Wie beeinflusst das Aufwachsen in der Stadt die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen? Und wie können Prävention, Unterstützung und Versorgung im urbanen Raum nachhaltig verbessert werden? Diesen Fragen widmet sich das Digitale Fachforum zum Thema „Urban Mental Health“, zu dem die Interessengruppe Klinische Kinder- und Jugendpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie am 11. März 2026 von 15:00 bis 17:00 Uhr einlädt.
Wie gesund sind unsere Städte für junge Menschen? Urban Mental Health geht der Frage nach, wie das Aufwachsen in der Stadt die psychische Gesundheit prägt, und wie urbane Strukturen, Bildungsorte und soziale Angebote gezielt dazu beitragen können, sie zu stärken.
Mit dem Fachforum sollen Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt gerückt werden. Ihre Entwicklung wird maßgeblich durch die Schule sowie durch bestehende Unterstützungs- und Versorgungsstrukturen geprägt, aber auch durch Faktoren wie soziale Ungleichheit oder Umweltbelastungen. Mit dem Fachforum sollen unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden: die Erfahrungen junger Generationen, das Wissen aus der Forschung und konkrete Präventionsansätze aus der Praxis.
„Wir wissen aus der Forschung sehr genau, was die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärkt“, sagt Silvia Schneider, Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und Trägerin des Deutschen Psychologie Preises 2025. Sie betont: „Entscheidend ist jetzt, dieses Wissen konsequent in ihre Lebenswelten zu bringen: in Schulen, in die Jugendhilfe, in die Kommunen. Wir müssen dorthin gehen, wo junge Menschen leben und lernen. Die Projekte, die wir im Fachforum vorstellen, zeigen, wie dieser Transfer in die Praxis gelingen kann.“
Drei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel
Drei Impulse bilden den Auftakt der Veranstaltung:
• Prof. Dr. Silvia Schneider gibt Einblicke in aktuelle Forschungs- und Praxisprojekte zu Urban Mental Health in Bochum und zeigt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit Kommunen vor Ort in konkrete, wirksame Maßnahmen übersetzt werden.
• Lilli Berthold, stellvertretende Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, stellt die Kampagne „Uns geht’s gut?“ vor und bringt die Stimme der jungen Generation direkt in die Diskussion ein.
• Vanessa Gstettenbauer von der Mental Health Alliance skizziert in ihrem Impuls zu „Mental Health for all Policies“, wie psychische Gesundheit als gemeinsamer Auftrag verstanden und präventions- sowie vernetzungsorientiert in Politik, Bildung, Jugendhilfe und Gesundheitsversorgung verankert werden kann.
Im Anschluss an die Impulse sind alle Teilnehmenden eingeladen, sich aktiv am Austausch zu beteiligen und ihre Perspektiven einzubringen. Das Fachforum bringt Wissenschaft, junge Menschen, politische Akteure und die Berufspraxis in einen gemeinsamen Dialog und schafft Raum für eine konstruktive Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Moderiert wird die Diskussion von der DGPs-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, die den Austausch strukturiert, Perspektiven verbindet und den Transfer psychologischer Evidenz in gesellschaftliche Handlungsfelder fördert.
An wen richtet sich das Fachforum?
Das Fachforum richtet sich an Forschende, an psychotherapeutische Praktikerinnen und Praktiker, Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten, sowie Medienvertreterinnen und Medienvertreter. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.
Das sechste Fachforum Klinische Kinder- und Jugendpsychologie findet anlässlich der Verleihung des Deutschen Psychologie Preises 2025 an Prof. Dr. Silvia Schneider statt. Mit diesem Preis wurde Silvia Schneider für ihre wegweisende Pionierarbeit in der Erforschung und Weiterentwicklung psychotherapeutischer Behandlungsmethoden für Kinder und Jugendliche geehrt. Das Fachforum zu Urban Mental Health widmet sich einem Schwerpunktthema ihrer aktuellen Forschung.
Mehr Informationen zu den Referentinnen und Themen, Link zur Anmeldung: https://www.dgps.de/schwerpunkte/fachforum-klinische-kinder-und-jugendpsychologi...
Pressekontakt:
Dr. Anne Klostermann
Pressestelle DGPs
Tel.: 030 28047718
E-Mail: pressestelle@dgps.de
Über die DGPs:
Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs e.V.) ist eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen. Die rund 6000 Mitglieder erforschen das Erleben und Verhalten des Menschen. Sie publizieren, lehren und beziehen Stellung in der Welt der Universitäten, in der Forschung, der Politik und im Alltag. Die Pressestelle der DGPs informiert die Öffentlichkeit über Beiträge der Psychologie zu gesellschaftlich relevanten Themen und stellt eine Expertendatenbank für Presseanfragen zur Verfügung. Besuchen Sie die DGPs im Internet: www.dgps.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Pädagogik / Bildung, Psychologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, wissenschaftliche Weiterbildung
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).