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03.03.2026 14:14

DFG fördert Forschungsvorhaben in der galaktischen Archäologie

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Universität Heidelberg

    Um die Entstehungsgeschichte und das „Wachstum“ der Milchstraße mithilfe neuartiger Methoden der computergestützten Astrophysik zu rekonstruieren, erhalten Dr. Tobias Buck und Dr. William Oliver eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die beiden Wissenschaftler forschen am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen und am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg auf dem Gebiet der galaktischen Archäologie. Im Rahmen des neuen Projekts wollen sie Algorithmen entwickeln, die die Daten aus großen Himmelsdurchmusterungen wesentlich genauer als bisher abbilden können, um so Rückschlüsse auf die Entwicklung der Milchstraße zu ziehen.

    Pressemitteilung
    Heidelberg, 3. März 2026

    DFG fördert Forschungsvorhaben in der galaktischen Archäologie
    Heidelberger Astrophysiker entwickeln neuartige Algorithmen, um die Entstehungsgeschichte und das „Wachstum“ der Milchstraße zu rekonstruieren

    Um die Entstehungsgeschichte und das „Wachstum“ der Milchstraße mithilfe neuartiger Methoden der computergestützten Astrophysik zu rekonstruieren, erhalten Dr. Tobias Buck und Dr. William Oliver eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die beiden Wissenschaftler forschen am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen und am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg auf dem Gebiet der galaktischen Archäologie. Im Rahmen des neuen Projekts wollen sie Algorithmen entwickeln, die die Daten aus großen Himmelsdurchmusterungen wesentlich genauer als bisher abbilden können, um so Rückschlüsse auf die Entwicklung der Milchstraße zu ziehen. Die DFG fördert die Forschungsarbeiten für einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 950.000 Euro.

    Mit dem Forschungsvorhaben verfolgen Tobias Buck und William Oliver das Ziel, sowohl unterschiedliche stellare Strukturen als auch Messunsicherheiten in großen Himmelsdurchmusterungen, etwa im Rahmen der Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation, mithilfe sogenannter Clustering-Algorithmen abzubilden. „Mit Methoden der computergestützten Astrophysik wollen wir beispielsweise zerstörte Satellitengalaxien quantifizieren, die zum Aufbau der halo-artigen Struktur um die Milchstraße herum beigetragen haben“, erklärt Dr. Buck, der das Projekt „COSMOS – Clustering, orbital- und simulationsbasierte Modellierung für Beobachtungsdurchmusterungen“ leitet. Aus aktuellen Beobachtungsdaten sollen so robuste Rückschlüsse auf vergangene Akkretionsereignisse gezogen werden – also auf das Wachstum der Galaxie durch die gravitative Ansammlung von Materie. Zum Einsatz kommen dabei insbesondere auch GPU-beschleunigte Simulationen, um realistische Modelle von akkretierten Systemen in der sich dynamisch entwickelnden Milchstraße zu erstellen.

    Tobias Buck ist Leiter der Forschungsgruppe „Astrophysics and Machine Learning“. Die Gruppe arbeitet am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen und am Institut für Theoretische Astrophysik, das zum Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg gehört. Das Team, zu dem William Oliver als Postdoktorand gehört, verbindet aktuelle Methoden des Maschinellen Lernens mit hochaufgelösten kosmologischen Computersimulationen. Damit sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung von Galaxien gewonnen werden. Die Forschungsarbeiten werden auch im Nexus-Programm der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.

    Kontakt:
    Universität Heidelberg
    Kommunikation und Marketing
    Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    Weitere Informationen:

    https://www.iwr.uni-heidelberg.de – Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen
    https://www.zah.uni-heidelberg.de/de/willkommen – Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg


    Bilder

    Mit der Anwendung des AstroLink-Clustering-Algorithmus auf über eine Milliarde Sterne, die im Rahmen der Gaia-Mission der ESA beobachtet wurden, konnten 7.410 verschiedene Sternengruppen in der Milchstraße identifiziert werden.
    Mit der Anwendung des AstroLink-Clustering-Algorithmus auf über eine Milliarde Sterne, die im Rahmen ...

    Copyright: © William Oliver, Tobias Buck


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Mit der Anwendung des AstroLink-Clustering-Algorithmus auf über eine Milliarde Sterne, die im Rahmen der Gaia-Mission der ESA beobachtet wurden, konnten 7.410 verschiedene Sternengruppen in der Milchstraße identifiziert werden.


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