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13.02.2026 14:24

Zum Jubiläum: Arthur Schnitzler digital veröffentlicht „Traumnovelle“

Marylen Reschop Pressestelle
Bergische Universität Wuppertal

    Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Novellen des 20. Jahrhunderts. Die Erzählung wurde nicht zuletzt durch die Verfilmung Eyes wide shut des US-amerikanischen Filmregisseurs Stanley Kubrick weltweit bekannt. Zum 100. Jubiläum der Erstveröffentlichung als Buch präsentiert das Forschungsportal „Arthur Schnitzler digital“ nun eine historisch-kritische Edition des Textes mit allen überlieferten Dokumenten, die zur Entstehung der Traumnovelle gehören.

    Im Mai 1926 erschien die Traumnovelle als Buch im Berliner S. Fischer Verlag. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Ehepaar Fridolin und Albertine. Die beiden gestehen sich erstmals ihre Sehnsüchte nach erotischen Abenteuern mit anderen Partner*innen und drohen sich daraufhin zu verlieren. Infolge eines wechselseitigen Erkenntnisprozesses und nach einer Reihe von Abenteuern finden sie schließlich wieder zueinander und scheinen am Ende auf einer neuen Ebene vereint.

    Der Entstehungsprozess der in früheren Fassungen noch mit einer Trennung der Partner endenden Erzählung ist eng mit Schnitzlers Lebensgeschichte und dem Auseinanderbrechen der eigenen Ehe verwoben. Auf welche faszinierende Weise seine 1925 fertiggestellte Geschichte von (Un-)Treue, Liebe und Eifersucht im Verlauf von rund vierzig Jahren Gestalt annahm und schließlich doch ihr „Happy End“ bekam, lässt sich jetzt mit Hilfe des erstmals vollständig edierten, knapp vierhundert Seiten umfassenden Materials auf dem Forschungsportal „Arthur Schnitzler digital“ im Detail verfolgen: https://www.schnitzler-edition.net.

    Die Edition präsentiert auch den zunächst handschriftlich notierten und später ausgeführten Entwurf zu einem Filmskript, das Schnitzler Ende 1930 begann. Zu seinen Lebzeiten kam die geplante Tonverfilmung nicht mehr zustande. Knapp 70 Jahre später realisierte dann aber Stanley Kubrick mit Eyes wide shut sowie Nicole Kidman und Tom Cruise in den Hauptrollen eine mehrfach ausgezeichnete Verfilmung von Schnitzlers Meisterwerk.

    Mehr Hintergrund zum Forschungsprojekt

    Das Forschungsprojekt Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931) wird von Wissenschaftler*innen an der Bergischen Universität Wuppertal, der University of Cambridge und dem University College London in Kooperation mit der Cambridge University Library, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Arthur-Schnitzler-Archiv-Freiburg sowie mit dem Trier Center for Digital Humanities durchgeführt. Das deutsche, Anfang 2012 gegründete und als Forschungsvorhaben der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Rahmen des Akademienprogramms geförderte Teilprojekt bearbeitet die Werke ab 1914.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Wolfgang Lukas
    Fakultät für Geises- und Kulturwissenschaften
    E-Mail wlukas@uni-wuppertal.de

    Prof. Dr. Michael Scheffel
    Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
    E-Mail scheffel@uni-wuppertal.de


    Weitere Informationen:

    https://www.schnitzler-edition.net - Forschungsportal „Arthur Schnitzler digital“


    Bilder

    Das „Virtuelle Archiv“ der Schnitzler-Edition umfasst sämtliche überlieferte Dokumente des Autors in digitaler Reproduktion, darunter Textentwürfe, handschriftliche Notizen und andere Materialien. Hier zu sehen ist eine Skizze zur Novelle vom 20.6.1907.
    Das „Virtuelle Archiv“ der Schnitzler-Edition umfasst sämtliche überlieferte Dokumente des Autors in ...

    Copyright: Arthur Schnitzler digital/University Library Cambridge


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsergebnisse, Kooperationen
    Deutsch


     

    Das „Virtuelle Archiv“ der Schnitzler-Edition umfasst sämtliche überlieferte Dokumente des Autors in digitaler Reproduktion, darunter Textentwürfe, handschriftliche Notizen und andere Materialien. Hier zu sehen ist eine Skizze zur Novelle vom 20.6.1907.


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