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21.01.2026 08:59

Bezahlbare und zukunftsfeste Energieversorgung für den Gewerbestandort Rothe Erde in Aachen

Kosta Schinarakis Pressestelle
Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG

    Gewerbe- und Industriegebiete benötigen eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung und sichern so Produktion und Arbeitsplätze langfristig. Die Stadt Aachen möchte ihr Gewerbe- und Industriestandort Rothe Erde zukunftsfest aufstellen und dort wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Klimaschutz sowie Stadtverträglichkeit miteinander verbinden. Sie beauftragt nun die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG damit, ein integriertes Energiekonzept zu erarbeiten und zu prüfen, wie sich CO2-arme und regionale Energiequellen ebenso wie moderne Energietechnologien einbinden lassen.

    »Die Transformation von Gewerbe- und Industriegebieten ist ein zentrales Element der Energiewende«, erklärt Anette Anthrakidis, Projektleiterin am Fraunhofer IEG. Damit Wärme und Strom für die Produktion nicht stockt, braucht es zukunftsfeste Konzepte, die die Synergien der vorhandenen Energiepotenziale nutzen. »Die Anforderungen sind hoch, zugleich bieten sich große Chancen. Mit den richtigen Weichenstellungen lassen sich Standorte nachhaltig stärken und im Wettbewerb zukunftsfähig positionieren.«

    »Mit dem Energiekonzept für Rothe Erde wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass industrielle und gewerblich-produzierende Unternehmen auch künftig verlässlich, bezahlbar und klimafreundlich mit Energie versorgt werden«, sagt Dieter M. Begaß, Leiter des Fachbereichs für Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa der Stadt Aachen. »Rothe Erde soll sich zu einem Modellstandort für urbane Produktion entwickeln, der wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Klimaschutz und Stadtverträglichkeit miteinander verbindet«, so Begaß weiter.

    Der Aachener Stadtteil Rothe Erde ist seit über einem Jahrhundert industriell geprägt und befindet sich aktuell in einem tiefgreifenden Wandel. Spätestens mit der Schließung des Reifenwerks der Continental AG Ende 2022 steht das Gebiet vor umfassenden strukturellen Veränderungen. Ziel der Stadt Aachen ist es, den Standort zu einem urbanen, innovativen und zugleich stadtverträglichen Gewerbe- und Industriestandort mit produktionsorientiertem Schwerpunkt weiterzuentwickeln. Für das Projekt »Vision 2025+ – Modellstandort für urbane Produktion« hatte das Land Nordrhein-Westfalen der Stadt Aachen Fördermittel in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro bewilligt.

    In diesem Rahmen erarbeitet nun das Fraunhofer IEG in einem sechsmonatigen Projekt ein Energiekonzept für das Industrie- und Gewerbegebiet Aachen Rothe Erde, insbesondere für den Bereich zwischen Hüttenstraße, Philipsstraße und Eisenbahnweg. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen im Gebiet legt das Konzeptteam das Konzept flexibel an und berücksichtigt – wo erforderlich – szenariobasierte Annahmen zu zukünftigen Energieverbräuchen und Erzeugungsstrukturen.

    »Ein zentraler Baustein des Projekts ist die aktive Einbindung der ansässigen Unternehmen, um sicherzustellen, dass passgenaue tragfähige Lösungen erarbeitet werden, die den Standort zukunftsfähig und resilient machen«, so Toni Lancé, Leiterin der Abteilung Strukturförderung bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen. »Wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Betrieben vor Ort. Ihre Ideen und Ansprüche sollen in das Konzept einfließen und beitragen, den Standort resilient und zukunftsfest zu machen«, ergänzt Anthrakidis vom Fraunhofer IEG.

    Die Arbeit des Konzeptteams startet mit einer Bestandsaufnahme der bestehenden Energieinfrastrukturen unter Berücksichtigung bereits geplanter Vorhaben. Darauf aufbauend analysieren die Expertinnen und Experten aktuelle Trends und Potenziale marktverfügbarer Energietechnologien – etwa Geothermie, Stromspeicher oder intelligente Gebäudeautomation. Die Ergebnisse münden in ein Transformationsszenario, dessen Maßnahmen das Projektteam in Steckbriefen systematisch aufbereitet. Diese enthalten unter anderem Angaben zu Zeithorizonten, rechtlichen Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten. Die erarbeiteten Ergebnisse stehen nach Projektabschluss der Stadt Aachen sowie den beteiligten Akteuren am Standort zur Verfügung.

    Mehr zum Team am Fraunhofer IEG
    https://www.ieg.fraunhofer.de/de/forschungsthemen/integrierte-planung-infrastruk...

    Mehr zum Projekt der Stadt Aachen
    https://www.aachen.de/wirtschaft-wissenschaft/wirtschaftsstandort/standorte-in-a...
    https://www.umweltwirtschaft.nrw.de/aktuelles/meldungen/details/land-foerdert-vi...

    Weitere Informationen finden Sie unter: www.ieg.fraunhofer.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Anette Anthrakidis, anette.anthrakidis@ieg.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    https://www.ieg.fraunhofer.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Bauwesen / Architektur, Energie, Geowissenschaften, Maschinenbau
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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