Cybersicherheitsforschung mit Wirkung für Verteidigungsfähigkeit und technologische Souveränität
Am 2. Februar 2026 eröffneten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder das Innovationszentrum der Bundeswehr auf dem ehemaligen Fliegerhorst Erding. Der neue Standort markierte einen wichtigen Schritt hin zu einer stärker anwendungsbezogenen Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) nutzte Festakt zur Einordnung als Mittlerin im Innovationsökosystem zwischen Forschung, Wirtschaft und Bedarfsträgern zur technologischen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland beiträgt.
Mit der Eröffnung des Innovationszentrums der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Erding setzte die Bundeswehr am 2. Februar 2026 ein deutliches Signal für eine innovationsgetriebene Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius eröffnete den Standort: Zitat: „Hier begegnen sich Bundeswehr und Wissenschaft, Forschung und Industrie, Startups und etablierte Unternehmen aller Größenordnung. […] Die Bundeswehr wird sich aber, auch das ist klar, weiter öffnen. Wir werden Technologiecluster gezielt ansprechen […]. Kleine und Mittelständische Unternehmen sowie Startups erhalten dann neue Möglichkeiten zum Austausch, zur Projektbeteiligung und zum Wettbewerb um frische Ideen.“
Erding wird damit zu einem Ort, an dem Innovationsprozesse beschleunigt und Forschungsfragen enger mit den Anforderungen der Praxis verzahnt werden: „Auch das Cyber Innovation Hub und die Cyberagentur werden hier mit Elementen vertreten sein und ihre Erfahrungen den Austausch im Sinne eines echten Innovationsökosystems befördern. Und in diesem Ökosystem soll zusammenwachsen, was zusammengehört, […] und in natürlicher Symbiose miteinander interagieren“, ordnete Verteidigungsminister Boris Pistorius u.a. die Roller der Cyberagentur ein. Zukünftige Bedrohungen entwickelten sich dynamisch, klassische Entwicklungszyklen würden zu kurz greifen. Anwendungsnahe Forschung, die frühzeitig den späteren Einsatz mitdenkt, wird damit zu einem strategischen Faktor für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.
Im Anschluss richtete der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder ein Grußwort an die Gäste. Der neue Standort ist darauf ausgerichtet, technologische Entwicklungen frühzeitig zu erproben und konsequent am operativen Bedarf auszurichten. „Und deswegen ist dieses Zentrum heute […] ein Lichtblick. Es verbindet Technologie, es verbindet Innovation, es verbindet Bundeswehr.“
Die Cyberagentur brachte sich im Rahmen der Eröffnung gezielt in diesen Kontext ein. Ihr Ansatz, anspruchsvolle Forschungsprogramme entlang realer Bedarfe zu strukturieren, zielt darauf ab, Erkenntnisse und Technologien hervorzubringen, die sowohl militärisch als auch zivil nutzbar sind. Der Dual-Use-Gedanke ist dabei kein Nebeneffekt, sondern leitendes Prinzip: „Forschungsfragen werden so formuliert“, so die kaufmännische Geschäftsführerin, Bettina Bubnys im Gespräch mit Minister Pistorius, „dass sie ressortübergreifende Synergien ermöglichen und zugleich einen konkreten Nutzen für die Bundeswehr entfalten.“ Der enge Dialog mit der Bundeswehr als Bedarfsträger sei entscheidend, um Forschungsergebnisse wirksam in die Anwendung zu überführen.
In diesem Zusammenhang verwies Bettina Bubnys kurz auf die Planung eines Liaison-Büros der Cyberagentur in Erding. Dieses sei als flankierendes Instrument gedacht, um die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr weiter zu vertiefen und die Rolle der Cyberagentur als Mittlerin zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und staatlichen Akteuren zu stärken. Ziel sei es, anwendungsbezogene Forschungsfragen frühzeitig zu identifizieren und den Transfer von der Idee in die Nutzung zu beschleunigen.
Mit dem Informationsstand und einem virtuellen Rundgang durch ausgewählte Forschungsprogramme gab die Cyberagentur Einblicke in ihre Arbeit und verdeutlichte, wie Cybersicherheitsforschung entlang konkreter Bedarfe organisiert wird. Die Eröffnung des Innovationszentrums in Erding unterstrich damit den Anspruch, Innovation nicht als Selbstzweck zu begreifen, sondern als Beitrag zur technologischen Souveränität und zur langfristigen Sicherheitsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland.
Kontakt:
Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH
Große Steinstraße 19
06108 Halle (Saale)
Michael Lindner
Pressesprecher
Tel.: +49 151 44150 645
E-Mail: presse@cyberagentur.de
Hintergrund: Cyberagentur
Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) wurde im Jahr 2020 als vollständige Inhouse-Gesellschaft des Bundes unter der gemeinsamen Federführung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat durch die Bundesregierung mit dem Ziel gegründet, einen im Bereich der Cybersicherheit anwendungsstrategiebezogenen und ressortübergreifenden Blick auf die Innere und Äußere Sicherheit einzunehmen. Vor diesem Hintergrund bezweckt die Arbeit der Cyberagentur maßgeblich eine institutionalisierte Durchführung von hochinnovativen Vorhaben, die mit einem hohen Risiko bezüglich der Zielerreichung behaftet sind, gleichzeitig aber ein sehr hohes Disruptionspotenzial bei Erfolg innehaben können.
Die Cyberagentur ist Bestandteil der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland.
Der Cyberagentur stehen als Geschäftsführung Prof. Dr. Christian Hummert als Forschungsdirektor und Geschäftsführer sowie Bettina Bubnys als kaufmännische Geschäftsführerin vor.
Prof. Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius im Gespräch mit Bettina Bubnys, kaufm. Geschäftsführerin ...
Quelle: Cyberagentur
Copyright: Cyberagentur
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Informationstechnik, Politik, Wirtschaft
überregional
Kooperationen, Organisatorisches
Deutsch

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius im Gespräch mit Bettina Bubnys, kaufm. Geschäftsführerin ...
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