Die Universität Augsburg hat die Vereinbarung der weltweiten Initiative „Nature Positive Universities“ unterzeichnet. Mit diesem freiwilligen Schritt baut sie ihr bestehendes Engagement für Natur, Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung weiter aus. Ziel ist es, den eigenen Einfluss auf Natur und Biodiversität noch genauer in den Blick zu nehmen, bestehende Aktivitäten weiterzuentwickeln und Fortschritte transparent zu dokumentieren. Weltweit gehören derzeit mehr als 700 Hochschulen aus über 100 Ländern zum Netzwerk, 185 davon haben darüber hinaus eine solche Selbstverpflichtung abgegeben.
Dieser Schritt fügt sich in die Entwicklung der vergangenen Jahre ein. Die Universität Augsburg hat ihr Engagement für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Biodiversität in den vergangenen Jahren sichtbar ausgebaut. Seit den frühen 2000er-Jahren begleitet das Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) Projekte mit einem Fokus auf Biodiversität und trägt dazu bei, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen an der Universität dauerhaft zu verankern. Unterstützt wird dieser Prozess auch durch das Green Office, das die grüne Transformation der Universität koordiniert.
Ein folgerichtiger Schritt
„Mit dieser Selbstverpflichtung bekräftigt die Universität Augsburg ihren Anspruch, Nachhaltigkeit ganzheitlich zu denken und Biodiversität als zentrales Handlungsfeld weiter zu stärken. Sie knüpft an das an, was wir an der Universität seit vielen Jahren aufbauen, und hilft uns, unsere Anstrengungen künftig noch gezielter, messbarer und transparenter weiterzuentwickeln“, sagt Prof. Dr. Axel Tuma, Vizepräsident für Internationalisierung und Nachhaltigkeit der Universität Augsburg.
Die Selbstverpflichtung schafft einen zusätzlichen Rahmen, um vorhandene Aktivitäten noch systematischer zusammenzuführen und weiterzuentwickeln. Vorgesehen sind unter anderem eine Bestandsaufnahme bestehender Daten und Maßnahmen, die Entwicklung klarer Ziele und eine regelmäßige Berichterstattung über die Fortschritte.
Artenvielfalt systematisch stärken
Für Hochschulen bedeutet „Nature Positive“, Naturverlust nicht nur zu begrenzen, sondern aktiv dazu beizutragen, dass sich Arten und Lebensräume erholen können. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung von Flächen auf dem Campus, sondern auch um Auswirkungen des Universitätsbetriebs, etwa durch Beschaffung, Verbrauch und weitere betriebliche Abläufe.
Der Campus als Lebensraum
Für diesen Weg bringt die Universität Augsburg bereits wichtige Voraussetzungen mit. Der Campus übernimmt durch seine Lage zwischen Schutzgebieten eine besondere ökologische Funktion. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung und ökologischen Aufwertung umgesetzt und ausgebaut. Dazu gehören unter anderem Blüh- und Extensivflächen, Schafbeweidung, Nisthilfen, Bienenvölker sowie bauliche Anpassungen zum Schutz von Vögeln. Hinzu kommen Projekte, die die Artenvielfalt erfassen und sichtbar machen, etwa ein Naturführer für den Campus.
Besonders anschaulich zeigt sich dieses Engagement in Maßnahmen, die Naturschutz und Campusleben unmittelbar miteinander verbinden: Die Schafbeweidung trägt dazu bei, ausgewählte Flächen naturnah zu pflegen und ökologisch wertvolle Lebensräume zu erhalten. Auch die Bienenvölker auf dem Campus machen Biodiversität unmittelbar erfahrbar und stehen beispielhaft für das Zusammenspiel von ökologischer Aufwertung, Umweltbildung und öffentlicher Sichtbarkeit.
„Der Schutz und die Stärkung biologischer Vielfalt sind für die Universität Augsburg seit vielen Jahren ein wichtiges Thema, und viele Personen aus der Verwaltung ebenso wie aus der Forschung haben durch ihr Engagement wichtige Verbesserungen erreicht. Dass wir diese Selbstverpflichtung nun abgegeben haben, stärkt bestehende Aktivitäten auf dem Campus und hilft uns hoffentlich dabei, Naturschutz, Forschung und nachhaltige Entwicklung noch enger miteinander zu verbinden“, sagt Prof. Dr. Jens Soentgen, Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg.
Nachhaltigkeit als gemeinsame Aufgabe
Auch organisatorisch baut die Universität dabei auf bestehenden Strukturen auf. Das Green Office versteht nachhaltige Hochschulentwicklung als gemeinsame Aufgabe der gesamten Universitätsgemeinschaft und begleitet den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Universität. Die neue Selbstverpflichtung schafft dafür einen zusätzlichen Rahmen, um den Schutz von Natur und Artenvielfalt noch stärker in die weitere Entwicklung der Universität einzubeziehen.
Weitere Informationen zur Initiative „Nature Positive Universities“ sowie eine detailliertere Mitgliederkarte finden sich auf der offiziellen Webseite des Netzwerks: https://www.naturepositiveuniversities.net/
Dr. Sandra Köhler
Leitung Green Office der Universität Augsburg
Telefon: +49 (0)821 598-4139
E-Mail: sandra.koehler@uni-a.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende
Umwelt / Ökologie
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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