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27.01.2026 16:47

Botschafter der Schönheit

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    „Ambassadors of Beauty“ – Italienische Ausstellungen und die Kulturdiplomatie des faschistischen Regimes in den 1930er Jahren / Buchvorstellung und Diskussion am 10.02.2026 mit Matilde Cartolari im Kulturforum Berlin

    Sonderausstellungen gehören heute selbstverständlich zur musealen Praxis. Welche kulturpolitischen Interessen und machtstrategischen Ziele jedoch historisch mit ihnen verbunden waren, gerät dabei oft aus dem Blick. Dieser Frage widmet sich die Kunsthistorikerin Dr. Matilde Cartolari in ihrem neu erschienenen Buch „Ambassadors of Beauty. Italian Old Master Exhibitions and Fascist Cultural Diplomacy 1930–1940“, das am Dienstag, 10. Februar 2026, in Kooperation mit der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin vorgestellt wird.

    Ausgehend von ihrer Forschung untersucht Cartolari die groß angelegten Altmeister-Ausstellungen italienischer Kunst, die das faschistische Regime unter Benito Mussolini in den 1930er Jahren in Europa und den USA organisierte. Ikonische Werke der italienischen Kunstgeschichte reisten nach London, Paris, Belgrad und in die Vereinigten Staaten – nicht nur als kulturelle Highlights, sondern als gezielt eingesetzte Instrumente der faschistischen Kulturdiplomatie. Die Veranstaltung lädt dazu ein, über den Zusammenhang von Kunst, Politik und Propaganda sowie über Fragen der Zirkulation, Bewahrung und Instrumentalisierung von Kulturerbe nachzudenken.

    Über das Buch
    „Ambassadors of Beauty. Italian Old Master Exhibitions and Fascist Cultural Diplomacy 1930–1940“ ist 2026 bei De Gruyter erschienen. Das Buch zeigt, wie sich das italo-faschistische Regime das in Europa tief verankerte Ideal italienischer Kunst als Modell universaler Schönheit aneignete, um internationale kulturpolitische Beziehungen zu festigen. Diskutiert werden Ausstellungen als Schnittstellen von Kunsthistoriografie und Kunstmarkt, Restaurierung und Kulturgutschutz sowie von Nationalismus und Internationalismus. Zugleich zeichnet Cartolari die Entwicklung der faschistischen Kulturpolitik nach – vom kurzlebigen Triumphalismus der Äthiopienkampagne bis zum nie realisierten Prestigeprojekt der Weltausstellung E42.

    Die Publikation basiert auf der Dissertation der Autorin, die sie 2022 am Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne der TU Berlin unter Betreuung von Prof. Dr. Bénédicte Savoy abgeschlossen hat.

    Termin: Dienstag, 10. Februar 2026, 18.00–21.00 Uhr
    Ort: Kulturforum Berlin, Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz / Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

    Anmeldung: Eintritt frei. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt, daher wird eine Anmeldung bei den Staatlichen Museen zu Berlin empfohlen.

    Programm
    18:00 Uhr – Begrüßung und Einführung
    Dr. Dagmar Hirschfelder (Direktorin der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin)
    Dr. Neville Rowley (Kurator für frühe italienische Kunst, Gemäldegalerie)
    18:10 Uhr – Vortrag
    Dr. Matilde Cartolari (Zentralinstitut für Kunstgeschichte / LMU München)
    18:50 Uhr – Podiumsdiskussion
    mit Dr. Dagmar Hirschfelder, Dr. Neville Rowley und Dr. Matilde Cartolari
    Moderation: Prof. Dr. Bénédicte Savoy (Technische Universität Berlin)
    anschließend Diskussion mit dem Publikum
    19:30 Uhr – Empfang im Foyer
    mit themenbezogener Führung durch die italienischen Säle der Gemäldegalerie

    Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Technischen Universität Berlin mit der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und richtet sich an Fachpublikum ebenso wie an eine kulturhistorisch interessierte Öffentlichkeit.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
    Dr. Matilde Cartolari
    Zentralinstitut für Kunstgeschichte / LMU München
    E-Mail: m.cartolari@zikg.eu


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Kunst / Design
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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