An der Technischen Hochschule Mannheim ist das Forschungsprojekt Safe3D gestartet. Ziel ist die Entwicklung erklärbarer KI-Verfahren für moderne Tiefenkameras, die in industriellen Umgebungen eingesetzt werden. Durch die Forschung sollen sichere und nachvollziehbare Methoden zur Objekterkennung entstehen, die unabhängig vom verwendeten Sensortyp funktionieren. Das Projekt wird am Forschungs- und Transferzentrum CeMOS durchgeführt und von Prof. Dr. Oliver Wasenmüller geleitet. Im Rahmen von Safe3D entsteht zudem eine Promotion, die über den Promotionsverband Baden-Württemberg betreut wird.
Mit Safe3D beginnt an der Technischen Hochschule Mannheim ein Forschungsprojekt, das sich den Herausforderungen moderner Tiefensensorik und Künstlicher Intelligenz widmet. Tiefenkameras sind in industriellen Anwendungen weit verbreitet, da sie präzise räumliche Informationen liefern. Während KI in vielen Bereichen große Fortschritte erzielt hat, existieren für die Verarbeitung von Tiefendaten bisher nur wenige spezialisierte Ansätze. Hinzu kommt, dass Tiefenkameras auf unterschiedlichen Messprinzipien basieren, was die Übertragbarkeit von KI-Methoden erschwert. Safe3D setzt an dieser Lücke an und erforscht Verfahren, die Objekte unabhängig vom Sensortyp nachvollziehbar erkennen können. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und hat ein Gesamtvolumen von rund 680.000 Euro.
Die wissenschaftliche Durchführung des Projekts liegt beim Forschungs- und Transferzentrum CeMOS der TH Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Oliver Wasenmüller. Unterstützt wird das Vorhaben von Pepperl+Fuchs SE – sowohl finanziell als auch durch fachliches Know-how aus der Abteilung Industrial Vision Sensors (IVS). Dadurch fließen praktische Erfahrungen aus der industriellen 3D-Sensorik in die wissenschaftliche Arbeit ein.
Ziel von Safe3D ist die Entwicklung neuer KI-Verfahren, die Tiefendaten unterschiedlicher Herkunft verarbeiten können. Dazu gehören Messprinzipien wie Time-of-Flight oder Musterprojektion. Die Forschung konzentriert sich darauf, robuste und übertragbare Modelle zu schaffen, die ein verlässliches Erkennen von Objekten ermöglichen. Ein weiterer Bestandteil ist die Erklärbarkeit dieser KI-Methoden. Die Entscheidungen der KI sollen nachvollziehbar und konsistent sein, was für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen eine entscheidende Voraussetzung darstellt. Mit den angestrebten Ergebnissen leistet Safe3D einen Beitrag zur Forschung rund um KI und Tiefensensorik. Die Entwicklungen können langfristig dazu beitragen, industrielle Prozesse sicherer zu gestalten und neue Maßstäbe für die Validierung und Nachvollziehbarkeit von KI-Verfahren zu setzen.
Die Technische Hochschule Mannheim forscht in einer Vielzahl von anwendungsorientierten Projekten wie diesem und gehört damit zu den forschungsstärksten Hochschulen im Land. Der Bereich „Künstliche Intelligenz und Digitalisierung“ ist einer von drei Forschungsschwerpunkten. Darüber hinaus unterstützt sie den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Durchführung von Promotionen. Im Projekt Safe3D wird eine Promotion über den Promotionsverband Baden-Württemberg durchgeführt.
Prof. Dr.-Ing. Oliver Wasenmüller
Versuchsaufbau mit Roboterarm und Tiefenkameras im Forschungsprojekt Safe3D
Quelle: Laurenz Reichardt
Copyright: Technische Hochschule Mannheim
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Elektrotechnik, Informationstechnik
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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