Eine internationale Kooperation hat erstmals systematisch an der Entwicklung umfassend inklusiver Schulbücher gearbeitet. Die Ergebnisse sollen Verlagen und Lehrkräften helfen, Schwachstellen in Schulbüchern zu überwinden und sie sensibler für Unterschiede der Lernenden zu machen.
Dabei geht es darum, auch Menschen mit Förderbedarfen, etwa im Bereich Deutsch als Zweitsprache oder Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, Möglichkeiten zu besserem Lernen zu verschaffen. Das Erasmus+ -Projekt wurde mit rund 250.000 Euro gefördert.
Den ausführlichen Beitrag mit Einblick in die digitalen Prototypen finden Sie auf Wissenschaft-im-Norden.de, dem Wissenschaftsportal der Uni Vechta.
Alle Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer bringen unterschiedliche Voraussetzungen für das Lernen mit. Ihre Schulbücher allerdings sind kaum darauf eingestellt. Gerade in vielfältigen Lerngruppen können die Informationen aus einem Schulbuch daher oft nicht effektiv genutzt werden.
An dieser Schwachstelle hat das Projekt Digital Education Material (DEM) angesetzt, das von Dr. Hannah Lathan sowie Prof. Dr. Leif Mönter von der Universität Vechta geleitet wurde.
Informationen vielseitiger bereitstellen
Im Fokus standen E-Books für die Fächer Geographie und Mathematik, zwei Unterrichtsfächer mit vielfältigem Einsatz von Medien und Material. „Diese Anforderungen stellen die Entwicklung digitaler Schulbücher vor besondere Herausforderungen“, erklärt Dr. Hannah Lathan.
„Die Entstehung eines Schichtvulkans zum Beispiel wird im analogen Buch häufig durch eine komplexe Abbildung dargestellt. Diese setzt aber ein ausgeprägtes dreidimensionales Vorstellungsvermögen voraus. Prozesse werden über Pfeile und Beschriftungen erklärt. In inklusiven Schulbüchern wird der Prozess dagegen in einer Bildfolge Schritt für Schritt dargestellt.“ So werde der Blick auf das Wesentliche gelenkt.
Projekt-Ergebnisse: Digitale Prototypen und neue Leitlinien
Mit DEM wurde ein erster systematischer Versuch unternommen, digitale Schulbücher nach dem Prinzip „ein Schulbuch für alle“ umzusetzen. Dazu hat das internationale und interdisziplinäre Projektteam digitale Prototypen für die Grundschule sowie für die weiterführende Schule entwickelt.
Ein weiteres außergewöhnliches Ergebnis sind umfassende neue Leitlinien für barrierefreie E-Books.
So bietet das Projekt neue Impulse für
• die weitere Entwicklung von digitalen Schulbüchern
• die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften
• weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich inklusiver digitaler Bildung
„Die Projektergebnisse zeigen, dass eine große Materialvielfalt, kombiniert mit einer interdisziplinären Zusammenarbeit der Schlüssel zu mehr Teilhabe im Unterricht ist“, sagt Prof. Dr. Leif Mönter, Professur für Didaktik der Geographie an der Universität Vechta.
https://Wissenschaft-im-Norden.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungsergebnisse, Schule und Wissenschaft
Deutsch

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