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24.02.2026 07:00

Immer mehr Ukrainer möchten in ihrem Zufluchtsland bleiben

Harald Schultz Kommunikation
Rockwool Foundation Berlin

    Berlin, 24. Februar 2026 – Vier Jahre nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine möchten immer mehr Flüchtlinge in ihrem Zufluchtsland bleiben. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die von Forschern der Universität Kopenhagen und der ROCKWOOL Foundation in Dänemark durchgeführt wurde. Sie ist nun als Research Insight 5/26 von RFBerlin veröffentlicht worden. 76 Prozent der Ukrainer möchten in Dänemark bleiben, auch wenn der Krieg keine Gefahr mehr für ihre Heimatstadt darstellt. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 69 Prozent.

    „Je länger der Krieg dauert, desto mehr Flüchtlinge möchten bleiben“, sagt Mette Foged, Forscherin bei der ROCKWOOL Foundation und Professorin an der Universität Kopenhagen. „Im Jahre 2023 wollten nur 50 Prozent der Flüchtlinge in Dänemark bleiben. Dies könnte auch für andere Länder bedeutsam sein, in denen Ukrainer Zuflucht gesucht haben.“

    Nun geben weitere 21 Prozent an, dass sie bleiben wollen, solange ihre Heimatstadt nicht sicher ist. Und nur 3 Prozent wollen jetzt nach Hause zurückkehren. „Weniger Menschen sehen derzeit eine Zukunft in der Ukraine“, fügt Foged hinzu. Die Absicht zu bleiben, liegt in den Altersgruppen von 18 bis 49 Jahren bei etwa 80 Prozent. Danach sinkt sie. Der Wunsch, zu bleiben, ist unter den ältesten Ukrainern am wenigsten verbreitet. Nur 52 Prozent der über 60-Jährigen wollen in Dänemark bleiben.

    Außerdem sagen 77 Prozent von jenen, die bleiben wollen, dass sie Angst haben, nach Hause geschickt zu werden. Dies sei ein ernstes, großes oder auch ein eher geringes Problem in ihrem Alltag. In Dänemark leben Ukrainer nur mit einem vorübergehenden Aufenthaltsstatus.

    Die Informationen wurden mittels eines Fragebogens unter erwachsenen Ukrainern (ab 18 Jahren) erhoben, die zwischen dem Beginn der groß angelegten Invasion im Februar 2022 und Juli 2024 angekommen sind. Die Umfrage wurde von Oktober 2025 bis Januar 2026 durchgeführt.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Auf Deutsch Dr. Edith Zink: ezi.zink@gmail.com
    Auf Englisch und Dänisch:
    Prof. Mette Foged; 0045 35 32 35 82; mette.foged@econ.ku.dk
    Prof. Karen-Inge Karstoft; 0045 35 33 50 50; kik@psy.ku.dk


    Originalpublikation:

    RFBerlin Research Insight: „Immer mehr Ukrainer möchten in Dänemark bleiben” von Mette Foged, Karen-Inge Karstoft und Edith Zink, veröffentlicht hier: https://www.rfberlin.com/research-insight/
    (Materialien dazu auch auf Deutsch und Dänisch erhältlich: https://rockwoolfonden.dk/udgivelser/3-ud-af-4-ukrainere-oensker-at-blive-i-danm...)


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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