Forschungsprojekt KEBAP hilft kleinen und mittleren Projektpartnern nachhaltige Kompetenzen aufzubauen
Hagen/Soest. Die Fachhochschule Südwestfalen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Automatisierung und Digitalisierung zu beschleunigen. Hebel ist hier das Forschungsprojekt „Konstruktion und Evaluation von Referenzmodellen und –bausteinen zur KI-gestützten Automatisierung von Prozessen“, kurz KEBAP. Das Projekt befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden. Zeit für einen Blick auf das Erreichte.
Kleine und mittlere Unternehmen tun sich oft besonders schwer bei der Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Genau hier bietet die Fachhochschule Südwestfalen mit dem Forschungsprojekt KEBAP konkrete Unterstützung an. Projektmitarbeiter Peter Alois Francois erklärt: „Den Unternehmen fehlen die Ressourcen, es fehlen häufig Mitarbeitende, Skills, Arbeitszeit oder die neuste und beste Software. Wir versuchen diesen Unternehmen gut nutzbare Bausteine zu bieten, die sie auf ihre Prozesse adaptieren können.“
Wichtig ist, dass die entstandenen Lösungen auf weitere Anwendungsfälle übertragbar sind, damit die teilnehmenden Unternehmen auch langfristig von dem Projekt profitieren. „Mit dem Projekt Kebap geben wir den Unternehmen ein Werkzeug in die Hand, mit dem sie ihre Digitalisierung durch die Wiederverwendbarkeit von Automatisierungskomponenten dauerhaft steigern können“, erklärt Peter Alois Francois. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen erfolgt dabei praxisnah am konkreten Beispiel. In jedem Partnerunternehmen wurden mehrere Automatisierungen umgesetzt, die langfristig angewendet werden können. Neben den Automatisierungstools zieht so auch zusätzliches Knowhow in die Unternehmen ein. Auch das ist ein wichtiger langfristiger Erfolgsfaktor von Kebap. „Wir wollten in den Unternehmen nachhaltig Digitalisierungserfahrungen aufbauen“, erklärt Peter Alois Francois, „damit wirkt das Wissen auch nach Projektende in den Mitarbeitenden weiter“.
Eines von insgesamt sechs teilnehmenden Unternehmen ist die wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH. Hier gibt es gleich mehrere bislang sehr aufwändige Arbeitsprozesse, die durch KI-gestützte Automatisierung vereinfacht werden können. Prokurist Markus Kürpick nennt ein Beispiel: „Das Anmeldemanagement für unsere etwa 120 Veranstaltungen pro Jahr passt perfekt. Das soll schneller, robuster und weniger fehleranfällig werden. Bisher sind die Prozesse sehr zeitintensiv und bieten daher ein hohes Potenzial für Automatisierung, um Mitarbeitende zu entlasten.“ Die an diesem Beispiel erarbeiteten Ergebnisse sollen dann im Unternehmen weiterverwendet werden. Auch hier hat Kürpick bereits eine Idee: „Wir haben Prozesse in der Öffentlichkeitsarbeit, etwa im Social-Media-Marketing. Dort erstellen wir 200 bis 300 Beiträge im Jahr. Das sind arbeitsintensive Prozesse, die sich erstens automatisieren lassen und zweitens auf andere Unternehmen übertragbar sind.“
Wichtig ist Markus Kürpick noch, dass es dabei nicht darum geht, Arbeitsplätze überflüssig zu machen. „Ziel ist es, Mitarbeitende zu entlasten und sie effizienter in ihren eigentlichen Aufgaben zu unterstützen.“
Hintergrund/Förderung
Das Forschungsprojekt „Konstruktion und Evaluation von Referenzmodellen und –bausteinen zur KI-gestützten Automatisierung von Prozessen“, Kurztitel KEBAP, hat eine Laufzeit vom 1.8.2022 bis zum 31.7.2026. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Projekteiter sind Prof. Dr. Andre Coners und Prof. Dr. Ralf Plattfaut.
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DIe KEBAP-Projektmitarbeiter Peter Alois Francois und Marlon Kampmann (v.li.) unterstützen Markus Kü ...
Quelle: Albert Beckmann
Copyright: FH Südwestfalen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter
Informationstechnik, Wirtschaft
regional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

DIe KEBAP-Projektmitarbeiter Peter Alois Francois und Marlon Kampmann (v.li.) unterstützen Markus Kü ...
Quelle: Albert Beckmann
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