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04.02.2026 08:30

Wissenschaftler von htw saar und Universität forschen an cleverer Entfernung von Mikro- und Nanoplastik aus Gewässern

Thorsten Mohr Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Mikroplastik ist eine große Belastung für die Umwelt. Inzwischen finden sich die winzigen Kunststoffpartikel überall in Flüssen, Meeren und an Land. Da sie sehr langlebig sind und im Verdacht stehen, toxisch auf Lebewesen zu wirken, sind sie eine Gefahr für Natur und Mensch. Wie man die schwer abbaubaren Plastikteilchen effizient aus dem Wasser entfernen kann, erforschen die Universität des Saarlandes und die htw saar in einem gemeinsamen von der EU und dem Saarland geförderten Projekt.

    Im Projekt „SWIMEMSYS – Smart switchable membrane systems“ möchten die Arbeitsgruppen von Professor Matthias Faust (htw saar) und Professor Markus Gallei (UdS) Membranen für die nachhaltige und ressourcenschonende Filtration von Nano- und Mikroplastik aus Trinkwasser entwickeln. „Innerhalb von SWIMEMSYS werden neuartige, extern schaltbare Polymermembranen aus neuen Materialien an der UdS hergestellt. Diese Membranen werden bei der Wasserfiltration an der htw saar eingesetzt“, erläutert Markus Gallei die Ziele des Projektes. „Um herauszufinden, wie solche Membranen aufgebaut sein sollten, muss man die grundlegenden Oberflächeneigenschaften der wichtigsten Mikroplastikarten erforschen“, so der Polymerchemiker weiter. Dies wird an der htw saar untersucht.

    Diese Informationen werden wiederum an der UdS zur Entwicklung neuartiger „smarter“ Polymere mit maßgeschneiderten Funktionalitäten genutzt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der „Schaltbarkeit“ der Membranen, indem man sie externen Reizen aussetzt. Solche Reize können z.B. eine geringe Temperaturänderung an der Membran, eine Änderung des pH-Werts oder auch das Anlegen einer geringen elektrischen Spannung sein, welche zu einer präzisen Änderung der Porenweite oder der Oberflächeneigenschaften der Membranen führen. „Auf diese Weise steigern wir die Effizienz der Reinigung der Membranen erheblich, wodurch Ressourcen geschont werden und die Lebensdauer der Membranen erhöht wird“, führt Markus Gallei aus.

    Über die Kooperation:
    Beide Forschungsgruppen, der Lehrstuhl für Polymerchemie von Markus Gallei und das Institut für physikalische Prozesstechnik von Matthias Faust, beschäftigen sich mit der Membrantechnik, setzen dabei jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Während sich die Gruppe von Professor Markus Gallei mit der Erforschung und Entwicklung von Membranen aus neuen Materialien beschäftigt, verfügt die Gruppe von Professor Matthias Faust über Fachwissen zu industriellen Herstellungsprozessen für Membranen sowie zur Anwendung von Membranen in der Filtration. Beide Gruppen suchen nach neuen Anwendungsgebieten für Membranen. Der Zusammenschluss von Kompetenzen in neuen Projekten ermöglicht, optimale Membranstrukturen zu generieren und diese anwendungsnah in gesellschaftlich relevanten Prozessen einzusetzen. Das Projekt SWIMEMSYS wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Saarland mit insgesamt 340.000 Euro gefördert.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr.-Ing. Markus Gallei
    Tel.: (0681) 3024840
    E-Mail: markus.gallei@uni-saarland.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie, Umwelt / Ökologie
    regional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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