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27.02.2026 12:05

Optimierte Integrationsplanung von Produktionsanlagen in der Automobilindustrie

Sybille Adamer Hochschulkommunikation
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

    Ein Projekt zur Automatisierung und Optimierung der Integrationsplanung von Produktionsanlagen in der Automobilindustrie wurde am IPI – Institut für Produktion und Informatik am Standort Sonthofen gestartet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Verbundvorhaben der Hochschule Kempten über 2 Jahre mit rund 525.000 EUR.

    Kann ein neues Produkt auf einer bestehenden Anlage gefertigt werden? Welche Änderungen an den Produktionsressourcen sind nötig? Kann eine gleichzeitige Produktion von verschiedenen Varianten oder Baureihen ermöglicht werden? Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Steigende Kosten stellen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vor große Herausforderungen. Ziel des Forschungsprojekts EVOIP ist es, diese Unternehmen bei der Integrationsplanung von Produktionsanlagen durch den Einsatz Digitaler Zwillinge, KI und mathematischer Optimierung zu unterstützen.

    Entwickelt werden Digitale Zwillinge von Produkten und Produktionsanlagen, mit denen virtuell geprüft werden kann, ob neue Produkte auf bestehenden Anlagen gefertigt werden können und welche Anpassungen dafür notwendig sind. Umbauten, Neuprogrammierungen und Änderungen an Produktionsressourcen lassen sich so bereits vor der realen Umsetzung realistisch bewerten. „Der Kern des Projektes ist die Verknüpfung von Produkten und Anlagestrukturen mithilfe neu entwickelter Mapping-Algorithmen sowie der Einsatz mathematischer Optimierungsverfahren, unter anderem dem Mixed-Integer Linear Programming“, erläutert Projektleitung Prof. Bernd Lüdemann-Ravit vom IPI Sonthofen. Ergänzt wird das durch Methoden des Maschinellen Lernens.

    Dadurch wird eine optimale Zuordnung von Produktionsprozessen zu vorhandenen Ressourcen ermöglicht bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Kosten, Umbauaufwand und Anlagenauslastung.

    Vom Projekt EVOIP profitieren besonders kleine und mittelständische Unternehmen, um schneller auf Marktanforderungen zu reagieren, wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Produktionssysteme zukunftssicher zu machen. Zum Forschungskonsortium gehören neben dem IPI – Institut für Produktion und Informatik die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. Die Projektdauer endet im März 2028.

    Über das IPI – Institut für Produktion und Informatik
    Das IPI – Institut für Produktion und Informatik der Hochschule Kempten am Standort Sonthofen ist eine anwendungsorientierte, interdisziplinäre Forschungseinrichtung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie. Als Technologietransferzentrum begleitet und unterstützt es Industriepartner bei der Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Kontext der Digitalisierung von Produktionssystemen und der Produktionsplanung. https://www.hs-kempten.de/ipi


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Bernd Lüdemann-Ravit
    bernd.luedemann-ravit@hs-kempten.de


    Weitere Informationen:

    https://kefis.fza.hs-kempten.de/de/forschungsprojekt/813-evoip


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Informationstechnik, Maschinenbau
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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