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09.02.2026 09:30

Rentenreform in Deutschland: Dr. Tanja Kirn entwickelt Simulationsmodell

Patrik Schädler Stabsstelle Kommunikation
Universität Liechtenstein

    Expertise aus Vaduz für die deutsche Rentenreform: Dr. Tanja Kirn von der Universität Liechtenstein entwickelt ein hochmodernes Simulationsmodell zur fundierten Analyse künftiger Reformpfade.

    Die Diskussion um die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland nimmt Fahrt auf. Die Wirtschaftsweisen Martin Werding und Veronika Grimm schlagen vor, die Witwenrente abzuschaffen und die Hinterbliebenenversorgung neu zu gestalten.

    Ein zentraler Reformvorschlag ist ein obligatorisches Rentensplitting für Ehegatten, ähnlich der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) in der Schweiz und Liechtenstein, wo die während der Ehe erzielten Einkommen gleichmässig auf beide Partner verteilt werden. Dieses Splitting beeinflusst die Höhe der späteren Alters- und Hinterbliebenenrenten.

    Der Vergleich mit der AHV bietet wertvolle Orientierung für die deutsche Reformdebatte. Dabei stellt sich die Frage, ob ein Rentensplitting die Hinterbliebenenrente ersetzen oder ergänzen sollte und welche Auswirkungen dies auf die Altersarmut von Frauen und die finanzielle Stabilität des Systems hätte.

    Um diese Optionen fundiert zu bewerten, entwickelt Dr. Tanja Kirn von der Universität Liechtenstein ein Simulationsmodell, das die Aufkommens- und Verteilungswirkungen verschiedener Reformpfade analysiert. Dieses Modell entsteht als Schwestermodell zum Schweizer Simulationsmodell MIDAS_CH, das unter anderem die Einführung einer 13. AHV-Rente bewertete. Es erweitert die Familie der MIDAS-Modelle, die in Belgien, Luxemburg, Italien, Portugal und weiteren Ländern in der Politikberatung genutzt werden.

    Prof. Althammer von der KU Ingolstadt-Eichstätt, ein Experte für Sozialpolitik und Alterssicherung, leitet das Forschungsprojekt. Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung finanziert das Projekt.

    Erste Ergebnisse sollen politischen Entscheidungsträgern helfen, die Folgen verschiedener Reformpfade besser abzuschätzen. Geplant sind Kurzberichte, wissenschaftliche Publikationen und Präsentationen der Ergebnisse.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Tanja Kirn
    https://www.uni.li/de/tanja.kirn


    Bilder

    Dr. Tanja Kirn
    Dr. Tanja Kirn
    Quelle: Fabio Schober
    Copyright: Universität Liechtenstein


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Informationstechnik, Mathematik, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Dr. Tanja Kirn


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