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02.02.2026 11:25

Wuppertaler Projekt zur Prävention von Radikalisierung in Schulen

Denise Haberger Pressestelle
Bergische Universität Wuppertal

    Ein neues Projekt der Bergischen Universität Wuppertal will verhindern, dass Jugendliche in Schulen radikalisiert werden. Ziel ist es, Resilienz zu stärken und soziale Integration zu fördern.

    Im Rahmen des Projekts kommt ein mehrstufiges Unterstützungsmodell (MTSS) zum Einsatz, das verschiedene Ansätze miteinander verknüpft. Dazu gehören Sozial-emotionales Lernen (SEL), das Schüler*innen in ihrer emotionalen Kompetenz und im Umgang mit anderen stärkt, schulweite positive Verhaltensförderung (SWPBS), die erwünschtes Verhalten unterstützt, sowie Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit.

    Potenzielle Risikofaktoren frühzeitig erkennen

    Lehrkräfte erhalten umfassende Schulungen, um potenzielle Risikofaktoren für Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Gleichzeitig unterstützt das Projekt Schüler*innen dabei, kritische Denkfähigkeiten und Leitungskompetenzen zu entwickeln. Ergänzend implementiert das Projekt von Schüler*innen selbst geführte Initiativen, die das Bewusstsein unter Gleichaltrigen schärfen, und etabliert professionelle Netzwerke von Lehrkräften, um den fachlichen Austausch zu fördern. Durch diese integrative Vorgehensweise bezieht das Projekt alle Beteiligten aktiv in die Umsetzung des Programms ein.

    Das EU-Projekt „Schoolwide Positive Behavior Support for Resilience Against Extremism“ (SESAME-RESIST) wird vom Pädagogischen Austauschdienst in der Kultusministerkonferenz mit rund 400.000 Euro gefördert und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt.

    Jugendliche stärken

    Projektleiter und Vorsitzender des Instituts für Bildungsforschung, Prof. Dr. Gino Casale, sagt: „Mit unserem Ansatz stärken wir Jugendliche dort, wo sie einen Großteil ihres Alltags verbringen – in der Schule – und helfen ihnen, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und extremistischen Einflüssen standzuhalten.“

    Mit seinen Mitarbeitenden von der Bergischen Universität Wuppertal – Aleksandra Stalmach, Esheref Haxhiu und Isidora Kojic – wird Casale im Rahmen des Projekts Schulen bei der Umsetzung unterstützen. Das Modell soll langfristig in Schulen in der gesamten EU eingesetzt werden können.

    Projektpartner aus vier Ländern

    Die Projektpartner aus Italien, Portugal, Spanien und den Niederlanden werden in enger Abstimmung zusammenarbeiten, sich etwa zweimal pro Jahr persönlich treffen und sich regelmäßig virtuell austauschen. Alle entwickelten Konzepte werden praxisnah umgesetzt und anschließend wissenschaftlich auf ihre Effektivität überprüft.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Gino Casale
    Telefon 0202/439-60110
    E-Mail gcasale@uni-wuppertal.de

    Aleksandra Stalmach
    E-Mail aleksandra.stalmach@uni-wuppertal.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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