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04.03.2026 13:19

Monster, Mythen und Meereskarten: Digitalisierungsteam hebt Schätze aus dem Archiv

Deutsches Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte Kommunikation
Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte

    Pünktlich zum Tag der Archive am Wochenende vom 7. bis 8. März fällt im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven der Startschuss für ein neues Digitalformat, das verborgene Schätze aus dem Archiv ins Licht rückt. In innovativen, visuell eindrucksvollen Videoanimationen für die Social Media-Kanäle des Museums erweckt der britische Historiker Dr. Sam Willis außergewöhnliche Dokumente zu neuem Leben, erzählt skurrile Geschichten und liefert wissenschaftlich fundierte Hintergrundinformationen.

    300 Meter lange Riesenschlangen reißen ein Schiff in die Tiefe, Drachen, groß wie Berge, erheben sich aus den Wellen: Auf historischen Meereskarten begegnen uns häufig unheimliche Wesen dieser Art. In einer Zeit, in der die Ozeane weitgehend unerforscht waren, galten mythische Ungeheuer als plausible Erklärung für Schiffsunglücke und das Verschwinden ganzer Besatzungen.

    Das Deutsche Schifffahrtsmuseum präsentiert historisches Archivmaterial digital in neuer Form. In Kooperation mit dem bekannten britischen Historiker Dr. Sam Willis werden Archivalien wie frühneuzeitliche Meereskarten oder technische Zeichnungen plastisch aufbereitet. Dynamische Animationen auf Instagram, Facebook und YouTube [jeweils @leibnizdsm] und in Willis‘ populärer Podcast-Reihe „The Mariner’s Mirror“ laden Neugierige zur genaueren Betrachtung der Archivalien im Sammlungsportal des DSM ein und regen zur Entdeckung verborgener Zusammenhänge an.

    Der erste Beitrag der Reihe rückt einen historischen Druck aus der „Cosmographia“ des Schweizer Gelehrten Sebastian Münster von 1599 in den Fokus. Die Doppelseite mit dem Titel „Aus den Königreichen des Nordens stammen See- und Landungeheuer, die überall in den nördlichen Teilen anzutreffen sind“ zeigt überdimensionierte Seeungeheuer, oft mit ausgeprägten Fangzähnen, die – aus der Tiefe aufgetaucht – Schiffe und Menschen bedrohen. Münsters Werk gilt als die erste umfassende Darstellung des damaligen Wissens zu Geografie, Geschichte und Naturkunde in deutscher Sprache. Zahlreiche Bildmotive lassen sich auf die „Carta marina“ des schwedischen Bischofs Olaus Magnus zurückführen, die 1539 in Rom veröffentlicht wurde und als älteste detaillierte Kartendarstellung Skandinaviens angesehen wird.

    Dr. Willis ist in Großbritannien als renommierter Archäologe, Historiker sowie Produzent erfolgreicher TV-Formate und Podcasts bekannt. Seine Produktionen für BBC und National Geographic erreichen ein internationales Publikum. Bereits im vergangenen Jahr arbeitete das DSM mit dem Historiker zusammen und veröffentlichte gemeinsam Podcasts zu U-Booten, der „Bremer Kogge“ und zur Dauerausstellung „Schiffswelten“.

    Der Tag der Archive wird vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. organisiert und findet am 7. und 8. März zum 13. Mal statt. Unter dem Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen Archive bundesweit ihre Türen und machen mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung ihrer Arbeit aufmerksam.


    Weitere Informationen:

    https://digitaldepot.dsm.museum/detail/collection/a75110f4-57b1-4e58-a1b9-2e0c89...


    Bilder

    Historischer Druck von 1599
    Historischer Druck von 1599
    Quelle: DSM
    Copyright: DSM (CC BY-SA 4.0)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Informationstechnik, Kulturwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    Historischer Druck von 1599


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