Das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) hat vom kanadischen Philanthropen und Unternehmer Garrett Camp eine Spende in Höhe von 5 Millionen Euro erhalten, um KI als vertrauenswürdige, menschenzentrierte Technologie zum Wohle der Gesellschaft voranzubringen. Das Engagement des ISTA für verantwortungsvolle KI in Verbindung mit seinem Fokus auf Spitzenforschung und interdisziplinäre Kultur machen es zum perfekten Ort, um dieses Ziel zu verfolgen.
Camp – der als Philanthrop unter anderem die gemeinnützige Forschungsorganisation Camp.org gegründet hat und Mitbegründer der Fahrdienst-App Uber ist – besuchte am 13. Jänner den ISTA-Campus, um die Spendenvereinbarung mit ISTA Präsident Martin Hetzer und Managing Director Georg Schneider zu unterzeichnen.
„Mit dieser großzügigen Spende kann das ISTA seine Grundlagenforschung im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter ausbauen. Wir werden dabei auf unsere Stärken in den Bereichen Computerwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften zurückgreifen“, sagte Hetzer. „Die Spende hilft uns, KI-Forschung in einem breiten, interdisziplinären wissenschaftlichen Kontext voranzutreiben, unser Verständnis der Funktionsweise dieser Systeme zu vertiefen und ihre Grenzen zu untersuchen. Dies ist unerlässlich für die Entwicklung robuster und vertrauenswürdiger KI-Systeme, die sowohl für die Wissenschaft als auch für die Gesellschaft einen langfristigen Mehrwert bieten.“
Investition in zukünftige Durchbrüche
Für Camp spiegelt die Spende an das ISTA seine Überzeugung wider, dass die nächste Generation von KI-Durchbrüchen aus Ökosystemen kommen wird, die Genauigkeit, Zusammenarbeit und langfristige Wirkung anstelle von Geschwindigkeit und einer kurzfristigen Sicht priorisieren. Camps aktueller Fokus liegt auf der Förderung der KI-Entwicklung, die Menschen auf der ganzen Welt hilft, sich weiterzuentwickeln.
„Globale Lösungen erfordern globale Perspektiven und Zusammenarbeit“, sagte Camp.„Die Unterstützung des ISTA ist eine Investition in eine Gemeinschaft, die brillante Köpfe aus der ganzen Welt zusammenbringt, um vertrauenswürdige KI im Sinne der Menschheit weiter voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass Innovationen wachsen, dies aber gemeinsam mit Integrität, Transparenz und Respekt für menschliche Werte.“
Camp unterstützt schon seit Langem gemeinnützige Organisationen, die sich für den Aufbau verantwortungsvoller und vertrauenswürdiger KI-Technologie einsetzen. Die Spende an das ISTA ist jedoch seine erste Spende an eine europäische Forschungseinrichtung.
„Wir freuen uns sehr, dass wir dazu beitragen konnten, diese beiden Institutionen zusammenzubringen“, sagte Niklas Schmidt von Wolf Theiss Attorneys-at-Law. „Die Spende von Camp würdigt die Exzellenz der österreichischen Forschungslandschaft.“
ISTA als Zentrum der KI-Forschung
Die Arbeit des ISTA im Bereich KI ist breit gefächert und konzentriert sich auf die Entwicklung zuverlässiger, effizienter und wissenschaftlich fundierter Systeme. Zu den Schlüsselbereichen gehört vertrauenswürdige KI, wobei Forscher wie Christoph Lampert und sein Team nach grundsätzlichen Lösungen statt nur nach Bugfixes suchen, um die KI so sicherer, robuster, fairer und datenschutzkonformer zu machen.
Nachhaltige KI ist ein weiterer Schwerpunkt des ISTA, wobei die von Dan Alistarh geleitete Forschung darauf abzielt, KI-Modelle ressourceneffizienter und allgemein zugänglich zu machen. Francesco Locatello und sein Team arbeiten an kausaler KI, die KI-Systemen helfen soll, zu lernen, wie Ursachen zu Wirkungen führen, wie Handlungen Ergebnisse verändern und wie sich die Daten, auf die sie stoßen, im Laufe der Zeit verändern können.
Am ISTA ist Künstliche Intelligenz auch eng mit anderen Forschungsbereichen verknüpft. Dazu gehört experimentell orientierte KI für die Vorhersage von Proteinstrukturen. In diesem Bereich hat Alex Bronstein in Zusammenarbeit mit Paul Schanda eine Methode entwickelt, um das AlphaFold3-KI-Modell so zu „steuern”, dass es mit experimentellen Daten übereinstimmt. Monika Henzinger arbeitet derweil am datenschutzkonformen Training großer Sprachmodelle, während Marco Mondelli und seine Gruppe strenge Methoden entwickelt haben, um riesige Datensätze zu nutzen und komplexe Inferenzprobleme zu lösen.
Dank der Spende werden diese und andere ISTA-Forschende – darunter Krishnendu Chatterjee, Thomas Henzinger und Matthew Robinson – weiterhin zu einer KI-Forschung beitragen, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch sozial verantwortlich ist.
„Wir schätzen dieses transatlantische Vertrauen in die Forschungsmission des ISTA und in unsere Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Künstlichen Intelligenz sehr“, sagte Hetzer.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 hat das ISTA Wissenschafter:innen aus der ganzen Welt angezogen, die in rund 90 Gruppen Grundlagenforschung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik betreiben. Diese Zahl soll in den nächsten zehn Jahren auf 150 Gruppen steigen.
https://ista.ac.at/de/forschung/
Martin Hetzer, Präsident des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und Garrett Camp auf ...
Quelle: © ISTA
Copyright: © ISTA
Martin Hetzer, Präsident des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) und Garrett Camp bei ...
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Gesellschaft, Informationstechnik
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Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
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