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03.02.2026 11:32

Biomediziner Ron Kikinis erhält International Excellence Award 2026 des KIT

Christian Könemann Kommunikation und Marketing
Karlsruher Institut für Technologie

    Ron Kikinis, Professor für Radiologie an der Harvard Medical School (HMS) in Boston, erhält den diesjährigen „International Excellence Award of KIT“ und das „Fellowship of SCHROFF Foundation“. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) würdigt damit den weltweit anerkannten Experten auf den Gebieten der medizinischen Bildverarbeitung, der bildgestützten Therapie und der biomedizinischen Informatik. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein bis zu sechsmonatiger Forschungsaufenthalt am KIT.

    Hinweis an die Redaktionen: Die Medien sind zu der Preisverleihung eingeladen, die am Dienstag, 10. Februar 2026, ab 17:00 Uhr im Senatsaal in Gebäude 11.30 am Campus Süd des KIT (Engelbert-Arnold-Str. 2, 76131 Karlsruhe) stattfindet. Anmeldung bis Montag, 9. Februar 2026, per E-Mail an elena.pfeifer@kit.edu.

    Computergestützte Bildanalyse im OP, bildbasierte Diagnostik und Therapieplanung: Was heute zum klinischen Alltag gehört, war in den 1980er-Jahren noch visionäre Pionierarbeit. Ron Kikinis gehörte als Postdoktorand zu den ersten Forschenden, die Methoden der Computer Vision und Bildanalyse systematisch in die Medizin einführten und damit ein neues wissenschaftliches Feld mitbegründeten. So schuf er wichtige Voraussetzungen für aktuelle Entwicklungen in KI-gestützter Diagnostik, personalisierter Medizin und digitaler Gesundheitsversorgung. Als ordentlicher Professor für Radiologie an der Harvard Medical School und Gründungsdirektor des Surgical Planning Laboratory am Brigham and Women’s Hospital in Boston befasst er sich heute mit den Themen globale Gesundheit und digitale Transformation in der Medizin.

    Für seine Arbeit erhält Kikinis den „International Excellence Award of KIT“ sowie das „Fellowship of SCHROFF Foundation“ und damit eine Einladung zu einem Aufenthalt am KIT von bis zu sechs Monaten. „Professor Kikinis greift mit seiner Forschung zentrale Herausforderungen der modernen Medizin auf“, sagt Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT. „Mit seinem interdisziplinären Einfluss auf Radiologie, Informatik, Ingenieurwesen und Medizintechnik leistet er einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner Medizintechnologien – und spiegelt die Art von wissenschaftlichem Verständnis wider, die das KIT auszeichnen möchte.“

    „Bereits zum dritten Mal vergeben wir den International Excellence Award und stärken damit die Sichtbarkeit des KIT als attraktive und kollaborative Forschungseinrichtung“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. „Professor Ron Kikinis steht mit seinem interdisziplinären Ansatz und seinem langjährigen Engagement für internationale Zusammenarbeit beispielhaft für die Ziele dieser Auszeichnung.“

    Gerechter Zugang zu Medizintechnologie

    Kikinis ist außerdem Gründer und Architekt der Open-Source-Softwareplattform 3D Slicer, die weltweit Tausende Forschende sowie Medizinerinnen und Mediziner für klinische Bildanalyse und -visualisierung nutzen. „Durch sein Engagement für Open Science hat er modernste medizinische Bildgebungstechnologie einem breiten Publikum zugänglich gemacht und damit Innovation und Ausbildung in der biomedizinischen Forschung demokratisiert“, sagt Professorin Maria Francesca Spadea, Leiterin des Instituts für Biomedizinische Technik am KIT. Sein Forschungsaufenthalt am KIT soll die Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheitstechnologien, Datenwissenschaft und biomedizinische Systemtechnik weiter stärken.

    International Excellence Grants am KIT

    Der Preis umfasst neben dem Forschungsaufenthalt ein Stipendium für begleitende Nachwuchsforschende aus der Gruppe des Preisträgers mit einer Förderdauer von bis zu zwölf Monaten. Zusätzlich beinhaltet der Preis Sachmittel in Höhe von bis zu 50 000 Euro für die Durchführung eines Forschungsprojekts am gastgebenden Institut des KIT. Die Auszeichnung ist Teil der International Excellence Grants (IEG), einer Initiative des erfolgreichen Exzellenzuniversitätskonzepts des KIT. Ziel ist es, internationale Kooperationen in der Spitzenforschung zu fördern und internationale Forschende für das KIT zu gewinnen.

    Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Anna Moosmüller, Internationales, Tel.: +49 721 608- 45681, E-Mail: anna.moosmueller@kit.edu


    Weitere Informationen:

    https://www.intl.kit.edu/iforscher/19525.php


    Bilder

    Methoden der Computer Vision und Bildanalyse prägen die Medizin heute entscheidend. Ron Kikinis brachte sie maßgeblich in die klinische Anwendung. (Foto: Markus Breig, KIT)
    Methoden der Computer Vision und Bildanalyse prägen die Medizin heute entscheidend. Ron Kikinis brac ...
    Quelle: Markus Breig
    Copyright: Markus Breig, KIT

    Erhält den International Excellence Award des KIT: Professor Ron Kikinis
    Erhält den International Excellence Award des KIT: Professor Ron Kikinis

    Copyright: Ron Kikinis


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik
    überregional
    Kooperationen
    Deutsch


     

    Methoden der Computer Vision und Bildanalyse prägen die Medizin heute entscheidend. Ron Kikinis brachte sie maßgeblich in die klinische Anwendung. (Foto: Markus Breig, KIT)


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