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25.02.2026 10:07

Bekenntnis zu einem lebendigen Uni-Campus: Task Force informiert über Fortschritte bei Planungen für Brauhausberg

Anne Nachtigall Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (Brandenburg)

    Die Landesregierung, die Universität Potsdam, die Hasso Plattner Foundation und die Stadt Potsdam arbeiten gemeinsam mit weiteren Beteiligten intensiv an den Plänen zum Bau eines neuen Campus für die Universität Potsdam auf dem Brauhausberg. Zeitgleich bereitet die Landesregierung Änderungen zum Landeshochschulrecht vor, um Berufungsverfahren für Professuren zu beschleunigen und Auswahlverfahren für Studierende zu vereinfachen.

    Das Großprojekt zum Neubau des Campus Brauhausberg als viertem Standort der Universität Potsdam sowie zum Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts und der gemeinsam mit der Uni betriebenen Digital Engineering Fakultät am Campus Griebnitzsee wird durch eine Task Force unter Leitung von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Professor Hasso Plattner gesteuert. Das Gremium hat gestern Abend auf seiner dritten Sitzung die Fortschritte ihrer beiden Arbeitsgruppen „Planen und Bauen“ sowie „Lehr- und Forschungskooperation“ diskutiert. Erstmals nahm Potsdams neue Oberbürgermeisterin Noosha Aubel daran teil.

    Ministerpräsident Woidke sagte: „Wo einst politisches Treiben herrschte, soll künftig studentisches Leben pulsieren. Gemeinsam arbeiten wir jetzt an der konkreten Umsetzung hin zu einem zukunftsfähigen Universitätscampus am Standort des ehemaligen Landtags auf dem Brauhausberg. Schritt für Schritt realisieren wir ein einzigartiges Vorhaben für den Wissenschaftsstandort Potsdam, das Land Brandenburg und weit darüber hinaus. Uns eint das Ziel, mit dem neuen Campus Brauhausberg und dem ausgebauten Campus Griebnitzsee europaweit Maßstäbe zu setzen.“

    Hasso Plattner unterstrich: „Wir reden hier nicht über eine ferne Zukunft, sondern wir bauen diese jetzt. Die Geschwindigkeit, mit der die Task Force arbeitet, zeigt: Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass wir keine Zeit zu verlieren haben, wenn Potsdam zu einem der führenden Standorte für Informatik und Künstliche Intelligenz in Europa werden soll. Dafür brauchen wir eine Universität, die mit den besten der Welt konkurrieren kann – bei der Forschung, bei der Lehre und bei der Geschwindigkeit, mit der sie die Besten gewinnt. Genau das treiben wir voran.”

    Oberbürgermeisterin Aubel ergänzte: „Mit den Fortschritten im Planungsprozess wird deutlich, welch großes Potenzial in der Entwicklung liegt. Der Wissenschaftsstandort Potsdam gewinnt an Strahlkraft, indem das Hasso-Plattner-Institut zu einem europäischen Zentrum für digitale Wissenschaften ausgebaut wird und am Brauhausberg ein neuer, hochmoderner Uni-Campus entsteht. Gleichzeitig eröffnet sich für die Stadtentwicklung eine große Chance: Studentisches Leben kehrt sichtbar ins Potsdamer Zentrum zurück. Zugleich wird das Denkmal des ehemaligen Landtags bewahrt und mit einer öffentlichen, lebendigen Nutzung zukunftsorientiert weiterentwickelt.“

    Woidke dankte der Stadt für das umfassende Beteiligungs- und Planungsverfahren, dass die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadtpolitik einbezieht.

    Themen der 3. Sitzung der Task Force:

    Gestaltung Brauhausberg

    Als Teil der öffentlichen Beteiligung wurden am 29. Januar 2026 drei städtebauliche Varianten eines künftigen Universitätscampus auf dem Brauhausberg präsentiert und Interessierten die Möglichkeit zum Kommentieren gegeben. Die drei Varianten übersetzten den universitären Raumbedarf mit verschieden hohen Bebauungen sowie unterschiedlich stark ausgebildeten räumlichen Verbindungen zwischen den Gebäudekörpern. Alle drei Varianten enthielten 150 Plätze für das Studierendenwohnen. Das Feedback zu den Entwürfen sowie die fachlichen Perspektiven werden jetzt in zwei städtebaulichen Planungswerkstätten diskutiert. Im Ergebnis soll eine städtebauliche Vorzugsvariante feststehen, die die verschiedenen Anforderungen an die Campusentwicklung zusammenführt. Diese soll im Mai präsentiert und Grundlage für den Bebauungsplan werden.

    Novellierung Hochschulrecht

    Mit einer Novelle des Hochschulgesetzes soll die Berufung neuer Professorinnen und Professoren erheblich beschleunigt werden. Von der Neuregelung sollen alle brandenburgischen Hochschulen profitieren. International renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen im Idealfall im Wege einer außerordentlichen Berufung innerhalb von zwei Monaten gewonnen werden können. Gegenwärtig dauern Berufungsverfahren an deutschen Hochschulen nicht selten zwei Jahre. Im Hochschulzulassungsrecht sollen die Möglichkeiten ausgebaut werden, geeignete Studierende auszuwählen und damit den Studienerfolg zu fördern, um auch insoweit die klügsten Köpfe in Brandenburg zu halten oder nach Brandenburg zu holen. Der Gesetzentwurf soll Ende März vom Kabinett verabschiedet werden. Den Landtag könnte es dann noch vor der Sommerpause passieren.

    Neben den Tagesordnungspunkten der Task Force wurde auch das Studentische Wohnen thematisiert. Auf dem Campus Brauhausberg sollen 150 Wohnheimplätze neu geschaffen werden. Das Studierendenwerk West:Brandenburg plant und baut derzeit zusätzliche Unterkünfte in der Landeshauptstadt. Bis 2028 entstehen in Zuständigkeit des Studierendenwerks mehr als 800 neue Wohnheimplätze. Allein dadurch erhöht sich die Zahl der Wohnheimplätze in Potsdam bereits um etwa ein Drittel.

    Hintergrund:

    Das Land, die Universität und die Hasso Plattner Foundation hatten im Juni 2025 einen Letter of Intent für das Großvorhaben unterzeichnet und im Juli die Task Force gegründet. In dem Gremium und ihren Arbeitsgruppen ist die Landesregierung auf Ministerebene vertreten.

    Die Arbeitsgruppen „Planen und Bauen“ sowie „Lehr- und Forschungskooperation“ werden geleitet von Innenminister René Wilke und Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle. In der Task Force wirkt zudem Finanzminister Robert Crumbach mit. Neben der Universität Potsdam mit ihrem Präsidenten Professor Oliver Günther und der Hasso Plattner Foundation ist auch die Stadt Potsdam mit der Oberbürgermeisterin in der Task Force vertreten.

    Der neue Uni-Campus auf dem Brauhausberg soll für Forschung und Lehre international Maßstäbe setzen. Die Universität Potsdam wird zugleich an den Standorten in Golm und am Neuen Palais gestärkt. So sollen im gesamten Stadtgebiet moderne, leistungsfähige und zukunftsorientierte Studienbedingungen geschaffen werden.
    Mit dem Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts und der gemeinsam mit der Universität Potsdam getragenen Digital Engineering Fakultät will Brandenburg einen großen Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands und Europas leisten. Die Digital Engineering Fakultät wird weitere Masterstudiengänge, internationale Kooperationen und Forschungsschwerpunkte insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz entwickeln.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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