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26.01.2026 10:00

Mit Monsterhilfe das Lernen unterstützen: Kostenloses Training für den Fremdsprachenunterricht

Anke Wilde Referat Kommunikation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

    Das jetzt veröffentlichte Trainingsprogramm „Mission Monsterhilfe“ unterstützt Lehrkräfte für Fremdsprachen dabei, ihren Schüler*innen wirksame und nachhaltige Strategien für das Vokabellernen zu vermitteln. Es wird zusammen mit der Lernplan-App „PROMPT“ angewendet und über mehrere Wochen in den Unterricht eingebettet. Sämtliche Materialien stehen als Open Educational Resources kostenfrei online zur Verfügung. Entwickelt wurde das Trainingsprogramm am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.

    „Gute Lernmethoden und -strategien sind für Schüler*innen sehr wichtig, um erfolgreich und selbstreguliert lernen zu können“, unterstreicht Dr. Jasmin Breitwieser, die am DIPF die Lernplan-App „PROMPT“ und das neue Trainingsprogramm mit entwickelt hat. Diese würden jedoch nicht automatisch erworben, sondern müssten erst erarbeitet werden, ergänzt die Wissenschaftlerin. Um das Training des selbstregulierten Lernens eng an den schulischen Alltag anzubinden, knüpft die „Mission Monsterhilfe“ an einen konkreten Fachinhalt an: das Vokabellernen. Denn dieses sei gerade für jüngere Schüler*innen häufig eine Herausforderung: „Oft beschäftigen sich die Kinder erst am Tag vor der Klassenarbeit mit den Vokabeln, mit dann wenig nachhaltigem Erfolg“, erläutert Dr. Breitwieser.

    Hier setzen die App und das Training an. Sie fokussieren darauf, Methoden für das Lernen zu vermitteln, deren Wirksamkeit auch wissenschaftlich nachgewiesen ist. „Dazu zählt zum Beispiel, kürzere und dafür häufigere Lerneinheiten in den Alltag einzubauen und dabei erprobte Strategien zu verwenden“, so die Lernforscherin. Auf diese Weise könnten die gelernten Vokabeln besser gefestigt werden. Ein besonderer Mehrwert des Programms liegt darin, dass die erlernten Strategien nicht auf das Vokabellernen beschränkt bleiben: Schüler*innen können sie auch auf andere Lerninhalte und Fächer übertragen und damit langfristig ihre Lernkompetenz insgesamt stärken.

    Besonders geeignet ist das Trainingsprogramm „Mission Monsterhilfe“ für den Fremdsprachenunterricht zu Beginn der 5. Klasse. Es läuft über zehn Wochen mit einem wöchentlichen Zeitaufwand von etwa 30 Minuten. Die Inhalte sind in eine Erzählstruktur eingebettet – mit einem Monster, das von den vielen neuen Vokabeln im Fremdsprachenunterricht heillos überfordert ist und nun Hilfe benötigt. In vier Missionen lernen die Schüler*innen, sich zunächst das Lernen einzuteilen, sich geeignete Ziele zu setzen, einen passenden Lernplan zu entwickeln und abschließend den Lernprozess zu reflektieren. Mit Hilfe von Arbeitsblättern und der PROMPT-App üben sie die neuen Strategien ein und vertiefen sie. Zusätzlich erhalten die Lehrkräfte zu jeder Mission ein umfangreiches Handout, in dem jeweils die Ziele und Hintergründe erläutert werden. „Zwar klingen zehn Wochen zunächst nach einer langen Zeit“, erläutert Dr. Breitwieser. „Diese Zeitspanne bietet jedoch die Gelegenheit, den Alltag für die erhöhten Anforderungen neu zu strukturieren und neue Abläufe zu entwickeln und zu festigen.“

    Entwickelt wurde das Trainingsmaterial im Rahmen des Forschungsprojekts „PROMPT – Prozesse selbstregulierten Lernens optimieren mittels digitaler Prompting-Techniken“. Zu den dabei entwickelten Instrumenten zählt „PROMPT – Die Lernplan-App“, die seit Februar 2025 über die gängigen Appdienste zur Verfügung steht. Mit ihrer Hilfe werden Schulkinder dabei unterstützt, eigene Lernpläne und -strategien zu entwickeln und nachhaltig anzuwenden. Die App wurde von den Forschenden schrittweise entwickelt: Ihre Wirksamkeit wurde in mehreren Stufen wissenschaftlich überprüft und die App entsprechend den Erkenntnissen angepasst. Erschienen sind im Rahmen des Projekts außerdem der Comic „Vom Lern-Muffel zum Lern-Ninja“ sowie das gleichnamige Video, in denen Schüler*innen ebenfalls wirksame Tipps zur Lernorganisation finden.

    Über das DIPF:
    Das DIPF ist das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit Standorten in Frankfurt am Main und in Berlin. Es will dazu beitragen, Herausforderungen in der Bildung und für das Erforschen von Bildung zu bewältigen. Dafür unterstützt das Institut Schulen, Kindertagesstätten, Hochschulen, Wissenschaft, Verwaltung und Politik mit Forschung, digitaler Infrastruktur und Wissenstransfer. Übergreifendes Ziel seiner Aktivitäten ist eine qualitätsvolle, verantwortliche, international anschlussfähige und Gerechtigkeit fördernde Bildung, die zudem bestmöglich erforscht werden kann. https://www.dipf.de

    Pressekontakt:
    Anke Wilde, +49 (0)69 24708-824, a.wilde@dipf.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Jasmin Breitwieser, +49 (0) 69 24708-375, j.breitwieser@dipf.de


    Weitere Informationen:

    https://prompt-lernplan.app/#informationen-fuer-lehrkraefte-und-eltern/einfach-i... - Weitere Informationen für Lehrkräfte
    https://prompt-lernplan.app/media/prompt_begleitmaterial_1.zip - Downloadlink für das komplette Trainingsprogramm
    - Link zum Video „Vom Lern-Muffel zum Lern-Ninja“


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Kulturwissenschaften, Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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