idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
11.02.2026 17:29

„Die DSG Stroke Unit Winter School hat sich mit ihrem interprofessionellen Charakter etabliert!“

Christine Elster Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft e.V.

    Viel gelernt! „Wer in diesem Jahr nicht bei der DSG Stroke Unit Winter School auf der ANIM mit dabei war, der hat so richtig was verpasst!“, resümiert Prof. Waltraud Pfeilschifter, 1. Vorsitzende der DSG, spontan am Ende der eintägigen Veranstaltung. Der kleine Kreis aus Ärzt:innen sowie Fachpflegenden und Therapeut:innen habe exzellente Wissenschaft und begeisternde Expert:innen erlebt, die ihre Erkenntnisse passgenau für den Transfer in die eigene klinische Arbeit darstellten. Zudem wurde lebhaft diskutiert und in den Pausen das persönliche Gespräch gesucht und gefunden – ganz im Sinne des Netzwerkgedankens.

    Sie sei zum Beispiel wirklich überrascht gewesen, so DSG-Präsidentin Pfeilschifter, wie viele Patient:innen mit suboptimal sitzenden Trachealkanülen oder Schleimhautläsionen durch eine Trachealkanüle in der Frühreha ankommen. Dr. Bettina Otto, Chefärztin der Neurologische Frührehabilitation Bonn – Bad Godeshöhe, stellte zu diesem Thema als erste Referierende ihre eigene Studie vor, für die sie 240 Patient:innen untersucht hatte. Bei 19 Prozent stellte die Neurologin mit ihrem Team Verletzungen der Trachea fest und in sogar 65 Prozent der Fälle war die Trachealkanüle nicht optimal positioniert. „Ein klarer Appell an uns Akutversorger, hier nicht davon auszugehen ‚Kanüle drin – alles gut!‘, sondern genau zu schauen“, sagt Waltraud Pfeilschifter.


    Take-Home-Message: Hervoragende Referent:innen und spannende Themen

    Prof. Julian Bösel, Chefarzt der Klinik für Neurologie des Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, legte in seinen Vortrag den Fokus auf die Indikationsstellung für die Trachealkanüle. So habe die Setpoint-Studie – vor allem die multizentrische Setpoint-Studie 2 – gezeigt, dass es keine Überlegenheit für eine frühe Tracheotomie gibt. „Ich empfehle selbst bei schwer Betroffenen, wann immer es möglich erscheint, einen primären Extubationsversuch“, erklärte Bösel.

    Die Take-Home-Message von PD Dr. Sriramya Lapa, Leiterin der Sprach- und Schluckdiagnostik im Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt, war: „Frühe FEES-Diagnostik, Identifizierung von einer Konsistenz, die die Patientinnen und Patienten aspirationsfrei schlucken können und damit frühe Schluckrehabilitation!“.


    In knapp sechs Stunden zahlreiche Themen der Stroke Unit beleuchtet

    Die Hot Topics aus dem Advanced-Practice-Nursing-Netzwerk, vorgestellt von Carmen Lange, Jens Renner und Bianca Schmidt-Maciejewski – Advanced Practice Nurses aus renommierten Neurozentren in Deutschland – bildeten den Mittelpart der Winter School. „Was allen Teilnehmenden auch wieder die qualitativ hervorragende Arbeit vor Augen geführt hat“, lobte Waltraud Pfeilschifter. Advanced Practice Nurses, die mit wissenschaftlichem Hintergrund in der Klinik tätig sind, aus ihrer Arbeit Pflegeforschungsfragen entwickeln und die Ergebnisse wieder zurück in die Praxis tragen, sind ein Gewinn für jedes ambitionierte interprofessionelle Team!“

    Da die Gesellschaft in Deutschland in den letzten Jahren diverser geworden ist und Deutschland für den Personalgewinn auf internationale Fachkräfte angewiesen ist, widmete sich die Winter School im dritten und letzten Teil dem Schwerpunktthema „Kulturelle Hintergründe, interprofessionelle Zusammenarbeit und kritische Situationen“. So berichtete Abdul Aziz Batarfi, Neurologe aus Frankfurt Höchst, von seinem Ankommen in Deutschland nach dem Medizinstudium in seinem Heimatland Saudi-Arabien und zeigte Hürden und Hilfestellungen bei der fachlichen und persönlichen Integration auf. PD Dr. Farid Salih, Neurologe und Intensivmediziner aus der Charité Berlin, machte auf die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten kommunikativer Bedürfnisse von Patient:innen und Familien mit schweren neurologischen Erkrankungen aufmerksam.
    Zudem schilderte PD Dr. Nazife Dinc, Neurochirurgin aus Jena, einen kommunikativen „Critical Incident“, der sich an kultureller Verschiedenheit entfachte und suchte mit den Teilnehmer:innen nach Möglichkeiten, derartige Situationen professionell zu lösen und einen guten gemeinsamen Weg für Patient:innen, Familien und Behandlungsteams zu finden.


    „Insgesamt ein reichhaltiger und lohnender Fortbildungstag für das ganze Team“, so Waltraud Pfeilschifter. „Und schon bald eröffnet sich die nächste Möglichkeit: Entweder auf dem DSG26 oder der DSG Summer School. Wir sehen uns!“


    Weitere Informationen:

    https://www.dsg-info.de/dsg-stroke-unit-winter-school-hat-sich-etabliert/


    Bilder

    „Insgesamt ein reichhaltiger und lohnender Fortbildungstag für das ganze Team“, sagt die 1. Vorsitzende der DSG, Professorin Waltraud Pfeilschifter.
    „Insgesamt ein reichhaltiger und lohnender Fortbildungstag für das ganze Team“, sagt die 1. Vorsitze ...

    Copyright: DSG

    Ein Blick in die DSG Stroke Unit Winter School
    Ein Blick in die DSG Stroke Unit Winter School
    Quelle: Prof. Waltraud Pfeilschifter
    Copyright: DSG


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

    „Insgesamt ein reichhaltiger und lohnender Fortbildungstag für das ganze Team“, sagt die 1. Vorsitzende der DSG, Professorin Waltraud Pfeilschifter.


    Zum Download

    x

    Ein Blick in die DSG Stroke Unit Winter School


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).