Von geschlechterbasierter Desinformation über die Analyse globaler Infrastruktur von Rechenzentren bis hin zu den kognitiven Folgen Künstlicher Intelligenz: Das Weizenbaum-Institut baut seine Forschung zu den drängendsten Fragen der digitalen Gegenwart aus. Im Rahmen des internen Förderprogramms „Short Projects“ starten sechs ausgewählte interdisziplinäre Teams ihre Arbeit. Damit reagiert das Institut auf aktuelle gesellschaftliche und technologische Herausforderungen.
„Die Short Projects zeigen, welche außergewöhnlichen Möglichkeiten unsere Forschungsumgebung für interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet. Am Weizenbaum-Institut arbeiten Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen eng zusammen und entwickeln gemeinsame Perspektiven auf die digitale Gesellschaft“, sagt Professor Christoph Neuberger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Weizenbaum-Instituts. „Mit ‚Short Projects‘ können wir schnell eine fundierte Antwort auf neue Fragen geben, die Öffentlichkeit und Politik bewegen.“
Wie verändern KI-Systeme unser Verständnis von Kreativität? Wer setzt eigentlich Maßstäbe für die Evaluierung generativer KI und wie entsteht und verbreitet sich Wissen auf Online-Enzyklopädien wie „Grokipedia“? Im Rahmen der Short Projects widmen sich über 20 Forschende aus Kommunikations-, Wirtschafts-, Erziehungs- und Rechtswissenschaften sowie Informatik und Psychologie in den kommenden zwölf Monaten diesen und weiteren Fragen der vernetzten Gesellschaft.
Die sechs neuen Projekte im Überblick:
Bekämpfung von Desinformation: Das Projekt Supporting Automated Detection of Gendered Disinformation untersucht die Kodierung und automatisierte Erkennung geschlechterbasierter Desinformation. Ziel ist es, mit verbesserten Erkennungsverfahren zur Bekämpfung von Desinformation im digitalen Raum beizutragen.
Analyse rechter Online-Räume: Unter dem Titel Polarizing Knowledge untersuchen Forschende die Plattform Grokipedia. Im Fokus stehen Mechanismen mit denen KI-gestützte Plattformen die öffentliche Informationslandschaft verändern können.
KI unter der Lupe: Das Projekt Evaluating GenAI Evaluations analysiert Maßstäbe, nach denen generative Künstliche Intelligenz bewertet wird, und hinterfragt deren Validität und gesellschaftliche Relevanz.
Infrastruktur der Digitalisierung: Das Data Center Observatory erforscht die physische Basis der Digitalisierung. Es erhebt Daten zu den Auswirkungen von Rechenzentren auf Umwelt, kommunale Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.
Kreativität und Recht: Das Team von CreVal – The Value of Human Creativity analysiert, wie sich das Verständnis menschlicher Kreativität im Kontext generativer KI verändert und welche Folgen dies für die moderne Auslegung des Urheberrechts hat.
KI-Nutzung und kognitive Effekte: Das Projekt MIND-TUG untersucht negative Auswirkungen der KI-Nutzung auf kognitive Fähigkeiten. Es werden metakognitive Übungen entwickelt, mit denen sich Individuen vor Manipulation und psychischen Nachteilen schützen können.
Über das Förderprogramm
Das Weizenbaum-Institut fördert mit den Short Projects jährlich Projekte mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Das Programm ist thematisch und methodisch offen gestaltet, um neue Impulse in der Digitalisierungsforschung zu setzen und die interne Vernetzung von Forschenden verschiedener Fachrichtungen zu stärken.
Weitere Informationen zu den Short Projects 2026: https://www.weizenbaum-institut.de/forschung/forschungsprojekte/foerderprogramm-...
PRESSEKONTAKT
Jasmine Ait-Djoudi
Leitung Kommunikation
E-Mail: jasmine.ait-djoudi@weizenbaum-institut.de
Tel.: +49 (0)30 700 141 010
Mobil: +49 (0)160 998 268 11
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Psychologie
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches
Deutsch

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