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27.02.2026 11:38

44 Hochschulen überzeugen mit starken Gleichstellungskonzepten.

Dr. Annika Ostendorf Pressestelle
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)

    Entscheidung in der dritten und letzten Auswahlrunde des
    Professorinnenprogramms 2030 getroffen

    Die dritte und finale Auswahlrunde zum Professorinnenprogramm 2030 ist beendet: Ein externes, unabhängiges Begutachtungsgremium hat am gestrigen Donnerstag, 26. Februar, über die 51 eingereichten Gleichstellungskonzepte für Parität an der Hochschule entschieden. 44 Hochschulen konnten mit ihren gleichstellungspolitischen Zielen, Strukturen und Maßnahmen überzeugen. Sie haben nun die Möglichkeit, bis zum 30. September 2027 Anträge für bis zu drei Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von Wissenschaftlerinnen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren zu stellen.

    Die Gleichstellungskonzepte von 5 der zur Förderung ausgewählten Hochschulen wurden zudem vom Begutachtungsgremium vor dem Hintergrund der jeweiligen hochschulspezifischen Situation sowie in Bezug auf Typ und Größe am besten bewertet. Für diese Leistung wird ihnen zusätzlich das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ verliehen.
    Die bereits vergebenen Prädikate der ersten und zweiten Auswahlrunde haben gezeigt: Diese besondere Auszeichnung im Professorinnenprogramm 2030 führt dazu, dass Gleichstellungsarbeit an den Hochschulen noch sichtbarer und als Qualitätskriterium anerkannt wird. Das Prädikat ist verbunden mit der Möglichkeit zur Förderung einer zusätzlichen Stelle für eine Wissenschaftlerin oder Künstlerin, die in eine unbefristete Professur münden sollte.

    Die GWK-Vorsitzende Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt betont: „Das Professorinnenprogramm ist seit 2008 das zentrale Programm von Bund und Ländern zur Förderung von Gleichstellung an Hochschulen. Es ist ermutigend, dass es auf eine anhaltend hohe Resonanz stößt und ein Großteil aller Hochschulen sich daran beteiligt hat. Das zeigt eindeutig: Den Hochschulen ist die Relevanz von Gleichstellungsarbeit bewusst – das ist ein starkes Signal für die Verbesserung der Strukturen für Frauen in der Wissenschaft. Den ausgewählten Hochschulen wünsche ich viel Erfolg bei der Umsetzung des Konzepts und bei der Gewinnung von exzellenten Wissenschaftlerinnen.“

    „Mit der heutigen Entscheidung setzen Länder und Bund erneut ein starkes Signal für die Gleichstellung der Geschlechter in der deutschen Wissenschaft. Im Professorinnenprogramm geht es nicht nur um einzelne Berufungen, sondern um einen tiefgreifenden Kulturwandel: Wir stärken die Gleichstellung strukturell, fördern tragfähige Konzepte und unterstützen Frauen gezielt auf ihrem Weg in wissenschaftliche Spitzenpositionen. Zugleich verankern wir nachhaltig eine Kultur, in der Chancengerechtigkeit selbstverständlich ist. Ich freue mich über die rege Beteiligung in allen drei Auswahlrunden und beglückwünsche die erfolgreichen Hochschulen zu ihren überzeugenden Gleichstellungskonzepten“, so Falko Mohrs, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur und stellvertretender Vorsitzender der GWK.

    Das Professorinnenprogramm 2030 wurde im November 2022 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen, baut auf den erfolgreichen bisherigen drei Programmphasen seit 2008 auf und wurde inhaltlich gestärkt. Ziel des Förderprogramms ist es, die Anzahl der Professorinnen in Richtung Parität dynamisch zu erhöhen, Wissenschaftlerinnen in der frühen Karrierephase auf dem Weg zur Lebenszeitprofessur zu fördern und in der Wissenschaft zu halten sowie die Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen strukturell noch stärker zu verankern. Damit wird der notwendige Struktur- und Kulturwandel hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen nachhaltig gestärkt.

    Das Professorinnenprogramm 2030 verbessert die Rahmenbedingungen für kleinere und mittlere Hochschulen sowie alle Hochschultypen und nimmt unter anderem die dezentrale Ebene an den Hochschulen, das Berufungsmanagement, das Gleichstellungscontrolling sowie Wissenschaftlerinnen in der frühen Karrierephase in den Blick. Bund und Länder stellen für das Professorinnenprogramm 2030 insgesamt 320 Millionen Euro über eine Laufzeit von erstmalig acht Jahren zur Verfügung.

    Seit Beginn des Professorinnenprogramms hat sich der Großteil aller öffentlich-rechtlichen Mitgliedshochschulen der Hochschulrektorenkonferenz beteiligt und ein Konzept zur Begutachtung eingereicht.
    Über allen Programmphasen hinweg konnten bisher 1.085 Professuren über das Professorinnenprogramm gefördert werden.


    Bilder

    Anhang
    attachment icon Liste ausgewählter Hochschulen 3. Call Professorinnenprogramm 2030

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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