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09.02.2026 10:31

Mehrsprachigkeit, Notfallknopf, größere Schrift: Was sich Senior*innen von der Betrugsradar-App wünschen

Philo Schäfer Stabsstelle Kommunikation und Medien
Universität Hildesheim

    Im Rahmen eines Workshops haben Senior*innen eine von Studierenden der Universität Hildesheim entwickelte App Betrugsradar+ weiterentwickelt. Ziel der App ist es, Senior*innen zu helfen, telefonische Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen. Nun gibt es erste Ergebnisse und Impulse für die Weiterarbeit.

    Es ist ein emotionales Thema: „Betrugsmaschen verursachen Leid und finanziellen Schaden bei den Betroffenen“, sagt Prof. Dr. Anne Meißner, Leiterin der Abteilung IT für die sorgende Gesellschaft an der Universität Hildesheim, die die Studierenden im Rahmen eines Seminars bei der App-Entwicklung begleitet.

    Die App unterstützt gezielt: Sie warnt vor verdächtigen Kontakten und stellt Wissens-Nuggets bereit. So können sich Nutzer*innen schulen und informiert Entscheidungen treffen. „Es war von Anfang an ein riesiges Thema, Menschen für Betrugsmaschen zu sensibilisieren“, erklärt Johanna Götz, Wirtschaftsinformatikstudentin und Mit-Entwicklerin der App: „Der Workshop hat dies nochmal bestätigt.“

    Was sich die Workshop-Besucher*innen wünschen? Einen Notfallknopf, mit dem im Falle eines Betrugsverdachtes ein Notfallkontakt informiert werden kann, sowie mehrsprachige Inhalte, um Sprachbarrieren zu senken.

    „Der Seniorenbeirat findet die Idee der Studierenden toll, eine App zu programmieren, die vor Telefonbetrug und Schockanrufen warnt. Gerade die Warnung bei eingehendem Anruf ist besonders wichtig, da die Betrüger die Menschen so emotional unter Druck setzen, dass sie dann häufig nicht mehr zu rationalen Entscheidungen fähig sind. Wir wünschen uns, dass die App leicht und intuitiv zu bedienen ist, und dass Schriftgröße und Farbe so sein werden, dass auch ältere Menschen, und im Sehvermögen beeinträchtigte Personen, die Texte leicht lesen können“, sagt Thomas Meyer-Hermann, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Hildesheim.

    Obwohl die Zielgruppe oft schwer erreichbar sei, besuchten 14 Senior*innen den Workshop, berichten Meißner und Götz. Neben Mitgliedern des Seniorenbeirats der Stadt Hildesheim sowie der AG 55+ Sicherheit des Präventionsrates Hildesheim nahmen weitere Interessierte sowie ein Polizei-Hauptkommissar mit Fokus Prävention und eine langjährige Ermittlerin für entsprechende Betrugsstraftaten an der Veranstaltung teil.

    In Zusammenarbeit mit der Stadt Vechta werden die Studierenden nun die Ergebnisse und Designwünsche implementieren. Langfristig ist es Ziel, die App – inklusive des Feedbacks der Senior*innen zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.

    Weitere Informationen

    Städte, Gemeinden, Landkreise und andere interessierte Institutionen, die Interesse daran haben, mit den Studierenden und der Stadt Vechta zusammenzuarbeiten, sind eingeladen, sich über die Emailadresse goetzj@uni-hildesheim.de mit Johanna Götz in Verbindung zu setzen.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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