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13.03.2026 10:09

Psychotherapie in der Krise: Honorarkürzungen gefährden Ausbildung und Versorgung

Anna Zreik Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
unith e. V. Universitäre Aus- und Weiterbildung für Psychotherapie

    unith e.V. kritisiert die geplante Senkung der Honorare für Psychotherapeutinnen um 4,5 % ab dem 1. April 2026. Der Verband warnt, dass die Kürzung die ohnehin angespannte Versorgung psychisch erkrankter Menschen weiter verschärft und den Beruf abwertet. Auch angehende Psychotherapeutinnen sowie Aus- und Weiterbildungsteilnehmende seien durch steigende Lebenshaltungskosten zusätzlich belastet. Laut unith e.V. gefährdet die Maßnahme langfristig sowohl die Qualität der Ausbildung als auch die psychotherapeutische Versorgung. Der Verband fordert daher die sofortige Rücknahme der Honorarkürzungen und eine faire Vergütung.

    Frankfurt am Main, 13.03.2026 – Ab dem 1. April 2026 werden die Honorare für Psychotherapeut*innen um 4,5% gesenkt – ein Schritt, der nach Ansicht von unith e.V., dem Verbund für Aus- und Weiterbildung in der Psychotherapie, die Versorgung psychisch kranker Menschen massiv gefährdet.

    „Diese Entscheidung wertet Psychotherapie weiter ab und verschärft die ohnehin angespannte Versorgungssituation“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Stark, Vorstandsvorsitzender von unith e.V.

    Die Kürzungen treffen nicht nur die ambulante Versorgung. Auch angehende Psychotherapeut*innen und Aus- und Weiterbildungsteilnehmende stehen vor zusätzlichen Belastungen. „Alle Lebenshaltungskosten steigen – Mieten, Nebenkosten, alltägliche Ausgaben – doch die Honorare einer ganzen Berufsgruppe werden drastisch reduziert. Das verschärft bewusst die Versorgungsengpässe“, so Dr. Heike Winter, stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

    Die Folgen sind eindeutig: Junge Psychotherapeut*innen und Aus- und Weiterzubildende werden stark belastet, die Qualität der Ausbildung steht auf dem Spiel. Letztlich leidet darunter vor allem die Bevölkerung, die dringend psychotherapeutische Hilfe benötigt.
    unith e.V. fordert daher die sofortige Rücknahme der Honorarkürzungen. Eine faire Vergütung muss den realen Praxiskosten, der gesellschaftlichen Verantwortung und den Anforderungen der Aus- und Weiterbildung gerecht werden. Nur so kann eine hochwertige psychotherapeutische Versorgung gesichert bleiben.
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    Pressekontakt

    Anna Zreik
    Pressereferentin unith e.V.
    presse@unith.de

    Über unith e.V.
    unith e.V. setzt sich bundesweit für eine faire und qualitativ hochwertige Weiterbildung in der Psychotherapie sowie für eine bessere Versorgung von Patient:innen ein. Der Verein vertritt die Interessen von Psychotherapeut:innen in Weiterbildung und engagiert sich für gerechte Arbeitsbedingungen, moderne Weiterbildung und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik, Psychologie
    überregional
    Studium und Lehre, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

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