Nordhausen, 12. Februar 2026 – Wie gelingt die Energiewende in der Praxis? Diese Frage steht im Zentrum der 9. Regenerative Energietechnik Konferenz (RET.Con), die vom 12. bis 13. Februar an der Hochschule Nordhausen stattfindet. Rund zwei Tage lang tauschen sich Fachleute aus Forschung und Wirtschaft über neue technologische Entwicklungen und die notwendige Vernetzung moderner Energiesysteme aus.
Die RET.Con widmet sich traditionell einmal jährlich den zentralen Herausforderungen der Energiewende. Die Fachtagung für Regenerative Energietechnik RET.Con bringt Unternehmen, Fachverbände und Forschungseinrichtungen zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse im Bereich der erneuerbaren Energien zu präsentieren und in einem wissenschaftlichen Kontext zu diskutieren.
Den politischen Rahmen für die Fachgespräche setzt die Thüringer Energiestaatssekretärin Karin Arndt mit einem Grußwort zur Eröffnung. Sie vertritt Energieminister Kummer, der in einem schriftlichen Grußwort an die aktuelle Herausforderung erinnert:
"Mit einer künftig versorgungsicheren, sozial ausgewogenen und umweltfreundlichen Energieversorgung kümmern wir uns gemeinsam um unseren gesellschaftlichen Wohlstand. Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Unsere Energieversorgung soll dezentral sein, auf schwerwiegende Eingriffe wie den
Abriss ganzer Ortschaften bei Tagebauen verzichten und unkalkulierbare Folgekosten wie bei der Atomenergie oder dem Kohlebergbau vermeiden. Eine solche Energieversorgung ermöglicht finanzielle Gewinne viel stärker in den Regionen mit Biomasse, Sonne, Wind und Geothermie. Die Veränderungen gelingen dort, wo Bürger, Kommunen und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Tagungen wie die RET.Con in Nordhausen helfen dabei, die Expertinnen und Experten zusammenzubringen, um von den besten Beispielen und innovativsten Lösungen gemeinsam zu lernen. Ich wünsche allen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei viel Erfolg", so Energieminister Kummer.
Inhaltlich startet die Konferenz mit einer Keynote von Dr. Maria Nuschke (TenneT). Unter dem Titel „Die Edison-Ära im Übertragungsnetz?“ analysiert sie den aktuellen Netzausbau. Als Expertin eines Übertragungsnetzbetreibers verdeutlicht sie, dass die Energiewende eine grundlegende Transformation der Infrastruktur erfordert, um die Brücke von historischen Netzstrukturen hin zu einer intelligenten Systemintegration zu schlagen.
„Die Energiewende verlangt nach einer technisch und volkswirtschaftlich optimalen Transformation unserer Energieinfrastruktur. Während wir das Wechselstromnetz seit 2010 konsequent auf Basis des Netzentwicklungsplans optimieren, rücken mit dem Ausbau der Windenergie auf See verstärkt Hochspannungsgleichstromübertragungs-Strecken und zur Anbindung der Windenergie und an Land in den Fokus. Durch die maximale Auslastung der Netzanschlusssysteme und die künftige Vernetzung von Interkonnektoren an Land steigern wir die Effizienz und senken gleichzeitig die Netzkosten für die Allgemeinheit“, so Dr. Maria Nuschke.
Das wissenschaftliche Programm gliedert sich in sieben Sessions, die das Spektrum moderner Energiesysteme abdecken:
• Energiesystemmodellierung: Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Analyse von Zeitreihen sowie die Einbindung von Flexibilitäten in Energiesystemmodelle.
• Gebäudeenergieversorgung: Hier stehen Regelungskonzepte und Betriebserfahrungen beim Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten im Vordergrund.
• Sektorkopplung: Diskutiert werden Strategien zur Integration von Sektorkopplungstechnologien und Holzabfällen in Energieinfrastrukturen.
• Energiespeicher: Die Sessions behandeln aktuelle Entwicklungen in der Batterieforschung, bidirektionale Ladevorgänge und neuartige Messverfahren für Eisspeichersysteme.
• Wärmewende in Thüringen: Regional fokussierte Beiträge analysieren Potenziale der energetischen Gebäudesanierung und lokale Wärmebedarfsprofile.
Vernetzung mit der Open-Source-Community
Flankiert wurde die Konferenz durch das bereits am 11. Februar startende oemof User-Treffen. oemof (Open Energy Modelling Framework) ist eine modular aufgebaute Open-Source-Softwareumgebung zur Modellierung und Optimierung von Energiesystemen. Der dahinterstehende Verein fördert die Transparenz und Offenheit in der Energiewissenschaft (Open Science). Das Treffen widmete sich der technischen Weiterentwicklung des Frameworks durch Tutorials und Anwenderpräsentationen. Eine wechselseitige Teilnahme an den Vorträgen beider Veranstaltungen ermöglicht einen direkten Austausch zwischen den Entwicklern von Open-Source-Modellierungswerkzeugen und den Anwendern aus der Energiewirtschaft.
Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak
https://www.hs-nordhausen.de/kontaktverzeichnis/w/wesselak-prof-dr-ing-viktor/
Im Rahmen der 9. RET.Con erläutert Christian Rothe (Hochschule Nordhausen) der Staatssekretärin Kari ...
Quelle: Tim Rückschloß
Copyright: Hochschule Nordhausen
Dr. Maria Nuschke (TenneT) spricht über die „Edison-Ära im Übertragungsnetz“ und die Transformation ...
Quelle: Tim Rückschloß
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Energie
überregional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Im Rahmen der 9. RET.Con erläutert Christian Rothe (Hochschule Nordhausen) der Staatssekretärin Kari ...
Quelle: Tim Rückschloß
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Dr. Maria Nuschke (TenneT) spricht über die „Edison-Ära im Übertragungsnetz“ und die Transformation ...
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