Versorgungslücken schließen und Forschung, Lehre und Praxis enger verzahnen: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Vinzenzkrankenhaus Hannover bündeln ihre geriatrischen Kompetenzen, um die altersmedizinische Versorgung zu optimieren.
Mitten in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche im deutschen Gesundheitswesen haben zwei zentrale Player der Region Hannover eine strategische Partnerschaft begründet: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Vinzenzkrankenhaus Hannover bündeln ihre Kräfte, um die Versorgung älterer Patientinnen und Patienten dauerhaft zu verbessern.
„Wir verfolgen ambitionierte Pläne, die weit über eine klassische Kooperation hinausgehen“, so MHH-Präsidentin Professorin Denise Hilfiker-Kleiner. „Die Herausforderungen sind beträchtlich: Ältere Menschen benötigen komplexe medizinische Behandlungen, während Personalengpässe und begrenzte Ressourcen die Kliniken beanspruchen“, erläutert der für die Gesundheits- und Krankenversorgung zuständige MHH-Vizepräsident Professor Frank Lammert. „Die Krankenhausreform fördert die komplementäre Profilbildung und die bestmögliche Vernetzung. Genau dort setzt die neue Zusammenarbeit an.“
Komplementäres Versorgungskonzept
Das Vinzenzkrankenhaus, in Hannover bereits etablierter Versorger in der Altersmedizin, deckt das breite Spektrum der Schwerpunktversorgung ab – von internistischen und traumatologischen Erkrankungen bis zur Behandlung kognitiver Einschränkungen. Die MHH ist spezialisiert auf hochkomplexe Fälle und gehört dabei zur internationalen Spitze. „Zusammen entsteht ein komplementäres Versorgungskonzept, das einen reibungslosen Übergang zwischen Akutversorgung, geriatrischer Anschlussbehandlung und rehabilitativem Management ermöglicht“, erklärt der Geschäftsführer des Vinzenzkrankenhauses Michael Schmitt. „Unsere Zusammenarbeit zeigt, dass Reform auch zu strategischer Innovation führen kann – und dass die Altersmedizin in Hannover künftig stärker aus einer gemeinsamen Hand gedacht wird.“
Kooperation soll Versorgung verbessern
„Das Ziel der Kooperation ist es, die altersmedizinische Versorgung zu optimieren und möglichst unnötige Wartezeiten zu reduzieren“, sagt der ärztliche Direktor des Vinzenzkrankenhauses Dr. Jens Albrecht. „Schon heute arbeiten wir eng zusammen – etwa in der Alterstraumatologie. Unsere gemeinsame Klinik für Geriatrie der MHH am Vinzenzkrankenhaus soll zum Modell für interprofessionelle, standortübergreifende Versorgung werden, die Forschung, Lehre und klinischen Alltag zusammenführt.“
Neue Professur für Geriatrie
Der zentrale Baustein der Kooperation: Die Leitung der Geriatrie am Vinzenzkrankenhaus wird künftig mit einer neu eingerichteten Professur an der MHH verbunden werden. „Damit wird die Altersmedizin zukunftweisend im Lehr- und Forschungsprofil der Hochschulmedizin verankert“, erklärt Professorin Hilfiker-Kleiner. Geplant sind unter anderem Rotationsmodelle für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, interdisziplinäre Versorgungsforschung und Verbundforschungsprojekte.
Wollen gemeinsam die altersmedizinische Versorgung verbessern (von links): Michael Schmitt, Professo ...
Copyright: MHH/Inka Burow.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Medizin
überregional
Kooperationen
Deutsch

Wollen gemeinsam die altersmedizinische Versorgung verbessern (von links): Michael Schmitt, Professo ...
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