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11.02.2026 11:50

Zollpolitik der USA belastet exportierende Betriebe

IAB-Pressestelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

    38 Prozent der Betriebe, die 2024 einen Teil ihres Umsatzes in den USA erzielt haben, erwarteten für 2025 ein sinkendes Geschäftsvolumen. Bei Betrieben, die nur in Länder jenseits der USA exportieren, waren es indes 23 Prozent. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

    Die Auswirkungen der Zollpolitik der USA zeigen sich auch bei den Beschäftigungserwartungen der Betriebe: Bei exportierenden Betrieben, die 2024 keinen Umsatz in den USA erzielt haben, erwarten laut IAB-Betriebspanel 18 Prozent für das Jahr 2026 einen Beschäftigungsanstieg – gegenüber 9 Prozent, die einen Rückgang erwarten. Bei den Betrieben, die einen Teil ihres Umsatzes in den USA erwirtschafteten, ist der Ausblick durchwachsener: 15 Prozent rechnen mit einem Beschäftigungsaufbau, 11 Prozent erwarten einen Rückgang. Zwar exportieren nur rund 2 Prozent der Betriebe in die USA – dabei handelt es sich aber oftmals um große Betriebe. „Die Zollpolitik der USA ist ein Unsicherheitsfaktor für diese Betriebe. Das kann Unternehmensentscheidungen wie Investitionen und Neueinstellungen beeinträchtigen oder verzögern,“ erklärt Michael Oberfichtner, der den Forschungsbereich „Betriebe und Beschäftigung“ am IAB leitet.

    Insgesamt haben sich die Beschäftigungserwartungen der Betriebe gegenüber den im Vorjahr geäußerten Erwartungen wieder etwas verbessert. Dies gilt auch für das verarbeitende Gewerbe, wo – anders als noch im Vorjahr – wieder mehr Betriebe eine steigende als eine sinkende Beschäftigung erwarten.

    Für das Geschäftsjahr 2025 erwarteten jeweils 19 Prozent aller Betriebe ein steigendes bzw. sinkendes Geschäftsvolumen. Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe ging von einem gleichbleibenden Volumen aus. 12 Prozent der Betriebe gaben an, die weitere Entwicklung nicht abschätzen zu können. „Es ist allenfalls eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau bei den Geschäftserwartungen der Unternehmen erkennbar“, so IAB-Forscherin Barbara Schwengler. Die Erwartungen waren im Vorjahresvergleich annähernd unverändert – aber deutlich pessimistischer als 2019. Damals erwarteten nur etwas über 10 Prozent ein sinkendes Geschäftsvolumen – und fast 30 Prozent ein steigendes.

    „Die Leistungsfähigkeit der Betriebe wird in den kommenden Jahren durch Fachkräfteengpässe und den Anpassungsdruck an ökologische und digitale Fortschritte weiter herausgefordert“, schlussfolgert IAB-Forscherin Ute Leber. „Vorhandene Potenziale am Arbeitsmarkt müssen daher besser genutzt werden.“

    Das IAB-Betriebspanel ist eine repräsentative, bundesweit durchgeführte jährliche Wiederholungsbefragung von rund 15.000 Betrieben aller Betriebsgrößen sowie Branchen und wurde zuletzt im zweiten Halbjahr 2025 durchgeführt. Die vollständige Studie ist abrufbar unter: https://iab-forum.de/die-wirtschaftliche-lage-der-betriebe-in-deutschland-ist-we....


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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