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10.02.2026 11:22

Tag des Notrufs 112: Notfallmedizinkongress in Koblenz thematisiert Resilienz und Zusammenarbeit in der Notfallmedizin

Jana Schneeberg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und lntensivmedizin e.V.

    Nürnberg/Koblenz. Der Europäische Tag des Notrufs 112 am 11. Februar unterstreicht, wie unverzichtbar eine leistungsfähige Notfallversorgung für die Sicherheit der Bevölkerung ist. Zugleich stehen Rettungsdienste, Leitstellen und Notaufnahmen vor wachsenden Herausforderungen wie steigende Einsatzzahlen, strukturelle Reformen und personelle Engpässe. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) rückt daher beim Deutschen Interdisziplinären Notfallmedizin Kongress (DINK) in den Fokus, wie Akut- und Notfallversorgung resilient, interprofessionell und effizient weiterentwickelt werden kann. Der Kongress findet am 5. und 6. März 2026 in Koblenz statt.

    „Der Notruf 112 markiert den Beginn der medizinischen Versorgungskette – doch ihre Qualität entscheidet sich weit über den ersten Anruf hinaus“, erklärt Prof. Dr. Jörg Christian Brokmann, Mitglied des DINK-Organisationskomitees und zweiter Sprecher der Sektion Notfallmedizin in der Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. „Genau hier setzt der DINK an: Er bringt die relevanten Akteure zusammen, um interdisziplinär und interprofessionell zu diskutieren, wie Notfallversorgung vom Notruf bis zur Weiterbehandlung sicher, effizient und patientenzentriert gestaltet werden kann.“ Der Kongress bietet dafür eine zentrale Plattform für den fachlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen, innovative Konzepte und zukunftsweisende Lösungsansätze.

    Innenminister Michael Ebling im Gespräch mit Notfallmedizinern

    Ein besonderes Signal setzt der angekündigte Besuch von Michael Ebling, Innenminister des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Er möchte den Kongress nutzen, um mit Vertreterinnen und Vertretern der Notfallmedizin über politische Rahmenbedingungen, Notrufstrukturen und die Weiterentwicklung der Akutversorgung zu sprechen. Der DINK bietet damit Raum für den direkten Austausch darüber, wie fachliche Expertise in politische Entscheidungsprozesse einfließen kann. Jährlich bringt er rund 1.500 Teilnehmende aus Leitstellen, Rettungsdiensten, Notaufnahmen und weiteren Bereichen der Notfallmedizin zusammen.

    „Notfallmedizin wird im Alltag gemeinsam gestaltet – unter hohem Zeitdruck und mit großer Verantwortung“, betont Dr. David Häske, Mitglied des DINK-Organisationskomitees. „Nur wenn Klinik, Rettungsdienst, Leitstellen, Pflege, Wissenschaft und Politik eng zusammenarbeiten, lassen sich tragfähige Lösungen entwickeln.“ Auch hierfür schaffe der Kongress den notwendigen Rahmen.

    Vor dem Hintergrund zunehmender Krisen- und Katastrophenszenarien widmet sich der DINK auch der Katastrophen- und Krisenmedizin sowie den Schnittstellen zwischen ziviler Notfallversorgung und militärischen Strukturen. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bringt dabei seine Expertise insbesondere in den Bereichen Einsatzmedizin, Simulation und Telemedizin ein. Im Außenbereich des Kongresses werden reale Einsatzszenarien, moderne Simulationstechnik und Übertragungsmöglichkeiten in ein Einsatzlazarett vorgestellt und anschaulich vermittelt.

    Der Europäische Tag des Notrufs 112 verdeutlicht, dass schnelle Hilfe im Notfall nur dann wirksam ist, wenn alle nachgelagerten Strukturen zuverlässig ineinandergreifen. Der Deutsche Interdisziplinäre Notfallmedizin Kongress greift diesen Gedanken auf und bringt die beteiligten Berufsgruppen zusammen, um Notfallversorgung entlang der gesamten Versorgungskette weiterzuentwickeln – fachlich fundiert, interprofessionell und mit Blick auf die Verantwortung gegenüber Patientinnen und Patienten.

    „Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie sehr Notfallmedizin vom kollegialen Miteinander lebt“, betonen Prof. Brokmann und Dr. Häske. „Der DINK bietet den Raum, diese Stärke gemeinsam weiterzuentwickeln.“

    Hinweise für Medienvertreter
    Der Deutsche Interdisziplinäre Notfallmedizin Kongress findet am 5. und 6. März 2026 in Koblenz statt. Akkreditierung, Interviewanfragen und Hintergrundgespräche sind nach vorheriger Anmeldung unter presse@dgai-ev.de möglich.

    Kontaktdaten:
    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Neuwieder Str. 9, 90411 Nürnberg

    presse@dgai-ev.de
    0911 93378-33
    www.dgai.de


    Originalpublikation:

    https://www.dgai.de/aktuelles-patientinnen-projekte/pressemitteilungen/3162-tag-...


    Weitere Informationen:

    https://www.dink-kongress.de/


    Bilder

    Notfallmedizin in der Praxis: Einsatzkräfte trainieren die Zusammenarbeit bei der technischen Rettung – vom Unfallort bis zur Weiterbehandlung zählt jede Schnittstelle.
    Notfallmedizin in der Praxis: Einsatzkräfte trainieren die Zusammenarbeit bei der technischen Rettun ...
    Quelle: bmf-foto
    Copyright: DGAI e.V.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Notfallmedizin in der Praxis: Einsatzkräfte trainieren die Zusammenarbeit bei der technischen Rettung – vom Unfallort bis zur Weiterbehandlung zählt jede Schnittstelle.


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