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17.03.2026 10:38

Lungenkrebsforschung: Boehringer Ingelheim und Med Uni Graz eröffnen neues Christian-Doppler-Forschungslabor

Dr. Julian Klepp Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Boehringer Ingelheim Corporate Center GmbH

    - Neues Christian-Doppler-Labor entwickelt Therapien der nächsten Generation gegen NSCLC
    - Siebenjähriges Forschungsprogramm untersucht immunogenen Zelltod bei Lungenkrebs
    - Gemeinsame Initiative beschleunigt den Transfer von der Grundlagenforschung zum Nutzen für Patient*innen

    Trotz großer Fortschritte in der personalisierten Medizin bleibt Lungenkrebs weltweit die häufigste Ursache krebsbedingter Todesfälle und stellt damit weiterhin eine große medizinische Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund und angesichts des dringenden Bedarfs an innovativen Therapieansätzen geben das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim und die Medizinische Universität Graz die Eröffnung eines neuen Christian-Doppler-Labors bekannt, das sich der Entwicklung neuartiger Therapien gegen Lungenkrebs widmet.

    Das siebenjährige Forschungsprogramm konzentriert sich auf das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) und untersucht innovative Möglichkeiten, den sogenannten immunogenen Zelltod auszulösen – einen Mechanismus, der es dem Immunsystem erleichtert, Tumorzellen zu erkennen und gezielt anzugreifen.

    Beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), der häufigsten Form von Lungenkrebs, zeigen moderne zielgerichtete Therapien und Immuntherapien häufig nur eine vorübergehende Wirkung. Rückfälle sind häufig und verringern die langfristigen Überlebenschancen deutlich.

    Um neue und wirksamere Behandlungsstrategien für NSCLC zu entwickeln, finanziert das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) gemeinsam mit dem Industriepartner Boehringer Ingelheim ein neues Christian-Doppler-Labor an der Medizinischen Universität Graz. Das neue Labor wird von Michael Dengler und Philipp Jost geleitet.

    Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Dieses Christian-Doppler-Labor zeigt beispielhaft, wie erfolgreiche Standortpolitik funktioniert: Wenn Wissenschaft und Industrie eng zusammenarbeiten, entstehen Innovation, Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze. Gerade in Schlüsseltechnologien wie Life Sciences und Biopharma zählt Österreich zur europäischen Spitze. Mit unserer Industriestrategie stärken wir gezielt solche Zukunftsfelder, fördern strategische Partnerschaften zwischen Forschung und Unternehmen und schaffen die Rahmenbedingungen, damit medizinische Innovationen in Österreich entwickelt und auch hier in wirtschaftliche Wertschöpfung übersetzt werden.“

    „Durch die Partnerschaft mit Boehringer Ingelheim stärken wir unsere Fähigkeit, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in transformative therapeutische Ansätze für Patient*innen zu überführen“, sagte Andrea Kurz, Rektorin der Medizinischen Universität Graz.

    „Dieses Christian-Doppler-Labor schafft einen hervorragenden Rahmen, um Grundlagenforschung und klinische Anwendung miteinander zu verbinden und Innovation dort zu beschleunigen, wo sie am dringendsten benötigt wird.“

    „Diese Partnerschaft vereint komplementäre Stärken: die wissenschaftliche Exzellenz und klinische Integration der Med Uni Graz sowie unsere Expertise in der Erforschung und Entwicklung neuer Krebsbehandlungsansätze. Gemeinsam wollen wir die Entwicklung von Therapien beschleunigen, die das Potenzial haben, den Krankheitsverlauf nachhaltig zu verändern“, sagte Mark Paul Petronczki, Head of Oncology Research bei Boehringer Ingelheim.

    Zellen im menschlichen Körper verfügen über ein natürliches „Selbstzerstörungsprogramm“. Wenn sie beschädigt sind oder nicht mehr benötigt werden, sterben sie auf kontrollierte Weise ab. Dieser Prozess ist wichtig, um den Körper gesund zu halten. In manchen Fällen, dem sogenannten immunogenen Zelltod, kann dieser Prozess auch das Immunsystem alarmieren: Die sterbenden Zellen senden Signale aus, die Immunzellen auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Genau diese Form des programmierten Zelltods steht im Mittelpunkt des neuen Christian-Doppler-Labors.

    „Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) sind diese Mechanismen häufig ausgeschaltet. Dadurch kann der Tumor unbemerkt vom Immunsystem wachsen“, erklärt der Onkologe Philipp Jost. „Ziel der Forschung ist es daher, Krebszellen so zu beeinflussen, dass sie vom Immunsystem leichter erkannt und bekämpft werden können. Gelingt dies, könnten bestehende Krebstherapien deutlich wirksamer werden“, ergänzt der Molekularbiologe Michael Dengler.

    Um neue Therapien gezielt entwickeln zu können, ist jedoch ein präzises Verständnis der inneren Prozesse in Krebszellen notwendig. Genau hier setzt die Arbeit der Wissenschafter*innen im Christian-Doppler-Labor an der Medizinischen Universität Graz an. „Wir untersuchen die biologischen Mechanismen, die bestimmen, wie und wann Lungenkrebszellen sterben“, fassen die beiden Laborleiter zusammen. Langfristig könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Patient*innen zu verbessern und gleichzeitig den Einsatz moderner Krebstherapien im Gesundheitssystem effizienter zu gestalten.

    Als Teil der Christian Doppler Forschungsgesellschaft folgt das neue Labor einem bewährten Modell, das akademische Spitzenforschung mit industrieller Innovationskraft verbindet.

    Das Labor befindet sich am Campus der Medizinischen Universität Graz in der Medical Science City Graz und profitiert von moderner Infrastruktur, interdisziplinärer Expertise sowie dem Zugang zu klinisch relevanten Proben aus der Biobank Graz.

    Boehringer Ingelheim steuert seine globale Onkologie-Forschung von Österreich aus. Das Regional Center Vienna des Unternehmens ist ein zentraler Standort für Krebsbiologie, computergestützte Innovation und translationale Forschung. Kooperationen wie das neue Christian-Doppler-Labor sowie die langjährige Partnerschaft mit CBmed in Graz stärken das österreichische Life-Science-Ökosystem und beschleunigen die Entwicklung von Krebsbehandlungen der nächsten Generation. Das Labor wird über sieben Jahre mit 3,2 Millionen Euro finanziert. Die Mittel werden zu gleichen Teilen von Boehringer Ingelheim und der öffentlichen Hand bereitgestellt


    Originalpublikation:

    https://www.boehringer-ingelheim.com/at/de/wissenschaft-innovation/innovationen-...


    Bilder

    Forschung im Labor
    Forschung im Labor
    Quelle: Boehringer Ingelheim
    Copyright: Boe


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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