Dr. Helga Nutz ist fasziniert von Mathematik im Ingenieurwesen. Wenn Theorie und Praxis ineinandergreifen, wird es für sie spannend. Im Studiengang Maschinenbau an der TH Bingen kann sie den Studierenden zu Aha-Momenten verhelfen und zeigen, warum die KI nicht alles rechnen kann.
Bingen am Rhein – Angewandte mathematische Fragestellungen haben sie schon immer fasziniert. Die 56-jährige Mathematikerin Dr. Helga Nutz brennt für ihr Fach. In ihrer Geburtsstadt Kaiserslautern studierte sie Technomathematik. Technomathematik kann auch als Schnittstelle zwischen Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Informatik bezeichnet werden. Für Nutz die perfekte Kombination.
Als im Rahmen der Schwerpunktprofessuren an der Technischen Hochschule (TH) Bingen Lehrvertretungen gesucht wurden, passte Nutz genau ins Profil. Der Studiengang Maschinenbau bildet die Schnittstelle von Theorie und realer Anwendung. Aktuell ist die Mathematikerin für die Mathematikausbildung im Studiengang verantwortlich. Sie begleitet die Studierenden dabei, ein solides mathematisches Fundament zu entwickeln, das sie für ihr weiteres Studium und ihre spätere ingenieurwissenschaftliche Tätigkeit benötigen.
Das kann doch die KI rechnen?
„Das kann doch alles die KI rechnen“ oder „Wozu brauchen wir das noch?“ – solche Aussagen hört sie regelmäßig. „Für mich ist genau hier ein wichtiger Punkt meiner Lehrtätigkeit gegeben“, so Nutz. „Denken ist eine Fähigkeit, die sich entwickelt, indem man sich selbst mit Problemen auseinandersetzt. Man probiert Lösungswege aus, macht Fehler und durchdringt Zusammenhänge. Diesen Prozess kann man nicht einfach an eine KI auslagern.“
Natürlich sei KI ein wertvolles Werkzeug. Sie könne helfen, Zeit zu sparen, Impulse zu geben oder alternative Lösungswege aufzuzeigen. „Aber die KI-Vorschläge sinnvoll einsetzen und kritisch beurteilen kann nur, wer die zugrunde liegenden (mathematischen) Techniken selbst verstanden hat“, ist Nutz überzeugt. „Meinen Studierenden möchte ich nicht nur fachliches Wissen vermitteln, sondern vor allem Freude am Denken wecken und die Fähigkeit stärken, komplexe Probleme eigenständig zu durchdringen und zu lösen.“
Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Robotik oder Energiesysteme sind ohne mathematische Modellierung, Statistik und Optimierung kaum denkbar. Deshalb wünscht Dr. Helga Nutz den zukünftigen Ingenieur*innen, dass sie Freude daran entwickeln, Probleme wirklich zu durchdringen. Sie ist sicher: „Fachliche Kompetenz ist wichtig, aber genauso wichtig sind Neugier, Ausdauer und die Bereitschaft, lebenslang zu lernen. Wissenschaft ist kein fertiger Zustand, sondern ein Weg. Und dieser Weg lohnt sich.“
https://www.th-bingen.de/news/vier-schwerpunktprofessuren-und-ein-karriereschrit... Zu den Schwerpunktprofessuren
https://www.th-bingen.de/hochschule/karriere/become-a-prof Karriereweg HAW-Professur
Dr. Helga Nutz vermittelt den praktischen Nutzen hinter den Formeln
Quelle: Laura Franz
Copyright: TH Bingen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
Deutsch

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