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05.03.2026 11:05

Medizin der Zukunft: Zehn Kommunikationsideen junger Forschender ausgezeichnet

Kathrin Legermann Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Wissenschaftsjahr 2026 - Medizin der Zukunft

    Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft: Je 10.000 Euro für Gewinnerteams aus Berlin, Erfurt, Jena, Kaiserslautern, Koblenz, München, Regensburg, Weingarten und Wuppertal

    Wie werden neuartige Erreger erforscht? Welche Gesundheitsrisiken gehen von einem Hitzesommer aus? Wie hängen Ernährung und Darmgesundheit zusammen? Die Bandbreite der Fragen ist groß, zu denen junge Forschende im Hochschulwettbewerb 2026 Bürgerinnen und Bürger auf kreative Weise mit aktueller medizinischer Forschung in Kontakt bringen. Aus 220 Einreichungen im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft wurden die besten zehn Projektideen ausgezeichnet. Die Gewinnerteams erhalten jeweils 10.000 Euro Preisgeld, mit dem sie ihre Ideen bis Ende des Jahres 2026 realisieren können.

    Die erfolgreichen Teams kommen aus ganz Deutschland und setzen auf unterschiedliche Kommunikationsformate – von einer Ausstellung über Kochabende bis hin zum Poesiewettbewerb. Mit dem gewonnenen Preisgeld können sie ihre Ideen nun umsetzen. Begleitend besuchen die Gewinnerteams Schulungen und Veranstaltungen von Wissenschaft im Dialog, unter anderem zu Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Storytelling und Veranstaltungsorganisation. Über ihre Fortschritte, Schwierigkeiten und Highlights bei der Projektumsetzung informieren die Teams regelmäßig auf Instagram und der Webseite des Hochschulwettbewerbs.

    Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der Hochschulrektorenkonferenz, der Jungen Akademie und in diesem Jahr auch der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) ausgerufen und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Wissenschaftsjahres gefördert. 

    Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner
    (Die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte. Die genannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind Pressekontakte.)

    Berlin
    Charité – Universitätsmedizin Berlin
    Kontakt: Dr. Romy Greiner | Geschäftsbereich Unternehmenskommunikation | romy.greiner@charite.de | 030 450 570 609
    Purpurnägel, ein immunologisches Rätselabenteuer
    Ein Escape-Game gibt Schülerinnen und Schülern einen spielerischen Einblick in die Erforschung neuartiger Erreger. Sie schlüpfen in die Rolle von Forschenden und interpretieren Labordaten, um eine Pandemie zu verhindern. Dabei lernen sie Begriffe wie „Varianten“ und „Immunogenität“ besser kennen, um beispielsweise bewusste Impfentscheidungen treffen zu können.

    Erfurt
    Universität Erfurt
    Kontakt: Carmen Voigt | Leiterin Hochschulkommunikation | pressestelle@uni-erfurt.de | 0361 737 5021
    HeatFuture Lab Thüringen – HeatSound & Vision für die Medizin der Zukunft
    Ein interaktiver Ausstellungsraum, in dem Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit jungen Forschenden einen heißen Sommer im Jahr 2050 simulieren: Das ist die Idee eines Projektteams der Universität Erfurt. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken durch Hitze mithilfe von Künstlicher Intelligenz visuell und akustisch anschaulich darzustellen und über präventive Maßnahmen zu diskutieren.

    Jena
    Universitätsklinikum Jena
    Kontakt: Dr. Uta von der Gönna | Stv. Leiterin Unternehmenskommunikation | Uta.von_der_Goenna@med.uni-jena.de | 03641 9391108
    Sepsis sichtbar machen – Street Art Workshop mit Jugendlichen
    In einem Street-Art-Workshop nähern sich Jugendliche gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern, Pädagoginnen und Pädagogen und klinisch Forschenden der lebensbedrohlichen Komplikation Sepsis. Die Jugendlichen können ihre Gedanken in einer altersgerechten kreativen Form ausdrücken und Fachleuten Fragen stellen. Die Kunstwerke sollen im öffentlichen Raumdauerhaft das Thema Sepsis sichtbarer machen.

    Kaiserslautern
    Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
    Kontakt: Fabienne Bäcker | Press Relations Manager | fabienne.baecker@iese.fraunhofer.de | 01514436 5918
    Mein Zwilling, meine Regeln – Ein Daten-Café zur Zukunft der Gesundheitsdaten
    In dem mobilen Café „Mein Zwilling, meine Regeln" gestalten Bürgerinnen und Bürger auföffentlichen Plätzen in Kaiserslautern und Karlsruhe ihren persönlichen digitalen Zwilling. Sieentscheiden, welche Gesundheitsdaten erfasst werden, welche Informationenprivat bleiben undwer auf die Daten zugreifen kann.

    Koblenz
    Universität Koblenz
    Kontakt: Christoph Asche | Referent Referat Kommunikation | christophasche@uni-koblenz.de | 0261 2871624
    Verdichtete Pflege
    Wie klingt Pflege, wenn sie selbst spricht? In einem bundesweiten Poesiewettbewerb sollen professionelle Pflegekräfte ihre Fragen und Perspektiven zur Medizin der Zukunft in Gedichten, als Rap oder Poetry Slam zum Ausdruck bringen. Ziel ist es, die Stimmen von Pflegekräften hörbar zu machen. Die Einreichungen werden von einer interdisziplinären Jury bewertet und die zehn besten Beiträge im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung präsentiert.

    München
    Technische Universität München
    Kontakt: Prof. Dr. Jeanne Rubner | Vizepräsidentin Globale Kommunikation und Public Engagement der TU München | jeanne.rubner@tum.de | 089 28925283
    Science Snack: Darmkrebsprävention für junge Menschen
    Das Projekt „Science Snack” der TU München klärt über Darmkrebs auf, der zunehmend bei jungen Menschen auftritt. An mobilen Kochständen und interaktiven Kochabenden mit Auszubildenden und Studierenden wird der wissenschaftliche Zusammenhang von Ernährung, Mikrobiom und Darmgesundheit vermittelt.

    Regensburg
    Universität Regensburg
    Kontakt: Bastian Schmidt | Pressereferent | presse@ur.de | 0941 943 5566
    Un:sichtbare Barrieren
    Eine multisensorische Installation aus Klang, Bild und Text soll Erfahrungen von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sichtbar machen. Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung Hürden im Gesundheitswesen nachempfinden und Lösungen und Forderungen zu ihrem Abbau formulieren.

    Regensburg
    Universität Regensburg
    Kontakt: Matthias Dettenhofer | Pressereferent Universitätsklinikum Regensburg | kommunikation@ukr.de | 0941 944 31580
    Technik und Teilhabe – Bionische Prothesen zwischen Hightech und Kunst
    Mit Hilfe von Biosignalen und futuristischen Roboterarmen Gitarre spielen oder malen? In einer interaktiven Ausstellung lernen Besucherinnen und Besucher, wie Signale verbliebener Muskeln Prothesen steuern. Sie erleben unmittelbar, was die Möglichkeiten und Grenzen hochmoderner Technik sind und welche Auswirkungen Prothesen auf Körperbild, Teilhabe und Stigmatisierung haben.

    Weingarten
    Hochschule Ravensburg-Weingarten
    Kontakt: Christoph Oldenkotte | Leiter Öffentlichkeitsarbeit | pressestelle@rwu.de | 0751 501 9526
    PflegeZukunft2050 – Häusliche Pflege für Menschen mit Demenz und ihrer beteiligten Personen weiterentwickeln
    Ein Theaterstück bringt Forschung zu osteuropäischen Haushaltshilfen, die Menschen mit kognitiven Einschränkungen pflegen, auf die Bühne. Realitätsnahe Szenen zeigen Rollenunklarheiten, Kommunikationsprobleme und Belastungen in der häuslichen Pflege. Das Publikum ist eingeladen, Dialoge zu unterbrechen, Rollen zu übernehmen und Alternativen zu entwickeln.

    Wuppertal
    Bergische Universität Wuppertal
    Kontakt: Corinna Dönges | Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | presse@uni-wuppertal.de | 0202 439 3047
    Future Health under (Self-)Surveillance. Überwachung von Körper und Psyche in Literatur und Alltagspraxis
    In interaktiven Formaten wie einer Schreibwerkstatt oder einem gemeinsamen Leseabend verfassen, hören und diskutieren Bürgerinnen und Bürger Geschichten und Literatur im Spannungsfeld von Fürsorge, Vorsorge und Kontrolle in der Medizin. Dabei geht es unter anderem um Zukunftsbilder zur Überwachung in der Pflege oder die Therapie mithilfe Künstlicher Intelligenz.

    Pressekontakt Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft:

    Kathrin Legermann | Luzie Sturhahn
    Pressebüro Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
    Potsdamer Straße 87 | 10785 Berlin
    Tel.: +49 228 9957-2442
    presse@wissenschaftsjahr.de

    Ihr Kontakt bei Wissenschaft im Dialog (WiD):

    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Hanna Strub
    Tel.: 00176 47182945
    hanna.strub@w-i-d.de

    Projekt Hochschulwettbewerb
    Gesa Hengerer
    Tel.: 0171 9216713
    gesa.hengerer@w-i-d.de

    Wissenschaft im Dialog (WiD)

    Wissenschaft im Dialog (WiD) ist die zentrale Organisation der Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Die gemeinnützige GmbH engagiert sich für eine offene Gesellschaft, die Wandel mit Wissen gestaltet. Dazu fördert sie einen produktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit: Als Think-and-Do-Tank für Wissenschaftskommunikation erarbeitet WiD praxisrelevantes Wissen, bietet zielgruppenorientierte Fort- und Weiterbildungen an, vernetzt unterschiedliche Akteurinnen und Akteure und entwickelt innovative Kommunikationsformate. In Schulprojekten bringt WiD junge Menschen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Kontakt und fördert frühzeitig das Interesse an Forschung und Technik. Wissenschaft im Dialog wurde im Jahr 2000 von den wichtigsten deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. https://wissenschaft-im-dialog.de

    Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft

    Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre.

    Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

    Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media-Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.


    Weitere Informationen:

    https://www.hochschulwettbewerb.net/2026/ Weitere Informationen zum Hochschulwettbewerb
    https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/ Informationen zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
    https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/presse Pressematerial zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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