Im Rahmen des gestrigen Neujahrsempfangs am Campus Parsberg-Lupburg der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) hat Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat und Mitglied des Landtags, zum Start des Forschungsprojektes „SAAMIR – Submerged Arc Additive Manufacturing for Independent, Resource Efficient Production of Huge Metal Parts“ gratuliert. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft an den Forschungsstandort.
Vorhang auf für SAAMIR und SAARepair
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Forschungsvorhaben „SAAMIR” – Ein Projekt aus Mitteln des EFRE-Step-Programms. Ziel ist die Entwicklung eines ressourceneffizienten, additiven Fertigungsverfahrens zur Herstellung großformatiger Metallbauteile. Der Projektzeitraum erstreckt sich über 36 Monate und wird mit 958.722 Euro gefördert.
„Am Campus Parsberg-Lupburg wird mit modernster additiver Fertigung die Produktion der Zukunft gestaltet – innovativ, nachhaltig und energieeffizient! Als wichtiger Impulsgeber für Forschung, Entwicklung sowie Wirtschaft stärkt der Campus die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie, sichert Arbeitsplätze und fördert damit langfristigen Wohlstand in der Oberpfalz und ganz Bayern. Mit dem Projekt ‚SAAMIR‘ startet hier eine neue zukunftsweisende Initiative ‚Made in Bavaria‘ und stärkt Bayerns Spitzenposition als High-Tech-Standort für Innovation und nachhaltige Wertschöpfung!“, betonte Albert Füracker.
Darüber hinaus sprach Staatsminister Füracker gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Susanne Hierl im Rahmen des Empfangs ihre Glückwünsche zu einem weiteren, am Standort erfolgreich gestarteten Forschungsprojekt aus. „SAARepair“ ging am 1. Januar dieses Jahres an den Start. Hierbei handelt es sich um additives Unterpulverschweißen für die mobile Bauteilreparatur. Die Fördersumme beläuft sich auf 920.000 Euro und die geplante Laufzeit beträgt 18 Monate. Das Projekt wird vom THD-Campus Parsberg-Lupburg gemeinsam mit METROM Mechatronische Maschinen GmbH und M+W Maschinen- und Werkzeugbau GmbH bearbeitet. Ziel dieses Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer mobilen, hybriden Prozesskette zur wirtschaftlichen Reparatur großer, sicherheitsrelevanter Stahlbauteile.
Wie der Campus Parsberg-Lupburg die SAAM-Technologie prägte
Gastgeber der Veranstaltung war Prof. Dr.-Ing. Anton Schmailzl, Wissenschaftlicher Leiter des Forschungscampus. In seiner Begrüßungsrede stellte er das Forschungsgebiet am Campus vor und betonte den Stellenwert von Wertschöpfung in der Produktion. Einerseits soll produktive Wertschöpfungsketten durch Innovationen im Maschinenbau, der Werkstofftechnik und der Digitalisierung wettbewerbsfähiger gemacht werden. Andererseits braucht es neue Wertschöpfungsketten in der Produktion. Am Campus werden insbesondere neue additive Fertigungsprozesse für Großbauteile erforscht. Die Vision ist es, Großbauteile mit mehreren Metern Durchmesser und mehreren Metern Höhe auszudrucken, einfach nach Bedarf. Die Forschenden setzen hierbei auf etablierte Schweißtechnologien, welche zu additiven Fertigungsprozessen umgebaut und zielgerichtet für den Einsatz zur additiven Fertigung erforscht werden. Die SAAM-Technologie ist das Aushängeschild des Campus Parsberg-Lupburg. Der Prozess hinter der einzigartigen Technologie wurde im Rahmen eines Förderprojekts in Parsberg aus der Taufe gehoben. Er basiert auf dem Unterpulverschweißen, ein Verfahren, das seit Jahrzenten im Kraftwerks- und Schiffbau etabliert ist. Metallbauteile können so mit circa 20 Kilogramm pro Stunde ausgedruckt werden. Die erste Forschungsanlage entstand 2024 und basiert auf einer Fräsmaschine. In der Region könne sich eine neue Wertschöpfungskette etablieren: vom Drahthersteller bis Anlagenhersteller über den Anwender bis zum Endkunden. Das Verfahren sei besonders energie- und ressourcenschonend, sodass es für die Wertschöpfung in Deutschland langfristig ein sehr großes Potenzial haben könnte. Der Campus trägt den Innovationsgeist mit den Nachfolge-Projekten „SAAMIR“ und „SAARepair“ weiter in die nächste Runde.
Benjamin Fluhrer, M.Sc.
Telefon: 09492 / 8384-120
Mail: benjamin.fluhrer@th-deg.de
Die feierliche Übergabe der Förderbescheide vor der SAAM-Maschine, mit der alles begann.
Quelle: Verena Brandl
Copyright: THD
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter
Maschinenbau
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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