Unter der Leitung von Dr. Haydée Mareike Haass, Historikerin und Leiterin des Forschungsprojekts DISKURS an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), fand die Fortbildungsveranstaltung "Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft" vom 23.- 25.03.2026 an der DHPol statt.
Der nordrhein-westfälische Innenminister, Herbert Reul, bekräftigte in seinem Beitrag im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung die Bedeutung der konsequenten Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in der öffentlichen Verwaltung und der Polizei. Mit der Botschaft "Bekämpfung von Rechtsextremismus braucht Haltung" brachte der Innenminister das zentrale Anliegen der Veranstaltung auf den Punkt.
Die Fortbildungsveranstaltung ist ein Baustein einer differenzierten wissenschaftlichen und kooperativen Auseinandersetzung mit dem Thema "Rechtsextremismus": Welche Herausforderungen bringen das Erkennen und Bekämpfen rechtsextremistischer Strukturen für Polizeibehörden mit sich? Die Herausforderungen bestehen nicht nur bei operativen Maßnahmen, sondern liegen auch in der institutionellen Verantwortung für eine kritische Selbstreflexion und für die Fähigkeit zum Perspektivwechsel.
Das Forschungsprojekt DISKURS "Demokratie - Räume - Bilden" wird geleitet von Dr. Haass an der DHPol, Prof. Dr. Verena Schulze (Hochschule für Polizei und Verwaltung in Nordrhein-Westfalen) und Cornelia Rotter (Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit). Das Projekt verfolgt das Ziel, die Aus- und Fortbildung der Polizei durch politische Bildung im Hinblick auf dialogorientierte Ansätze und professionsbezogene Reflexion zu stärken. Das Kooperationsprojekt entwickelt einen Bildungsraum, der Gestaltungs- und Ermessensspielräume in der alltäglichen Arbeit erfahrbar macht.
Die Anforderungen an die Polizei sind in der pluralistischen Gesellschaft gestiegen. Erforderlich sind daher Sensibilität für gesellschaftliche Problemlagen und die systematische Auseinandersetzung mit der Perspektive von Betroffenen polizeilichen Handelns.
Das Projekt DISKURS unterstützt die Entwicklung eines Demokratieverständnisses auf der Grundlage von Kontroverse und Partizipationsermöglichung. Zentrale Empfehlung aus den ermittelten rassistischen und rechtsextremen Chats in der Polizei war es, Bildungs- und Reflexionsräume für Beschäftigte der Polizei zu schaffen, in denen polizeiliches Fehlverhalten thematisiert und bearbeitet werden kann.
Damit trägt das Projekt DISKURS zur Stärkung der Reflexionsfähigkeit und Handlungskompetenz der Polizei in einer pluralen Gesellschaft bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur bundesweiten Weiterentwicklung und Professionalisierung politischer und historischer Bildung in der Polizei.
Zum Thema "Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft" wird in Kürze ein Sammelband, herausgegeben von Dr. Haass, in der Reihe "Sicherheit - Polizeiwissenschaft und Sicherheitsforschung im Kontext" beim Nomos-Verlag erscheinen.
https://www.dhpol.de/departments/department_I/FG_I.6/haass.php
https://www.dhpol.de/departments/department_I/FG_I.6/diskurs.php Informationen zum Projekt DISKURS
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft
überregional
Forschungsprojekte, Kooperationen
Deutsch

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