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10.03.2026 11:37

Indien und Deutschland vereinbaren enge Zusammenarbeit im Bereich des maritimen Erbes

Deutsches Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte Kommunikation
Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte

    Absichtserklärung zwischen dem Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven und dem National Maritime Heritage Complex Lothal unterzeichnet

    Mit dem Besuch der indischen Generalkonsulin Soumya Gupta am Deutschen Schifffahrtsmuseum vor zwei Wochen erhielt der deutsch-indische Austausch im Bereich des maritimen Erbes einen wichtigen Impuls. Neben einem Rundgang durch die Dauer- und Sonderausstellungen stand dabei vor allem die Vertiefung der Kooperation im Mittelpunkt. Der persönliche Austausch markierte zugleich einen weiteren Schritt hin zu einer strukturell verankerten Partnerschaft zwischen beiden Ländern.

    Diese strategische Annäherung fand bereits im Januar auf höchster politischer Ebene Ausdruck: Im Rahmen des ersten Südasienbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang des Jahres unterzeichneten Indien und Deutschland eine bedeutende Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bereich der Schifffahrtsmuseen. Ziel der Vereinbarung ist es, das maritime Erbe beider Länder gemeinsam zu erforschen, zu bewahren und international sichtbar zu machen.

    Im Zentrum der Kooperation stehen das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte und der National Maritime Heritage Complex (NMHC) im indischen Lothal. Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) erfolgte in Anwesenheit des indischen Premierministers Shri Narendra Modi und des Bundeskanzlers Friedrich Merz.

    Premierminister Modi bezeichnete die Vereinbarung als „einen historischen Schritt, der die maritime Geschichte unserer beiden Länder miteinander verbinden wird“.

    Konkrete Maßnahmen und gemeinsame Ziele

    Die Absichtserklärung sieht eine enge Zusammenarbeit in mehreren Bereichen vor, darunter gemeinsame Forschungsprojekte, Experten- und Wissenschaftleraustausch, akademische und berufliche Austauschprogramme, Workshops sowie die gemeinsame Nutzung von Archiv- und Forschungsressourcen. Ziel ist es, die wissenschaftliche Tiefe, die kuratorische Qualität und die internationale Perspektive der Ausstellungen und Galerien des NMHC in Lothal weiter auszubauen.

    Prof. Dr. Ruth Schilling, Direktorin am DSM: „Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung ist ein bedeutender Schritt für die internationale Zusammenarbeit im Bereich des maritimen Erbes. Das Meer war und ist ein geteilter Raum des Austauschs, der Innovation und der Begegnung – mit dieser Partnerschaft verbinden wir die Seefahrtsgeschichten Indiens und Deutschlands auf wissenschaftlicher, musealer und kultureller Ebene. Wir freuen uns darauf, gemeinsam neue Perspektiven auf maritime Geschichte zu eröffnen und den Dialog zwischen unseren Institutionen nachhaltig zu vertiefen.“

    Durch die Verbindung der international anerkannten Expertise des Deutschen Schifffahrtsmuseums mit der Vision des NMHC, das reiche maritime Erbe Indiens umfassend zu präsentieren, soll die Partnerschaft einen nachhaltigen Beitrag zur Wissensgenerierung, zum Kapazitätsaufbau und zur Weiterentwicklung der maritimen Museologie leisten. Einzelheiten zu Umfang und Dauer der Zusammenarbeit werden in den kommenden Monaten konkretisiert.

    Teil eines umfassenden bilateralen Kooperationspakets

    Die Vereinbarung ist Teil eines umfassenderen Pakets bilateraler Absichtserklärungen zwischen Indien und Deutschland, das auch Kooperationen in den Bereichen Verteidigung – einschließlich maritimer Sicherheit –, Kompetenzentwicklung, Gesundheit und Bildung umfasst. Sie unterstreicht den gemeinsamen Anspruch beider Länder, ihre Beziehungen nicht nur wirtschaftlich und politisch, sondern auch kulturell und museal zu intensivieren.

    Internationale Sichtbarkeit beim Raisina Dialogue

    In der vergangenen Woche nahm Prof. Dr. Ruth Schilling als Rednerin am Raisina Dialogue, Indiens führender Konferenz zu Geopolitik und Geoökonomie, die seit 2016 jährlich in Neu-Delhi stattfindet, teil. Diese dreitägige Veranstaltung wurde von der Observer Research Foundation in Zusammenarbeit mit dem indischen Außenministerium organisiert und bringt weltweit führende Politikschaffende, Entscheidungsträgerinnen und -träger, Forschende und Branchenexpertinnen und -experten zusammen, um zentrale internationale Fragen zu diskutieren. Prof. Dr. Ruth Schillings Teilnahme unterstreicht die wachsende Bedeutung kultureller und wissenschaftlicher Kooperationen im geopolitischen Kontext und bietet zugleich eine Plattform, die neue deutsch-indische Partnerschaft im Bereich des maritimen Erbes einem hochrangigen internationalen Publikum vorzustellen.


    Weitere Informationen:

    https://www.dsm.museum/pressebereich/indien-und-deutschland-vereinbaren-enge-zus...


    Bilder

    V.l.n.r: Sh. Ranjit Srivastava, DS, MoPSW (Ministry of Ports, Shipping and Waterways), Sh. Mukesh Mangal, Additional Secretary, MoPSW, Prof. Dr. Ruth Schilling, Prof. Dr. Vasant Shinde, Director National Maritime Heritage Complex und Sh. Aniket Barapatre.
    V.l.n.r: Sh. Ranjit Srivastava, DS, MoPSW (Ministry of Ports, Shipping and Waterways), Sh. Mukesh Ma ...
    Quelle: MoPSW
    Copyright: MoPSW


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Kulturwissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

    V.l.n.r: Sh. Ranjit Srivastava, DS, MoPSW (Ministry of Ports, Shipping and Waterways), Sh. Mukesh Mangal, Additional Secretary, MoPSW, Prof. Dr. Ruth Schilling, Prof. Dr. Vasant Shinde, Director National Maritime Heritage Complex und Sh. Aniket Barapatre.


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