentrum, Max-Planck-Institut) zum Deutschen Prostatakarzinom-Konsortium (DPKK) zusammengeschlossen (Internetseite: www.dpkk.de).
    Nur von einem Verbund mit vielen Experten, so die Überzeugung der auf 13 Standorte verteilten Wissenschaftler, können heute wesentliche Fortschritte in der Prostatakrebsforschung erwartet werden.
    "Durch eine stringente Standardisierungs-Strategie und die Bündelung der Forschungsaktivitäten mehrerer Standorte sowohl klinischer wie grundlagenwissenschaftlicher Arbeitsgruppen stellt unser Verbund eine große Chance in der Prostatakarzinomforschung in Deutschland dar, in der ein Gesamtkonzept weit mehr darstellen kann als die Summe der Einzelprojekte", sagt Professor Dr. Nicolas Wernert, Pathologe von der Universität Bonn.
    Das DPKK möchte in Deutschland eine derartige inhaltlich konzertierte und methodisch standardisierte Forschung erreichen. Dazu gehören kontrollierte Standards sowie mit Einwilligung der Patienten eine gemeinsame Gewebe- und Datenbank, gemeinsame methodische Plattformen und eine zentral gestützte bioinformatische Auswertung der Resultate.
    Am 8. und 9. Oktober 2004 werden auf dem Bonner Petersberg bei einer Konferenz und dem zweiten Workshop des DPKK neue Forschungsergebnisse und Vorhaben vorgestellt, die den Weg für eine bessere Kommunikation zwischen Grundlagenforschern, Klinikern, jungen und altgedienten Wissenschaftlern sowie Ärzten und Patientenvertretern ebnen soll.
    Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft von Professor Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

    Prof. Dr. med. Nicolas Wernert
    Tel.: 0228 - 287-5371
    nicolas.wernert@ukb.uni-bonn.de

    oder an die

    DGU-Pressestelle:
    Bettina-Cathrin Wahlers
    Tel.: 040 - 79 14 05 60
    pressestelle@wahlers-pr.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dpkk.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay