Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle besucht größten Wissenschafts- und Innovationsstandort des Landes
Ab sofort übernimmt das Wissenschaftsministerium die Verantwortung für die Entwicklung im Potsdam Science Park. Damit bündelt das Land Brandenburg seine Aktivitäten für den größten Wissenschafts- und Innovationsstandort des Landes in einem Ressort und stärkt den weiteren Ausbau des Parks zu einem international sichtbaren Innovationstreiber. Wissen-schaftsministerin Dr. Manja Schüle besuchte heute den Standort in Potsdam-Golm, um sich vor Ort mit Forschenden, Unternehmen und Start-ups auszutauschen und über aktuelle Ent-wicklungen zu informieren.
Ministerin Manja Schüle: „Der Potsdam Science Park ist das größte Innovationszentrum Bran-denburgs. Hier wird aus exzellenter Forschung wirtschaftliche Stärke – von Life Sciences und Bio-technologie über Big Data bis hin zu nachhaltiger Produktion und Neuen Materialien. Mit der neuen Zuständigkeit bündeln wir Forschung, Transfer, Standortentwicklung und Ansiedlung strategisch unter einem Dach – für mehr Tempo, mehr Sichtbarkeit und mehr Wertschöpfung im Land. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Golm international sichtbar wächst und neue Zukunftschancen für Brandenburg entstehen – und wir stärken das Land als Standort für Zukunftstechnologien, die das Leben der Menschen spürbar verbessern.“
Standortmanagerin Agnes von Matuschka: „Die neue Federführung durch das Wissen-schaftsministerium ist für das Standortmanagement im Potsdam Science Park eine äußerst po-sitive Entwicklung, über die wir uns sehr freuen. Unser Fokus liegt darauf, den Transfer von In-novationen aus den exzellenten Wissenschaftseinrichtungen zu befördern und Start-ups sowie Unternehmen bei der Vernetzung innerhalb unseres lebendigen Ökosystems und bei der Ansied-lung zu unterstützen. Wir möchten den Park international platzieren und als Leuchtturm in Brandenburg etablieren.“
Der Potsdam Science Park ist der größte Wissenschafts- und Innovationscampus Branden-burgs. Rund 12.500 Menschen aus mehr als 70 Ländern forschen, lernen und arbeiten auf mehr als 50 Hektar in einem eng vernetzten Ökosystem aus Unternehmen, Start-ups und Spitzenforschung. Mit fünf Instituten der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaften, drei Fakultäten der Universität Potsdam, zwei GO:IN-Innovationszentren und mittlerweile rund 50 Unternehmen und Start-ups ist der Standort ein kontinuierlich wachsender Motor für Innova-tion und Technologietransfer. Und der Science Park wächst weiter: Neue Labor- und Büroflä-chen sind in Planung, weitere Unternehmen wollen sich ansiedeln.
Die Standortmanagement Golm GmbH verantwortet unter anderem Technologietransfer und Kooperationen, die Ansiedlung forschungsnaher Unternehmen wie Start-ups, Internatio-nalisierung, Standortmarketing, die Weiterentwicklung des Innovationsökosystems und ist Ansprechpartnerin vor Ort. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der GO:INcubator GmbH, deren Gesellschafter die Landeshauptstadt Potsdam und die Universi-tät Potsdam sind und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus Landesmitteln unterstützt. Das Wissenschaftsministerium will ab 2027 für die langfristige finanzielle Unterstützung des Standortmanagements Sorge tragen.
Beim Rundgang besuchte die Ministerin ausgewählte Unternehmen und Start-ups, die beispielhaft für die Innovationskraft des Standorts stehen:
• Personalisierte Krebsmedizin: Das Start-up CanChip GmbH entwickelt Tumor-on-Chip-Modelle, die realitätsnahe Tests an menschlichen Zellmodellen ermöglichen und Tierversuche in der Krebsforschung perspektivisch ersetzen können.
• Neue Wirkstoffe: Die kez.biosolutions GmbH entwickelt eine biotechnologische Drug-Discovery-Plattform für neue Medikamente auch bei schwer zugänglichen Wirk-stoffzielen – wichtig für gesundes Älterwerden oder gegen antimikrobielle Resisten-zen.
• Cyber-Sicherheit für Wirtschaft und Gesellschaft: Die NeoMINT GmbH entwickelt praxisnahe Sicherheitsstrukturen, die Unternehmen befähigen, neue Technologien verantwortungsvoll und zukunftssicher einzusetzen.
• Hochpräzise Sensorik „made in Brandenburg“: Die All About Accuracy GmbH arbei-tet an einer neuen Generation von Lokalisierungssensoren, die etwa in Robotik, auto-nomen Transportsystemen oder der Gesundheitslogistik eingesetzt werden können.
• Diagnostik und Impfstoffe: Die Ripac-Labor GmbH produziert bestandsspezifische Tierimpfstoffe, basierend auf der exakten Identifizierung von Infektionserregern. Das Unternehmen baut im Potsdam Science Park eine hochmoderne Produktionsstätte.
Weitere Informationen: www.potsdam-sciencepark.de
Ministerin Schüle mit wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen von Start-ups
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Biologie, Chemie, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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