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29.01.2026 14:28

KRITIS-Dachgesetz: Kompetenzaufbau zur Stärkung der Cybersicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen

Martin Käßler Presse und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

    Ilmenau, 29. Januar 2026 – Durch das heute verabschiedete KRITIS-Dachgesetz stehen Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) vor weitreichenden neuen Anforderungen. Cybersicherheit und physische Resilienz werden erstmals gleichwertig und verbindlich geregelt. Für Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung bedeutet dies ein umfassendes Maßnahmenpaket, das technische, organisatorische und personelle Instrumente gleichermaßen umfasst. Das Fraunhofer IOSB-AST unterstützt dabei mit einem maßgeschneiderten Schulungsprogramm.

    Neben der NIS2 Richtlinie, die bereits seit Ende 2025 in deutsches Recht umgesetzt wurde und betroffene Organisationen zu einem systematischen und dokumentierten
    Cyber-Risikomanagement verpflichtet, rückt mit dem KRITIS Dachgesetz der Blick auf den sogenannten All Gefahren Ansatz: Es verpflichtet Betreiber Kritischer Anlagen, digitale und physische Schutzmaßnahmen gemeinsam zu betrachten. Neben Cyberangriffen werden damit auch Risiken wie Sabotage, Naturereignisse, technische Störungen oder operative Unterbrechungen adressiert. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen in zentralen Sektoren wie Energie, Verkehr oder Gesundheit zu Registrierung, Risikoanalysen und Resilienzplänen. Als kritisch gelten Anlagen, die mindestens 500.000 Menschen versorgen. Ziel ist es, die Resilienz Kritischer Infrastrukturen ganzheitlich zu stärken.

    Qualifikation als zentrale Voraussetzung für Compliance und Resilienz

    Beide Regelwerke machen deutlich: Die Wirksamkeit gesetzlicher Vorgaben hängt maßgeblich von qualifizierten Fachkräften, informierten Führungskräften und klaren organisatorischen Prozessen ab. Schulungen leisten hier einen zentralen Beitrag, indem sie regulatorische Anforderungen mit der betrieblichen Praxis verknüpfen.

    Am Lernlabor Cybersicherheit für die Energie und Wasserversorgung des Fraunhofer IOSB-AST werden Schulungsformate angeboten, die diesen ganzheitlichen Ansatz aufgreifen. Im Fokus steht nicht die Vermittlung abstrakter Vorgaben, sondern das praxisnahe Verständnis von Sicherheitsanforderungen in IT und OT Umgebungen sowie deren Zusammenspiel. Behandelt werden unter anderem typische Angriffsflächen an Schnittstellen zwischen Büro IT, Leit- und Steuerungstechnik und externen Zugängen, die Identifikation von Schwachstellen unter realistischen betrieblichen Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen wie Netzwerksegmentierung, Monitoring, Angriffserkennung und strukturierter Umgang mit Sicherheitsvorfällen (Incident Response).

    Durch diese praxisorientierte Ausrichtung werden Teilnehmende befähigt, regulatorische Anforderungen aus NIS2 und KRITIS Dachgesetz in konkrete technische und organisatorische Maßnahmen zu überführen und im eigenen Arbeitsumfeld umzusetzen.

    Lernen Sie die neusten F&E-Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit auch auf der E-world 2026 vom 10.–12.02.2026 auf dem Stand der Atos Information Technology GmbH in Halle 3/E131 kennen und treten Sie mit uns über Cybersicherheitslösungen und Schulungen für die Energiewirtschaft in den Austausch.
    Kontakt: Martin Käßler, martin.kaessler@iosb-ast.fraunhofer.de, Tel. +49 3677 461 128.


    Weitere Informationen:

    https://www.iosb-ast.fraunhofer.de/de/abteilungen/kognitive-energiesysteme/lernl...


    Bilder

    Das Lernlabor Cybersicherheit für die Energie- und Wasserversorgung
    Das Lernlabor Cybersicherheit für die Energie- und Wasserversorgung
    Quelle: Fraunhofer IOSB-AST / HADIFILM
    Copyright: Fraunhofer IOSB-AST / HADIFILM


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Das Lernlabor Cybersicherheit für die Energie- und Wasserversorgung


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