Die diesjährige große Fachtagung zur Inklusionsforschung (IFO) findet in diesem Jahr an der Universität Bremen statt. Vom 18. bis 20. Februar kommen über 300 Forschende zusammen, die zu schulischen und außerschulischen Fragen inklusiver Bildung und der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und anderen Diskriminierungserfahrungen forschen. Highlights sind Vorträge aus den Disability Studies, aus der Perspektive von Schüler:innen sowie von Forschenden aus Harvard.
"Wir freuen uns, nach 15 Jahren wieder diese zentrale Jahrestagung der Inklusionsforschung in Bremen auszurichten und hier über 300 Wissenschaftler:innen zusammenzubringen“, sagt Professorin Natascha Korff aus dem Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen, die die Tagung gemeinsam mit Professor Frank J. Müller und vielen weiteren Kolleg:innen des Arbeitsbereichs Inklusive Pädagogik organisiert. Die Tagung beginnt am Mittwoch mit einem Vortrag von Professor Michael Zander, der die Perspektive der Disability Studies einbringt und den Zusammenhang von gesamtgesellschaftlichen Fragen und schulischen Strukturen diskutiert.
"Ein besonderes Highlight wird der Donnerstagnachmittag, an dem wir die Bremer Praxis einladen, miteinander und mit den Forscher:innen über Inklusion und beziehungsorientierte Schule ins Gespräch zu kommen“, so Natascha Korff. „Gerade im Zuge der aktuellen Überlegungen zur Fortsetzung des Schulfriedens bin ich gespannt auf die Impulse, die sich daraus ergeben." Den einleitenden Vortrag halten die Bremer Schülerin Janne Schmidmann und Professor Jan Steffens, und auch der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles und der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Arne Frankenstein werden teilnehmen.
Den Titel der Tagung - „Forschung – Haltung – Aktivismus? Inklusionsforschung zwischen Bildungsutopie und Systemkonformität“ - aufgreifend, betont, Professor Frank J. Müller: "Forschung, Haltung und Aktivismus gehören zusammen, wenn wir eine Gesellschaft schaffen wollen, in der alle Menschen bestmöglich leben, lernen und arbeiten können. An der Universität Bremen wird bereits seit ihrer Gründung in den 1970er Jahren in diese Richtung gearbeitet."
Neben dem lokalen Einbezug von Lehrkräften, Studierenden und anderen Interessierten im Barcamp, in dem aktuelle Entwicklungen diskutiert werden, spielt auch die internationale Perspektive eine Rolle: In einem öffentlichen Vortrag am 20.2. um 11.00 Uhr befassen sich Professorin Evelynn Hammonds und Professor Timothy Patrick McCarthy von der Harvard University mit der Frage, wie inklusive Pädagogik unter dem zunehmenden Druck rechtsextremer politischer Gruppierungen und Regierungen zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Hinweis für Redaktionen:
Interviews mit bundesweit bekannten Wissenschaftler:innen wie zum Beispiel Professsor Andreas Hinz , Professorin Annedore Prengel oder Professorin Vera Moser können vermittelt werden, ebenso mit den internationalen Kolleg:innen, dem Landesbehindertenbeauftragen sowie natürlich mit den Inklusionsforscher:innen der Universität Bremen und den Praktiker:innen, die an der Organisation des Barcamps beteiligt sind.
https://ifo2026.uni-bremen.de/programm/
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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