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04.02.2026 18:02

PM: Krebs überlebt, Schmerzen bleiben - Große Patienten-Umfrage zeigt Defizite in der Tumorschmerztherapie

Anja Baer, Presseteam Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin Pressebüro - B2 talk @ tv producation
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.

    Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar präsentieren die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und die Deutsche Schmerzliga (DSL) die Ergebnisse einer bundesweiten Patientenbefragung mit über 12.000 Krebspatienten. Die Erhebung offenbart erhebliche Defizite in der schmerzmedizinischen Versorgung: Fast jeder zweite Betroffene leidet trotz moderner Medizin über Jahre hinweg unter tumorbedingten Schmerzen – oft als Langzeitfolge erfolgreicher Tumortherapien.

    >>> Chronische Tumorschmerzen als unterschätztes Problem <<<
    Nahezu 50% der Befragten berichten von Schmerzen seit über fünf Jahren (Mittelwert: >3 Jahre), rund 45% weisen neuropathische Schmerzanteile auf – häufig durch Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen bedingt. Ein Drittel leidet unter unzureichend kontrollierten Dauerschmerzen, fast die Hälfte unter extremen Durchbruchschmerzen; nur jeder Dritte erhält eine adäquate Notfalltherapie. Mehr als die Hälfte der Betroffenen gibt eine stark eingeschränkte Lebensqualität an, mit Schlafstörungen, Isolation und Depressionen.

    „Tumorschmerz ist kein vorübergehendes Symptom, sondern für viele ein chronisches Langzeitproblem. Gerade bei Langzeitüberlebenden fehlen strukturierte Konzepte“, betont Studienleiter PD Dr. med. Michael A. Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga (DSL), der größten Dachorganisation für Menschen mit chronischen und therapieschwierigen Schmerzen in Deutschland, und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), der größten schmerzmedizinischen Versorgergesellschaft. „Krebs wird heute häufiger überlebt – Schmerzen müssen als eigenständige Erkrankung systematisch behandelt werden.“

    Forderungen von DGS und DSL:
    • eine konsequente routinemäßige Schmerzerfassung in der Onkologie, auch bei Langzeitüberlebenden,
    • eine bessere Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in moderner Schmerztherapie,
    • sowie einen niedrigschwelligen Zugang zu wirksamen Medikamenten, insbesondere bei Durchbruchschmerzen.

    >>> Über die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) <<<
    Die DGS ist mit 4.035 Mitgliedern und 121 Schmerzzentren die führende Fachgesellschaft zur Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Schmerzpatienten – durch eine bessere Diagnostik und eine am Lebensalltag des Patienten orientierte Therapie. Mit praxisnahen Fortbildungen, Curricula, innovativen Versorgungsmodellen sowie Kongressen wie den Schmerz- und Palliativtagen vom 19.-21. März 2026 in Frankfurt/Main fördert die DGS den interdisziplinären Austausch und die Weiterentwicklung der Schmerz- und Palliativmedizin. Die Schmerz- und Palliativtage finden im Congress Center Messe Frankfurt unter dem Motto „Stabilität in unsicheren Zeiten: Ambulant, teilstationär, stationär“ – über 2.000 Fachleute diskutieren dort in mehr als 90 Sessions zu Prävention, Therapie chronischer Schmerzen, Cannabinoide & Opioide, Palliativversorgung, KI-Anwendungen und Gesundheitspolitik. Weitere Informationen und das Programm finden Sie unter https://www.dgschmerzmedizin.de/kongresse/deutsche-schmerz-und-palliativtage/, Pressevertreter sind willkommen. Akkreditierung an: dgschmerzmedizin@b2-berlin.de. Pressekonferenz am 19.03.2026 um 13 Uhr.

    PRESSEKONTAKT
    B2 talk & tv produktion GmbH
    Ansprechpartnerin: Anja Baer
    T: +49 30 9700 4834
    M: dgschmerzmedizin@b2-berlin.de

    Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
    Ackerstr. 3 | 10115 Berlin
    T: 030 – 85 62 188 – 0
    M: info@dgschmerzmedizin.de


    Weitere Informationen:

    https://www.dgschmerzmedizin.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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