Karlsruhe: Der Hector Research Career Development Award wird in diesem Jahr an den Chemiker Robert Hein, die Biologin Viola Introini und den KI-Forscher Maximilian Dax verliehen. Mit dem Förderpreis stärkt die Hector Fellow Academy (HFA) bereits zum sechsten Mal in Folge gezielt die Forschungskarrieren exzellenter Forscher*innen in der Postdoc-Phase.
Das Förderformat der Hector Fellow Academy richtet sich an besonders talentierte junge Forscher*innen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Medizin oder der Psychologie, die ihr wissenschaftliches Profil bereits geschärft und ihre ersten Karriereschritte gemacht haben. Diese können sich einmal im Jahr für den Hector Research Career Development Award (Hector RCD Award) bewerben. Wer die Jury überzeugt, erhält neben einer einmaligen Unterstützung seiner Forschung in Höhe von 25.000 Euro auch die Finanzierung einer Promotionsstelle inklusive 9.500 Euro für Forschungsmittel pro Jahr und wird für fünf Jahre Mitglied der Hector Fellow Academy.
„Die Auszeichnung mit dem Hector Research Career Development Award ist für mich eine große Ehre – nicht nur wegen des hohen Renommees der HFA, sondern auch, weil ich mich sehr mit ihren Zielen identifiziere, insbesondere mit dem interdisziplinären Forschungsansatz”, erklärt Preisträger Robert Hein. Robert Hein ist seit Anfang 2025 Juniorprofessor an der Universität Münster. Dort leitet er am Organisch-Chemischen Institut und am Center for Soft Nanoscience eine eigene Forschungsgruppe. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Synthese und Charakterisierung neuartiger Moleküle, die auf elektrische Reize reagieren. Besonders interessiert ihn, wie die Moleküle dabei vorübergehend ihre Farbe, ihr Leuchten oder ihre Form ändern. Neben grundlegenden Fragestellungen zielt seine Forschung auch auf konkrete Anwendungen, z.B. in der Sensorik, der Energiespeicherung oder bei der Entwicklung responsiver Oberflächen und funktionaler Materialien.
Preisträgerin Viola Introini erforscht interdisziplinär die Malaria-Erkrankung. Sie leitet die Forschungsgruppe „Vaskuläre Infektion“ am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts sowie am Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen. Gemeinsam mit ihrem Team untersucht sie, wie sich Malaria auf biologischer und genetischer Ebene im menschlichen Körper auswirkt. Dafür entwickelt und nutzt sie patientenbasierte Modelle künstlicher Blutgefäße: „Mit der Unterstützung dieses Preises plane ich, (…) ein physiologisch relevantes 3D-Modell der Mikrogefäße der Netzhaut zu entwickeln, das auf realen Bildern von Patienten mit zerebraler Malaria basiert. Dieses Modell wird die Blut-Netzhaut-Schranke nachbilden, einen Einblick in die Malaria-Pathologie ermöglichen und uns helfen, die im Gehirn ablaufenden Prozesse zu verstehen (..).“ Mithilfe dieser Modelle möchte Viola Introini die zugrunde liegenden Mechanismen der Malaria-Erkrankung genauer entschlüsseln und auf dieser Basis gezielt wirksame Therapien für den Menschen entwickeln.
Erfreulicherweise konnte sich unter den rund 120 Bewerbungen für den Hector RCD Award auch ein ehemaliger Nachwuchswissenschaftler der Hector Fellow Academy durchsetzen: Maximilian Dax. Heute leitet er eine Forschungsgruppe am ELLIS-Institut Tübingen sowie am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Während seiner Promotion wurde er von Hector Fellow Bernhard Schölkopf betreut. Mit seinem eigenständigen Projekt zu KI-basierte Analyse langer Gravitationswellen behauptete er sich erfolgreich im Wettbewerbsfeld seiner Disziplin Informatik und erhält nun die Möglichkeit, sein bereits in der Promotion begonnenes Forschungsthema weiter zu vertiefen. Er ist begeistert davon, die KI-Forschung mithilfe des Hector Research Career Development Awards weiter voranzutreiben: „Mit dieser Auszeichnung unterstützt die Hector Fellow Academy meine Forschung zur Entwicklung neuer Methoden der künstlichen Intelligenz für die Analyse langanhaltender Gravitationswellensignale. Dieses Projekt zielt darauf ab, unsere Fähigkeit zu verbessern, physikalische Informationen aus komplexen Messungen im Zeitalter der Observatorien der nächsten Generation zu extrahieren.“ Maximilian Dax verbindet grundlegende Forschung im Bereich der probabilistischen Künstlichen Intelligenz (KI) mit angewandter Forschung in den Naturwissenschaften, insbesondere der Astronomie, und hofft so, durch KI zu neuen wissenschaftlichen Entdeckungen beizutragen.
Seit Beginn des Förderpreises wurden bereits insgesamt 20 exzellente junge Wissenschaftler*innen in der Postdoc-Phase mit dem Hector RCD Award ausgezeichnet und temporär Mitglied im interdisziplinären Spitzennetzwerk der Hector Fellow Academy. Die nächste Ausschreibungsphase für den Hector RCD Award wird im Herbst 2026 stattfinden.
Hector Fellow Academy, Stefanie Peer, Senior Manager Graduate Schools
Tel: +49 (0)721 608 45792
E‑Mail: hrcdaward@hector-fellow-academy.de
https://hector-fellow-academy.de/karriereentwicklung/
Preisträger*innen des Hector RCD Awards 2025: Maximilian Dax, Viola Introini, Robert Hein (v.l.n.r.)
Copyright: © Hector Fellow Academy
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Biologie, Chemie, Informationstechnik, Medizin, Physik / Astronomie
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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