Für viele Patienten mit Lungen-, Herzversagen oder gar Herz-Kreislauf-Stillstand ist eine Versorgung mittels Extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) oft die letzte Hoffnung auf ein Überleben. Das ECMO-Zentrum des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) ist mit seiner Expertise weit über Ostbayern und hinaus gefragt. Um immer auf dem neuesten medizinischen, technischen, und wissenschaftlichen Stand zu bleiben, ist ein regelmäßiger Austausch mit anderen Experten notwendig. So auch auf dem ECMO-Symposium Ende März am UKR, welches zugleich einen würdigen Rahmen für den Eintritt in den Ruhestand für Professor Dr. Thomas Müller, einem der ECMO-Experten der letzten 20 Jahre am UKR darstellt.
leistungsstarkes ECMO-Zentrum das Universitätsklinikum Regensburg verfügt. Viele Patienten haben nur dank der hervorragenden ECMO-Expertise der interdisziplinären Teams am UKR überlebt. Doch auch hier gilt: Der Austausch und das Erarbeiten neuer wissenschaftlicher Standards zur Patientenbehandlung sind unerlässlich. „Wie in beinahe allen medizinischen Fachrichtungen, haben wir auch im Bereich der Extrakorporalen Membranoxygenierung noch Luft nach oben“, sagt Professor Dr. Lars Maier, Kardiologe und Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Regensburg. „Daher ist es unerlässlich, dass wir uns stetig mit anderen ECMO-Zentren und -Spezialisten weltweit austauschen, um den Einsatz der ECMO immer weiter zu perfektionieren und die Überlebenschance der Patienten weiter zu verbessern.“ Themen wie der bestmögliche Einsatz der ECMO bei einer Reanimation nach Herz-Kreislauf-Stillstand, die beste Beatmungstherapie oder der praktische Einsatz am Patienten stehen immer zur Optimierung. Betreut werden die ECMOs am UKR durch ein interdisziplinäres Team aus der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, der Klinik und Poliklinik für Herz, Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie sowie der Klinik für Anästhesiologie.
Verabschiedung von Professor Dr. Thomas Müller in den Ruhestand
Eine der prägendsten Persönlichkeiten auf dem Fachgebiet der Extrakorporalen Membranoxygenierung am Universitätsklinikum Regensburg war seit 1997 auch Professor Dr. Thomas Müller, Leiter der Intensivmedizin und Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des UKR. „Ohne das Zutun von Professor Müller, hätten vermutlich viele Patienten am UKR eine deutlich schlechtere Überlebenschance gehabt“, würdigt Professor Dr. Matthias Lubnow, stellvertretender Leiter Intensivmedizin und Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II des UKR, die Leistung seines Kollegen und Lehrmeisters. „Professor Müller lag immer die Ausbildung und Weitergabe von Wissen an Fachpflegekräfte und ärztliche Kollegen am Herzen und er vermittelte diese sowohl über seine praktische Lehre am Krankenbett als auch in nationalen und internationalen ECMO-Kursen, die er in Regensburg initiierte.“ Durch seine wissenschaftliche Arbeit genießt er einen international exzellenten Ruf, konnte den europäischen ECMO Kongress 2015 nach Regensburg holen und wird mit seiner Expertise auch weltweit von vielen Kliniken um Rat gefragt. „Professor Müller war über die Jahre hinweg eine große Stütze der Intensivmedizin am UKR und es ist natürlich schade, dass er uns nun verlässt. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen einen schönen Ruhestand, mit viel mehr Familien- und Freizeit“, sind sich Professor Maier und Professor Lubnow einig.
Interdisziplinäres ECMO-Team am Universitätsklinikum Regensburg
Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) ist eine miniaturisierte Herz-Lungen-Maschine, die vorübergehend die Funktion von Herz und Lunge unterstützen oder ersetzen kann. Sie ermöglicht es, Patienten mit Lungen- oder Herzversagen oder nach Herz-Kreislauf-Stillstand zu stabilisieren und zu transportieren, wertvolle Zeit für den Heilungsprozesse zu gewinnen und gleichzeitig belastende Therapien wie künstliche Beatmung und Katecholamingabe deutlich schonender zu gestalten. Auch bei dauerhaftem Organversagen kann die ECMO als Überbrückung bis zu einer Herz- oder Lungentransplantation eingesetzt werden, wobei sich die Anwendung grundsätzlich nicht zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheidet.
Das Universitätsklinikum Regensburg zählt zu den international anerkannten ECMO-Zentren und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Anwendung dieser Technologie. Grundlage für den innovativen Beitrag des UKR zur Entwicklung der miniaturisierten Herz-Lungen-Maschine ist die enge Verzahnung von Intensivmedizin und Technik. Für diese Pionierleistung wurde die Entwicklung der Mini-HLM bereits 2009 im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Zudem ist das UKR von der Extracorporeal Life Support Organization (ELSO) als „Center of Excellence“ zertifiziert.
Prof. Thomas Müller (4.v.li.) wird von Wegbegleitern, Kolleginnen und Kollegen und Gästen des Sympos ...
Quelle: Marc Dittrich
Copyright: © UKR
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Medizin
überregional
Personalia, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Prof. Thomas Müller (4.v.li.) wird von Wegbegleitern, Kolleginnen und Kollegen und Gästen des Sympos ...
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