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12.02.2026 14:01

Älteste Medizinpreis Deutschlands: Dr. Martini-Preis 2026 geht an UKE-Nierenforscherin

Saskia Lemm Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Ältester Medizinpreis für herausragende medizinische Forschungsarbeiten

    Der älteste Medizinpreis Deutschlands ist erstmals seit 14 Jahren wieder nur an eine Wissenschaftlerin verliehen worden: Der mit 15.000 Euro dotierte Dr. Martini-Preis ging an Dr. Felicitas Hengel aus der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) für ihre Forschungsarbeit zur Anti-Nephrin-vermittelten Podozytopathie – einer Autoimmunerkrankung der Niere.

    „Mit ihrer Arbeit trägt Dr. Felicitas Hengel zu einem neuen Verständnis der Ursache dieser Autoimmunerkrankung der Niere bei. Sie ebnet den Weg für eine präzisere Diagnostik, eine genauere Prognose und die Entwicklung neuer, ursachengerechter Therapien für betroffene Patient:innen in der Zukunft. Zugleich zeigt ihre Forschung beispielhaft, wie Erkenntnisse aus dem Labor gezielt in die medizinische Versorgung von Patient:innen gelangen können“, sagt Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

    „Mit dem Dr. Martini-Preis fördern wir die Medizin der Zukunft. Der Preis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die neue Antworten auf aktuelle medizinische Fragestellungen liefern und die Versorgung von Patient:innen nachhaltig verbessern. Ich danke dafür den Spender:innen des diesjährigen Preisgeldes, Eva-Maria und Wolfgang Peter Greve, sagt Prof. Dr. Samuel M. Huber, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE.

    Forschungsarbeit zur Anti-Nephrin-vermittelten Podozytopathie

    Die Anti-Nephrin-vermittelte Podozytopathie ist eine Autoimmunerkrankung der Niere, die die Minimal-Change-Erkrankung (MCD), die primären fokal-segmentalen Glomerulosklerose bei Erwachsenen und das Idiopathische Nephrotische Syndrom bei Kindern umfasst. Bei diesen Erkrankungen führt eine gestörte Filtrierung des Bluts an der Blut-Urin-Schranke der Niere zu einem massiven Verlust von Eiweißen in den Urin. Der resultierende Eiweißmangel wiederum verursacht Fettstoffwechselstörungen, Bildung von Blutgerinnseln, Immunschwäche und Flüssigkeitsansammlungen im Körper. Bislang war die Ursache dieser Erkrankungen weitestgehend unbekannt und die Klassifikation erfolgte mit Hilfe von deskriptiven histopathologischen (feingeweblichen) Nierenuntersuchung ohne Einteilung nach den eigentlichen Erkrankungsursachen. Die Preisträgerin entwickelte nun unter anderem ein neues Testverfahren zur verlässlichen Quantifizierung von Anti-Nephrin-Autoantikörpern und konnte so die Anti-Nephrin-Autoantikörper als Auslöser der Erkrankung nachweisen.

    Dr. Martini-Preis

    Der Dr. Martini-Preis ist der älteste Medizinpreis Deutschlands und wurde bereits im Jahr 1880 von Hamburger Kaufleuten gestiftet. Er wird jährlich an hervorragende Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen verliehen, die in Hamburger Krankenhäusern tätig sind.


    Weitere Informationen:

    https://www.uke.de/landingpage/zukunftsplan-2050/medizin-der-zukunft/31-kosmisch... Hier finden Sie einen Forschungsfilm und weitere Informationen zum Thema


    Bilder

    Dr. Felicitas Hengel (2.v.r.) mit den Spender:innen des diesjährigen Preisgeldes Eva-Maria und Wolfgang Peter Greve (l.) und Prof. Dr. Samuel M. Huber, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung (r.)
    Dr. Felicitas Hengel (2.v.r.) mit den Spender:innen des diesjährigen Preisgeldes Eva-Maria und Wolfg ...
    Quelle: Axel Kirchhof
    Copyright: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

    Dr. Felicitas Hengel im Labor
    Dr. Felicitas Hengel im Labor
    Quelle: Axel Kirchhof
    Copyright: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Dr. Felicitas Hengel (2.v.r.) mit den Spender:innen des diesjährigen Preisgeldes Eva-Maria und Wolfgang Peter Greve (l.) und Prof. Dr. Samuel M. Huber, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung (r.)


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    Dr. Felicitas Hengel im Labor


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