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25.03.2026 14:24

Frankfurt School und WM Gruppe verleihen Philipp Sandner Memorial Award in Digital Finance Research

Nicole Clos Unternehmenskommunikation
Frankfurt School of Finance & Management

    Forschung zu Liquiditätsrisiken auf Kryptobörsen und zur Auswirkung von Finanz-Apps auf private Anlageentscheidungen ausgezeichnet

    Die Frankfurt School of Finance & Management und die WM Gruppe haben zum zweiten Mal den Philipp Sandner Memorial Award in Digital Finance Research vergeben, der im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde. Die zwei diesjährigen Gewinner, Judith Bohnenkamp und Professor Dr. Lorenzo Schönleber, teilen sich den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis, der am 25. März 2026 auf der Crypto Assets Conference verliehen wurde.

    Judith Bohnenkamp, Doktorandin an der University of Miami, untersucht in ihrem prämierten Paper „The Tech Aficionado: Household Finance in the Age of Digital Access“ wie die Nutzung von Finanztechnologien wie Banking-Apps Anlageentscheidungen von Haushalten beeinflusst. Das Ergebnis: Technologie hilft vor allem finanziell gebildeten Personen, ihre Portfolios besser zu diversifizieren. Gleichzeitig führt sie jedoch zu weniger Vorsicht und kürzeren Planungshorizonten. Dies trifft insbesondere auf Nutzergruppen mit geringer Finanzbildung zu.

    Lorenzo Schönleber, Assistant Professor am Collegio Carlo Alberto in Turin, und seine Co-Autoren untersuchen im Paper “The Implied Impermanent Loss in Decentralized Liquidity Provision” wie sich das Risiko sogenannter impermanent losses für Liquiditätsanbieter auf dezentralen Kryptobörsen messen und bewerten lässt. Die Studie zeigt, dass es eine Impermanent-Loss-Prämie gibt, die die Varianz und die Korrelationsprämien der zugrunde liegenden Tokens widerspiegelt und mit der Poolgröße zunimmt.

    Der international ausgeschriebene Philipp Sandner Memorial Award in Digital Finance Research wird jährlich vergeben und richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich mit aktuellen technologischen Entwicklungen in der Finanzindustrie befassen.

    Judith Bohnenkamp: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und danke der Jury für die Anerkennung meiner Arbeit. Sie zeigt, dass digitale Finanztools Anlegern helfen können, bessere Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Finanzbildung entscheidend bleibt, damit Nutzer die Möglichkeiten digitaler Angebote wirklich sinnvoll nutzen.“

    Professor Dr. Lorenzo Schönleber ergänzt: „Ich danke der Jury herzlich für diese Auszeichnung. Unsere Forschung untersucht ein zentrales Risiko für Liquiditätsanbieter auf dezentralen Kryptobörsen. Wir zeigen, dass sich diese Risiken mithilfe von Optionspreisen systematisch messen lassen – und dass Investoren dafür eine entsprechende Risikoprämie erhalten.“

    Professor Dr. Co-Pierre Georg, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center und Mitglied des wissenschaftlichen Award-Komitees: „Banking und Finance sind heute Tech-Branchen. Die beiden prämierten Arbeiten verbinden aktuelle technologische Entwicklungen in der Finanzindustrie mit fundierter finanzwissenschaftlicher Analyse. Sie zeigen, wie Forschung helfen kann, neue Technologien und ihre Auswirkungen auf Märkte und Anleger besser zu verstehen.“

    Joachim Lauterbach, Chief Executive Officer der WM Gruppe und Co-Chair der Award-Jury: „Digitale Technologien verändern die Finanzindustrie grundlegend – von den Mechanismen der Kryptomärkte bis hin zu Finanz-Apps, die das Anlageverhalten von Privatanlegern beeinflussen. Die prämierten Arbeiten zeigen, welchen Beitrag wissenschaftliche Forschung leisten kann, um diese Innovationen fundiert zu analysieren und einzuordnen. Wir freuen uns sehr, diese Initiative zu unterstützen.“

    Wissenschaftliches Komitee und Jury des Philipp Sandner Memorial Awards

    Der Preis wird auf Basis eines zweistufigen Auswahlverfahrens vergeben: Ein wissenschaftliches Komitee begutachtet die eingereichten Paper und erstellt eine Shortlist, aus der eine Jury den oder die Preisträger auswählt.

    Wissenschaftliches Komitee:

    Prof. Dr. Andrea Barbon, Assistant Professor of Finance, Universität St. Gallen

    Prof. Dr. Jean-Edouard Colliard, Associate Professor of Finance, HEC Paris

    Prof. Dr. Martina Fraschini, Assistant Professor in Digital Finance, Université du Luxembourg

    Prof. Dr. Co-Pierre Georg, Professor of Practice in Digital Finance and Technology, Frankfurt School of Finance & Management

    Prof. Dr. Alfred Lehar, Professor in Finance, University of Calgary

    Prof. Dr. Jiasun Li, Associate Professor in Finance, George Mason University

    Prof. Dr. Cyril Monnet, Professor of Economics, Universität Bern

    Prof. Dr. Maarten van Oordt, Professor of Money and Banking, Vrije Universiteit Amsterdam

    Prof. Dr. Tarik Roukny, Associate Professor of Finance, KU Leuven

    Jury:

    Prof. Dr. Nils Stieglitz (Co-Chair), Präsident und Geschäftsführer, Frankfurt School of Finance & Management

    Joachim Lauterbach (Co-Chair), CEO, WM Gruppe

    Souâd Benkredda, Mitglied des Vorstands, DZ BANK

    Thomas Vlassopoulos, Director General Market Infrastructure and Payments, EZB

    Dr. Stephanie Eckermann, Mitglied des Vorstands, Deutsche Börse

    Prof. Dr. Jens Weidmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Commerzbank

    ***



    Über die Frankfurt School of Finance & Management

    Die Frankfurt School of Finance & Management ist eine private Business School, die von EQUIS, AMBA und AACSB akkreditiert ist. Sie ist auf Finanz-, Wirtschafts- und Management-Themen spezialisiert und bietet Bachelor-, Master-, MBA- und Promotionsprogramme an sowie Executive Education und Seminare für Berufstätige und Auszubildende. In renommierten Hochschul-Rankings erreicht die Frankfurt School regelmäßig Spitzenpositionen. Beispielsweise belegt sie im European Business School Ranking der Financial Times Platz 31, in den prestigeträchtigen UTD Top 100 Business School Research Rankings ist sie auf Platz eins in Deutschland, im Hochschulranking der WirtschaftsWoche für Betriebswirtschaftslehre belegt sie den dritten Platz. Ein zentrales Anliegen der Frankfurt School ist es, Unternehmertum und Startups zu fördern, insbesondere mit dem hauseigenen Entrepreneurship Centre und der Tochtergesellschaft Futury als Startup Factory für die Rhein-Main-Region. Darüber hinaus zeichnet sich die Frankfurt School durch ihre Beratungsleistungen aus. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Beratung von Unternehmen und Organisationen in Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere im Bereich ESG. Neben dem Frankfurter Campus unterhält die Frankfurt School Studienstandorte in Hamburg, München und Dubai. Mit rund 150 Partneruniversitäten ist sie eine weltweit vernetzte Business School. www.frankfurt-school.de 


    Über die WM Gruppe

    Die WM Gruppe mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein internationaler Informationsdienstleister und ein führendes Medienunternehmen für die Finanzwirtschaft. Mit über 70 Jahren Erfahrung und rund 450 Mitarbeitenden bietet sie zuverlässige Datenlösungen, insbesondere zu Finanzinstrumenten, sowie umfassende Services zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Die WM Gruppe vereint die beiden Unternehmensbereiche WM Datenservice und Börsen-Zeitung. Als marktführender Anbieter arbeitet sie eng mit nationalen und internationalen Gremien zusammen und ist ein zentraler Partner für Aufsichtsbehörden, Zentralbanken, Banken, Sparkassen, Fondsgesellschaften, Versicherungen sowie zahlreiche Servicedienstleister und Software-Anbieter. www.wmgruppe.de


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