Das Werner-Kaiser-Forschungszentrum am Uniklinikum Jena baut seine Infrastruktur aus und wird dafür als DFG-Gerätezentrum gefördert
Das MRT-Forschungszentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) trägt den Namen von Werner Kaiser, der als Professor für Radiologie die Magnetresonanz-Mammografie maßgeblich mitentwickelt hat. Heute steht das Werner-Kaiser-Forschungszentrum (WKFZ) mit seiner hochmodernen technischen Ausstattung und anerkannten methodischen Expertise im Bereich der bildgebenden Forschung sowie dem Forschungsdatenmanagement Partner für Arbeitsgruppen aus Medizin, Psychologie und den Verhaltenswissenschaften sowie angrenzenden Grundlagen- und Datenwissenschaften. Auch für Entwicklungspartner aus der Industrie bietet es vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.
Dieses Angebot kann das Team aus Physik, Informatik und Ingenieurwissenschaften nun deutlich ausbauen. Mit der Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als wissenschaftliches Gerätezentrum kann das WKFZ seine beiden Bereiche Magnetresonanztomographie und Forschungsdatenmanagement zu einer integrierten Plattform ausbauen „Es geht uns dabei nicht um neue Technik, sondern um eine neue Qualität unserer Forschungsinfrastruktur“, betont der kaufmännische und technische Leiter Felix Güttler. „Die Förderung erlaubt es uns, Hochleistungs-MRT, Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing und Forschungsdatenmanagement in einer Core Facility zusammenzuführen, damit wir unsere Kooperationspartner nahtlos von der Projektidee bis zur wissenschaftlichen Publikation begleiten können.“
Das Zentrum verfügt über ein 3-Tesla-Ganzkörper-MRT, ein 7-Tesla-Ganzkörper-Hochfeld-MRT und ein 9,4-Tesla-Kleintier-MRT sowie über IT-Hardware mit sehr umfangreicher und auf Bilddaten spezialisierte Rechen- und Speicherleistung für die Entwicklung von Modellen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Auf dieser Grundlage wird das Team in den kommenden fünf Jahren Methoden weiterentwickeln, sein institutionenübergreifendes Forschungsdatenmanagement ausbauen, standardisierte Datenanalyseabläufe etablieren und eine verbesserte Umgebung für die Entwicklung von KI-Lösungen bereitstellen. „Damit gehen wir eine der zentralen Herausforderungen der Medizinforschung an: den sicheren Umgang mit immer größeren Bilddatenmengen und deren KI-gestützte reproduzierbare Auswertung“, so Prof. Dr. Ulf Teichgräber, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKJ.
„Unser Anspruch ist, dass aus komplexen Bilddaten durch Qualitätskontrolle, Methodik und präzise definierte Auswertungspfade belastbare Erkenntnisse werden“, betonen Prof. Dr. Jürgen Reichenbach und Dr. Martin Krämer. Als Leiter der beiden Core Units MRT und Forschungsdatenmanagement werden sie das Gerätezentrumskonzept inhaltlich und organisatorisch umsetzen. Ziel ist es, mit dem WKFZ als offene Infrastruktur für daten- und KI-getriebene medizinische Forschung den Wissenschaftsstandort Thüringen und Jena weiter zu stärken.
Felix Güttler
Werner-Kaiser-Forschungszentrum; Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinikum Jena
E-Mail: felix.guettler@med.uni-jena.de
https://www.uniklinikum-jena.de/wkfz
Das Werner-Kaiser-Forschungszentrum am Uniklinikum Jena wird als DFG-Gerätezentrum gefördert.
Quelle: Karl-Heinz-Herrmann
Copyright: Universitätsklinikum Jena
Das 7-Tesla-MRT des Werner-Kaiser-Forschungszentrums am Uniklinikum Jena.
Quelle: Michael Szabó
Copyright: Universitätsklinikum Jena
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Informationstechnik, Medizin, Physik / Astronomie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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